Emma Watson: "Belle ist Disneys erste Feministin"

Emma Watson spielte die Schöne, Dan Stevens das Biest
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Emma Watson spielte die Schöne, Dan Stevens das Biest

© 2017 Getty Images
13.03.2017 - 13:48 Uhr

"Die Schöne und das Biest" steckt voller Botschaften, die man einem Disney-Film nicht unbedingt zutrauen würde. Welche das sind, verraten Emma Watson und Dan Stevens im Interview. Außerdem erklärt Watson, warum Belle eine Feministin ist und wie es sich anfühlt, nicht mehr nur die Hermine zu sein.

Die Realverfilmung von "Die Schöne und das Biest" ist kein klassisches Disney-Märchen. Das stellen die Hauptdarsteller Emma Watson (26, "Harry Potter") und Dan Stevens (34, "Downtown Abbey") im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news, sofort klar. "Es gibt viele Ikonen in der heutigen Kultur, die ein schädliches Frauenbild vertreten. Belle ist Disneys erste feministische Frau. Sie interessiert sich sehr für Literatur und Bücher, ihr ist es sehr wichtig, sich zu bilden und eigenständig zu sein. Sie setzt sich den Erwartungen der Menschen in ihrem Dorf entgegen", entgegnet Watson, auf die Frage, wie ihre Arbeit als UN-Botschafterin für Frauenrechte und ihre Rolle als Disney-Prinzessin zusammenpassen.

"Filmstudios wollen, dass du große Brüste hast"

Dass dies in der neuen Verfilmung, die am 16. März anläuft, so deutlich zum Vorschein kommt, liegt auch an Watson selbst. Die Schauspielerin hatte großes Mitspracherecht bei der Gestaltung ihrer Rolle: "Die Figur hat eine tolle Basis geboten, auf der ich aufbauen konnte", erklärt die Schauspielerin und verrät auch direkt, mit was sie überhaupt nicht einverstanden war: "Ich musste auf dem Weg aber auch viele Sachen durchsetzen. Filmstudios wollen zum Beispiel aus welchem Grund auch immer, dass du riesige Brüste hast."

Die Möglichkeit, ihre Figuren mitzugestalten, war aber auch eine Herausforderung für die Hauptdarsteller. Dan Stevens, der das Biest spielt, erklärt: "Wir haben beide eine große Verantwortung gegenüber unserem kindlichen Ich gespürt. Schließlich haben wir und auch viele andere aus unserer Generation den Zeichentrickfilm sehr geliebt. Aber die Möglichkeit, die Geschichte neu zu erzählen und auch vorwärts zu bringen, war toll. Die eigentliche Herausforderung war es, den Film neu zu interpretieren. Denn er besteht aus so vielen relevanten und wichtigen Botschaften."

Ein Film mit vielen Botschaften

Welche davon die wichtigste ist, ist für Watson gar nicht so leicht zu sagen: "Das ist wirklich schwierig, der Film spricht auf so vielen Ebenen. Aber ich würde sagen: Du bist eine Kraft, mit der man rechnen sollte. Du bist stark. Auch wenn alle anderen bestimmte Vorurteile und Erwartungen haben, musst du diese nicht erfüllen. Dein Schicksal liegt in deiner Hand. Bleibe dir einfach selbst treu."

Die Möglichkeit, so durch ihre Filme zu kommunizieren, finden beide Schauspieler fantastisch. Watson offenbart: "Jetzt wo ich für die UN arbeite, fragen die Leute mich oft, ob ich das Filmemachen nicht dämlich finde. Aber das finde ich absolut nicht. Das was den Unterschied macht, sind nicht Gesetze, sondern die Art, wie Menschen denken. Und die ändert man eben, indem man durch Filme zeigt, wie eine Alternative aussieht."

"Man erreicht dadurch auch viel mehr Menschen. Denn egal wie inspirierend Emmas UN-Rede war, gibt es Millionen Mädchen, die sie nicht hören werden - aber sie werden den Film sehen", fügt Stevens hinzu.

"Emma ist nicht Hermine, sondern Belle"

Millionen von Mädchen kannten Watson bisher nur als Hermine Granger aus den "Harry Potter"-Filmen - nicht so Stevens Tochter: "Als wir gedreht haben, kannte meine älteste Tochter, die damals fünf war, Harry Potter überhaupt nicht. Für sie bist du, Emma, nicht Hermine, sondern Belle. Das finde ich wundervoll."

Und auch Watson kann nicht verbergen, dass ihr diese neue Assoziation gefällt. Zwar sagt sie: "Ganz ehrlich: Ich wäre schon damit zufrieden gewesen, nur Hermine spielen zu dürfen. Für mich ist sie das Nonplusultra, es ist wirklich schwierig, besser zu werden als sie". Sie fügt aber hinzu: "Aber es ist so toll, dass jetzt Leute auf mich zukommen, die mit mir über Feminismus oder 'Die Schöne und das Biest' reden wollen."

Quelle: spot on news
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