"2018 ein Prototyp für das Wetter der Zukunft"

"Dieser Dauersommer katapultierte uns quasi direkt mal in
mediterrane Klimabereiche: Mailand oder München - Hauptsache
Italien, hätte man frei nach Andreas Möller sagen können": N-tv
Wetterexperte Björn Alexander erklärt das Ausnahme-Wetter des
Jahres 2018 besonders griffig.
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"Dieser Dauersommer katapultierte uns quasi direkt mal in mediterrane Klimabereiche: Mailand oder München - Hauptsache Italien, hätte man frei nach Andreas Möller sagen können": N-tv Wetterexperte Björn Alexander erklärt das Ausnahme-Wetter des Jahres 2018 besonders griffig.

© n-tv
28.12.2018 - 13:26 Uhr

War 2018 wirklich ein Jahr der besonderen Wetterlagen? Kommt der Klimawandel, oder sind wir bereits mittendrin? n-tv Wetterexperte Björn Alexander erklärt es.

2018 war ein Jahr, an dessen Ende alle auch über das Wetter reden. Denn gefühlt war diesmal alles anders. Aber was sagen die Experten? Dasselbe! "Seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 war es definitiv beispiellos", erklärte n-tv Wetterexperte Björn Alexander jetzt in einem auf der Homepage des Senders veröffentlichten Interview. Der "Dauersommer", so Alexander, "katapultierte uns quasi direkt mal in mediterrane Klimabereiche: Mailand oder München - Hauptsache Italien, hätte man frei nach Andreas Möller sagen können."

Dennoch ist noch gar nicht raus, ob 2018 tatsächlich auch das wärmste Jahr war, wie Alexander betont: "Aktuell liegen wir mit einer Mitteltemperatur von um die 10,2 Grad auf jeden Fall in Schlagdistanz zum bisher wärmsten Jahr seit Aufzeichnungsbeginn. Das war das Jahr 2014. Damals gab es in Deutschland eine mittlere Temperatur von 10,3 Grad. Hier bahnt sich also ein Kopf-an-Kopf-Rennen an." Dieses "Duell" sei allerdings nicht unbedingt entscheidend, so der Wettermann. "Wichtiger ist aus meiner Sicht, dass wir ein extrem trockenes und sonniges Jahr auf einem extrem hohen Temperaturniveau hinter uns haben. Also eine Kombination, die auf Dauer eine extrem ungünstige Gemengelage für uns in Mitteleuropa wäre."

Auch die Frage, ob das alles Anzeichen für den Klimawandel sind, ließ Björn Alexander nicht unbeantwortet. "Zumindest könnte das Jahr 2018 ein Prototyp für das Wetter der Zukunft sein. Die relativ stationären Wetterlagen in diesem Jahr würden nämlich ganz gut in das Bild des Klimawandels passen", sagte er. "Weil die Polregionen sich rascher erwärmen als die Bereiche in Äquatornähe." Dies habe unter anderem zur Folge, "dass die wettersteuernde Strömung, die sogenannte Westwinddrift, schwächer wird und die Wetterlagen somit grundsätzlich länger andauern können", erklärt der n-tv Wetterexperte. "Ein Phänomen, dessen Folgen natürlich nicht nur wir mit unserem Dürre-Sommer zu spüren bekamen. Nehmen wir beispielsweise die Waldbrände als Indikator für die langanhaltende Trockenheit. So brannte es vor den Toren Berlins und in vielen Teilen Skandinaviens. Genauso aber erlebte man in Kalifornien die wohl schlimmsten Waldbrände aller Zeiten, gefolgt von Dauerregen mit Überschwemmungen. Also wirklich extreme Wetterlagen, denen ein wenig das Mittelmaß verlorenzugehen scheint."

Quelle: teleschau - der mediendienst GmbH
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