CO2-Debatte: Warum Googles Stadia und bald auch die Telekom das Klima belasten

Rechenhunger, der schädlich fürs Klima ist: Cloud-Dienstleister
wie Googles Gaming-Service "Stadia" erfordern gigantische
Netzwerk-sowie Performance-Kapazitäten - und das kostet Strom.
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Rechenhunger, der schädlich fürs Klima ist: Cloud-Dienstleister wie Googles Gaming-Service "Stadia" erfordern gigantische Netzwerk-sowie Performance-Kapazitäten - und das kostet Strom.

© Google

Zehn Stunden "Fortnite" zocken und schon hat man einen Eisbären auf dem Gewissen? Der Energiebedarf von Games und Games-Netzwerken ist schädlich fürs Klima. Trotzdem wächst das Angebot - auch die Telekom will jetzt mitspielen.

Horcht man in die Spiele-Branche hinein, wird man dort jede Menge grüne Wähler, Liberale und erklärte Umweltschützer finden. Trotzdem hat das Games-Business angeblich ein CO2-Problem - zumindest solange man der Dresdner Firma Cloud & Heat Technologies GmbH glaubt, die es sich zum Ziel und Geschäftsmodell gemacht hat, Lösungen gegen diesen Trend zu finden.

Ein Trend, der aber nicht nur für Games, sondern für digitales Entertainment allgemein gilt. Immer realistischere Grafiken, Virtual Reality, Multiplayer-Games und natürlich das Streamen von Inhalten aus der Cloud bringen einen ständig wachsenden Rechenbedarf mit sich - und der schlägt sich in einem gigantischen Energieverbrauch nieder. Angeblich verschlingt allein das Spielen am PC - also ohne Smartphone-, Tablet- oder Konsolenspiele - jährlich zwischen 90 und 100 Milliarden Kilowattstunden Strom weltweit, Tendenz steigend.

Nicht von der Hand zu weisen ist außerdem, dass der wachsende Hunger nach Hochgeschwindigkeits-Netzwerken und Server-Farmen, wie man sie für Streaming-Dienste benötigt, einen Trend losgetreten haben, mit dem die jeweiligen Branchen ebenfalls keinen Umweltpreis verdienen.

Auch die Telekom will ein Stück vom Kuchen

Dass Geschäftsmodelle wie das hinter Googles Cloud-Service "Stadia" trotzdem nur der Anfang sind, beweist eine aktuelle Pressemeldung der Telekom: Der deutsche Kommunikations-Riese kündigt unter dem Namen "Magenta Gaming" einen eigenen Cloud-Dienst an. Ein Portfolio von über 100 kostenlosen Spielen soll zum Start der Beta-Phase am 24. August klingt zwar nicht schlecht - doch zu den laut der Telekom "hochklassigen" Spiele-Titeln zählen aktuell nur in die Jahre gekommene Hits wie "The Witcher 3". Daneben gibt es vor allem Indie-Games und die Sorte Spiel, die man beim Bummel durch Elektromärkte auf dem Grabbeltisch findet.

Für das Streaming der Spiele verspricht die Telekom Full-HD-Auflösung und eine Latenz von "in der Regel" unter 50 Millisekunden. Mit schlichtem Stereo-Sound dürfte man heute jedoch keinen audiophilen Gamer mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Eine entsprechende Gaming-App soll es auf PC, Mac und Android geben, für iOS oder Xbox ist der Support bisher lediglich "geplant".

Quelle: teleschau - der mediendienst GmbH
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