"Call of Duty" und Mobile-Hits: Activision weiter auf Erfolgskurs

Reiner Online-Shootout ohne den sonst für die "Call of
Duty"-Spiele typischen Singlplayer-Bombast: "Black Ops 4"
entwickelte sich 2018 trotz anfänglicher Kritik zum Mega-Hit.
Bild 1 von 3

Reiner Online-Shootout ohne den sonst für die "Call of Duty"-Spiele typischen Singlplayer-Bombast: "Black Ops 4" entwickelte sich 2018 trotz anfänglicher Kritik zum Mega-Hit.

© Activision

Hängt der Markt für iPhone- und Android-Games die Konsolen-Spiele endgültig ab? Bei "Call of Duty"-Hersteller Activision wächst das Geschäft mit mobilen Titeln immer weiter. Trotzdem versorgt man PC- und Konsolen-Zocker natürlich auch 2020 mit einem neuen "Call of Duty".

Wie jedes Jahr juckt bei "Call of Duty"-Fans auch 2020 der Abzugsfinger: Gerade hat der Hersteller bei einer Investoren-Konferenz bekannt gegeben, dass seine Shooter-Reihe auch dieses Jahr in eine neue Runde geht. Ob es sich dabei um ein neues "Modern Warfare", "Black Ops" oder ein Weltkriegs-Spektakel handelt, wurde allerdings nicht verraten. Auch einen Entwickler-Hinweis gab es nicht - der hätte immerhin Rückschlüsse auf die mögliche "CoD"-Unterserie erlaubt.

Wie so oft ist es die Gerüchteküche, die mehr wissen will: Aktuellen Leaks zufolge gibt es diesmal vor allem für schießwütige Anhänger der Online-Fraktion Grund zur Freude, denn angeblich wird die "Black Ops"-Reihe fortgesetzt. Weil die vorletztes Jahr mit einem reinen Multiplayer-Aufgebot ihren bisher größten Erfolg feierte, könnte es sich auch diesmal um ein reines Netzwerk- und Rudel-Schießen handeln - womöglich wieder mit einem trendigen Battle-Royale-Modus.

Mehr Geld dank Mobile-Zock

Wenn Activision mit seiner neuen Schießbude besonders viel Erfolg haben will, muss der Publisher sie offenbar nicht nur für PC und Konsole, sondern vor allem für Mobile-Geräte veröffentlichen: Laut aktuellem Finanzbericht hat das Unternehmen im letzten Geschäftsquartal (endete am 31. Dezember 2019) vor allem mit Spiele-Anwendungen für iOS- und Android-Geräte besonders viel Kasse gemacht: Satte 32 Prozent des Gesamtumsatzes wurde von der Mobil-Sparte generiert. Die Konsolen-Titel steuerten "nur" noch 30 Prozent bei, 26 Prozent die PC-Versionen.

Damit sind die Konsolen-Umsätze von ehemals 808 Millionen auf 595 Millionen US-Dollar gesunken. Allerdings gab es Ende 2019 keinen Bereich mehr, der so viel Umsatz bündelte wie 2018 die Konsolen - auch der Bereich "Mobile und Ancillary" kam 2019 auf nur 633 Millionen. "Ancillary" steht dabei übrigens für physische Merchandise-Artikel, die Mobile-Spiele haben diesen Posten also nicht alleine erwirtschaftet.

2018 sah die Situation noch anders aus: Im letzten Quartal des Vorjahres hatten die Konsolen mit 34 Prozent die Nase vorn - gefolgt vom PC (31 Prozent) und der Mobile-Sparte (mit 25 Prozent) als Schlusslicht. Der gestiegene Mobile-Umsatz in 2019 könnte unter anderem auf das erfolgreiche "Call of Duty Mobile" zurückzuführen sein, das inzwischen immerhin 150 Millionen Mal herrunter geladen wurde. Kein Wunder, dass Activision bald von jeder wichtigen Marke auch Mobile-Ableger produzieren will - wie zum Beispiel Blizzards "Diablo Immortal", dessen Ankündigung von "Diablo"-Fans allerdings mit einem massiven Shitstorm quittiert wurde. Ob das den riesigen chinesischen Markt kümmert, ist allerdings fraglich: Der könnte ein "Diablo Immortal" auch dann locker zum Hit machen, wenn die westlichen Fans toben.

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
Top-Themen
Der Schauspieler Mark Blum ist im Alter von 69 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben. Seine Kollegen ...mehr
Vor dem Hintergrund der weltweiten Corona-Pandemie wirken lästernde, lüsterne und lallende Promis auf einer Insel ...mehr
Anzeige