Andreas Gabalier kontert Kritik: "Bin wohl einigen zu bodenständig"

"Ich bin wohl einigen zu bodenständig, aber das werde ich ganz
sicher nicht für diese Leute ändern", kontert Andreas Gabalier die
Kritik zum Karl-Valentin-Orden.
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"Ich bin wohl einigen zu bodenständig, aber das werde ich ganz sicher nicht für diese Leute ändern", kontert Andreas Gabalier die Kritik zum Karl-Valentin-Orden.

© Getty Images / Matthias Rietschel

Die Nominierung Andreas Gabaliers für den Karl-Valentin-Orden erntete harsche Kritik. Nun wehrt sich der Alpenrocker.

"Ich bin wohl einigen zu bodenständig, aber das werde ich ganz sicher nicht für diese Leute ändern": Mit diesen Worten hat Andreas Gabalier laut "Bild" die hitzige Debatte gekontert, die sich in den vergangenen Tagen um seine Person entwickelte. Der 34-jährige Sänger aus Österreich soll mit dem Karl-Valentin-Orden ausgezeichnet werden, doch, dass die Wahl auf den Volks-Rock'n'Roller fiel, gefiel so manchem nicht. Viele sehen den Steirer nicht als geeignet an.

"Von ein paar Neidern lasse ich mir meine Erfolgsgeschichte nicht kaputtreden. Man muss mich wirklich nicht mögen, aber ich würde mir von einigen Leuten etwas mehr Wertschätzung wünschen", entgegnete Gabalier nun die Kritik an seiner Nominierung. Gegenseitiger Respekt gehe in unserer Gesellschaft immer mehr den Bach runter, wetterte er weiter und gab sich ansonsten gelassen: "Wenn sich ein paar Einzelne aufregen, die mich persönlich überhaupt nicht kennen, dann juckt mich das nicht."

"Schockierender Fehlgriff"?

Viele namhafte Münchner hatten zuletzt die Auswahl der Faschingsgesellschaft Narhalla für den Karl-Valentin-Orden kritisiert. Der einstige Münchner Oberbürgermeister Christian Ude verurteilte in der "tz" die Auszeichnung Gabaliers aufs Schärfste. Der Narrhalla sei ein "schockierender Fehlgriff gelungen". Der Nachlassverwalter der Familie Valentins, Gunter Fette, wurde in seiner Kritik konkreter: "Es ist nicht hinzunehmen, dass Gabalier mit seinem offenkundigen Spiel mit faschistischen Symbolen, seiner Frauenfeindlichkeit und seiner Homophobie mit dem Namen Karl Valentins in Verbindung gebracht wird." Auch die Direktorin des Valentin-Karlstadt-Museums, Sabine Rinberger, und Alfons Schweiggert von der Karl-Valentin-Gesellschaft protestierten.

Trotz der Kritik will die Narrhalla an der Auszeichnung Gabaliers festhalten. Günter Malescha, der Vize der Faschingsgesellschaft, widersprach gegenüber der "tz" den Vorbehalten, Gabalier sei rechter Gesinnung: "Schaut man genauer hin, ist das nicht haltbar. Auch dass er frauenfeindlich sein soll, ist Unsinn. 80.000 Mädels in einem Stadion irren sich sicher nicht."

Die Narrhalla hatte Gabalier für den Karl-Valentin-Orden nominiert, weil sie Parallelen zwischen dem "selbsternannten Volks-Rock'n'Roller" Gabalier und Karl Valentin, "der sich zeitlebens als Volkssänger sah", ausmachte. Außerdem lobten sie ausdrücklich den Gabalier-Song "A Meinung haben", den sie als "Loblied auf das Andersdenken, auf Menschen, die ihr politikverdrossenes Schweigen brechen und hinter ihrer Meinung stehen" bezeichneten. Die Narrhalla sieht in dem Lied eine Anknüpfung an das berühmte Zitat von Karl Valentin: "Fremd ist der Fremde nur in der Fremde." Gabalier hat laut "Bild" schon geplant, wie er bei der Vergabe auftreten wird: "Ich freue mich auf die Auszeichnung und werde den Orden in Lederhose und Smoking-Jackett mit Stolz entgegennehmen."

Quelle: teleschau - der mediendienst GmbH
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