Dieter Nuhr nach Greta-Shitstorms: "Ich lasse mir nicht den Mund verbieten!"

Bei Katrin Bauerfeind bezog Kabarettist Dieter Nuhr klar
Stellung: "Ich lasse mir den Mund nicht verbieten."
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Bei Katrin Bauerfeind bezog Kabarettist Dieter Nuhr klar Stellung: "Ich lasse mir den Mund nicht verbieten."

© © WDR/Thomas von der Heiden

Mit seinen Frotzeleien über Greta Thunberg eckte der Kabarettist Dieter Nuhr zuletzt mehrfach an. Bei Katrin Bauerfeind äußerte er dazu jetzt klar seine Meinung: "Ich will nicht Recht haben, lasse mir aber auch nicht den Mund verbieten!"

"Bin gespannt, was Greta macht, wenn es kalt wird. Heizen kann es ja wohl nicht sein!" - Witze wie dieser über die Fridays-For-Future-Bewegung und die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg brachten Kabarettist Dieter Nuhr in den letzten Wochen reichlich Ärger in den sozialen Netzwerken ein. Als Gast in Katrin Bauerfeinds Sendung "Bauerfeind - Die Show zur Frau" am Dienstagabend im Ersten bekräftigte er im Hinblick auf den Shitstorm der letzten Wochen: "Ich lasse mir nicht den Mund verbieten." Nuhr kritisierte in der Sendung zum Thema "Streitkultur. Können wir noch streiten?", dass es heute nicht mehr um den Austausch von Argumenten gehe, sondern "um Meinungshoheit, ums Niederbrüllen, ums Gewinnen und Recht haben". Er betonte: "Es ist gut zu streiten, wenn es um mehr geht als ums Recht haben, wenn es vor allem darum geht, den eigenen Standpunkt zu erweitern."

Der 59-Jährige gab zu weiter zu Protokoll, er habe gelernt, mit der Kritik an seinen Äußerungen und satirischen Bemerkungen umzugehen. "Ich bin widerstandsfähiger geworden. Oft erfahre ich von solchen Shitstorms auch erst nach drei oder vier Tagen, wenn die SMS kommt: 'Kopf hoch, du schaffst das!' Viele streiten sich mit mir, und ich weiß es gar nicht." Für die Zukunft wünsche er sich, dass ihm die Menschen wenigstens Bescheid sagen, wenn sie mit ihm Streit haben, witzelte Nuhr. Solange er noch normal über die Straße gehen könne und ihm ein "überwältigendes Gefühl von Freundlichkeit" entgegenschlage, sei ohnehin alles gut: "Ich glaube, dass die Shitstorms im Internet nur zwei Prozent der Bevölkerung abbilden. Das ist ein totaler Furz gegenüber dem, was sich im normalen Leben abspielt."

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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