Russland-Freund des Jahres: Thomas Bach

Russland-Freund des Jahres: Thomas Bach
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Russland-Freund des Jahres: Thomas Bach

 © SID

Aufreger des Jahres 2016: Thomas Bach erklärte am 24. Juli, dass es keinen Komplett-Ausschluss der russischen Mannschaft von Olympia geben wird.

Berlin (SID) - Es war der sportpolitische Aufreger des Jahres 2016. Als Thomas Bach am 24. Juli erklärte, dass es keinen Komplett-Ausschluss der russischen Mannschaft von den zwei Wochen später beginnenden Olympischen Spielen in Rio geben würde, trauten viele ihren Ohren nicht. IOC-Präsident Bach und seine Exekutive sprachen sich damit auch gegen die klare Forderung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) aus.

Es folgte ein Sturm der Entrüstung vor allem in den westlichen Nationen, die den weltweiten Anti-Doping-Kampf geschwächt sahen und um die Glaubwürdigkeit des Sports bangten. Bach ließ sich jedoch nicht irritieren und verwies darauf, dass unschuldige Athleten nicht für das Fehlverhalten eines Systems bestraft werden dürften - auch nicht im russischen Doping-Skandal.

Die wachsweiche Strafe gegen Russland blieb dennoch schwer nachvollziehbar. Viele konnten sich Bachs Vorsicht gegenüber Russland nur durch dessen Verbindung zu Wladimir Putin erklären. Die Rio-Verbannung der Whistleblowerin und russischen Staatsfeindin Julia Stepanowa, die das IOC zeitgleich aussprach, verfestigte den Eindruck, dass der Ringeorden vor allem ein Ziel verfolgte: Die Protegierung des Sportriesen Russland.

Quelle: 2016 SID (Sport Informationsdienst Neuss)
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