Eine Konsole zu Weihnachten - aber welche? So finden Sie die richtige!

Unterm Weihnachtsbaum soll eine Konsole liegen, aber welche?
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Unterm Weihnachtsbaum soll eine Konsole liegen, aber welche?

© Sony / Microsoft

Die Games-Welt ist im Wandel: Neue Streaming-Modelle im Netflix-Stil sagen klassischen Spieleplattformen wie PC und Konsolen den Kampf an. Die kontern mit beeindruckenden Hardware-Leistungen und immer spektakuläreren Pixelfluten. Aber erst im nächsten Jahr. Was also kaufen, wenn unterm Weihnachtsbaum 2019 ein Gaming-Gerät liegen soll? Ein Überblick...

Ende 2020 werden die Karten im Konsolengeschäft neu gemischt: Sony und Microsoft veröffentlichen dann die Nachfolger ihrer aktuellen Spielemaschinen PlayStation4 und Xbox One. Und auch über eine Switch 2 von Nintendo wird bereits eifrig diskutiert, obwohl es Nintendos Hybriden erst seit zwei Jahren gibt. Bis der Generationenwechsel eingeläutet wird, haben Gamer und alle jene, die es werden wollen, die Wahl aus unterschiedlichsten Modellvarianten. Ein Überblick, der auch spannende Alternativen bereithält, die man bis dato vielleicht gar nicht auf dem Schirm hatte.

PlayStation4 (Pro) von Sony: Die Jedermann-Konsole

Die PlayStation4 ist die aktuell meistverkaufte Konsole auf dem Markt. Sie gibt es in zwei Ausführungen: Slim und Pro. Ab 200 Euro aufwärts (abhängig von der Festplattengröße) ist die schlanke Variante zu haben.

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Für die leistungsstärkere Pro, die auch 4K-Grafiken und -Streams auf den Bildschirm zaubern kann, müssen im Schnitt noch einmal rund 100 Euro mehr auf den Tisch gelegt werden. Wie man sich auch entscheidet: Die Auswahl an Spielen und Exklusivtiteln ist riesig und deckt jeden Geschmack ab. Tipp: Beim Kauf in der Vorweihnachtszeit unbedingt nach guten Paketen aus Konsole und zusätzlichen Games (etwa "FIFA 20" oder "Fortnite") oder Controllern Ausschau halten!

Wer online mit der Konsole spielen möchte, benötigt zusätzlich ein PlayStation-Plus-Abo. Das kostet im Drei-Monate-Paket rund 25 Euro, fürs ganze Jahr sind "nur" 60 Euro fällig. Darin enthalten ist auch der Gratis-Zugriff auf monatlich wechselnde (ältere) Titel.

Weitere PS4-Controller von Sony sind - je nach Farbwahl - ab 55 Euro zu haben, Drittanbieter-Modelle fallen in der Regel etwas günstiger aus. Zudem bietet Sony als einziger Konsolenhersteller ein ausgereiftes Virtual-Reality-System mit beeindruckender Titel-Auswahl an. Wer sich für die rund 300 Euro teure Hightech-Brille PSVR interessiert, sollte jedoch als Konsolenbasis zur PS4 Pro greifen. Durch die stärkere Hardware entstehen weniger Ruckler, die das VR-Vergnügen trüben können.

Xbox One (X) von Microsoft: Für Leistungs-Extremisten

Die nächste Geräte-Generation soll alles in den Schatten stellen. Doch noch gilt die Xbox One X als schnellste Konsole der Welt. Mit der 4K- und HDR-fähigen Spielemaschine setzt Microsoft Performance-Maßstäbe. Für rund 400 Euro gibt es nicht nur hochauflösende Grafikwunder und Leistung satt, sondern auch einen eingebauten Ultra-HD-Blu-ray-Player.

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Günstiger, aber weniger leistungsfähig sind die kaum mehr verkaufte Ur-Xbox One sowie die weiße, ebenfalls HDR-fähige Xbox One S, die zwar keine 4K-Spiele, dafür aber 4K-Filme auf den Bildschirm zaubern kann, Je nach Festplattengröße ist die Xbox One S ab 200 Euro zu haben. Vorsicht: Es existiert auch eine "All Digital Edition" der Xbox One S, die von Haus aus mit einer 1-Terabyte Festplatte kommt, dafür aber auf ein optisches UHD-Blu-ray-Laufwerk verzichtet. Bedeutet: Hier müssen alle Spiele und Filme heruntergeladen werden. Da es kaum einen Preisunterschied gibt, braucht diese Variante im Grunde niemand.

Fürs Online-Spielen wird ein Xbox-Live-Gold-Abo benötigt, das bei drei Monaten Laufzeit mit 20 Euro, bei zwölf Monaten mit rund 60 Euro zu Buche schlägt.

Weitere Original-Standard-Controller sind für 50 Euro zu haben - für ambitionierte Gamer hat Microsoft aber auch noch die "Elite Wireless Controller Series 2" ab 170 Euro im Angebot. Die Besonderheit: Das Gamepad besteht aus extrem robusten und austauschbaren Elementen und kann mannigfaltig eingestellt werden. Zielgruppe: Profi-Zocker!

Nintendo Switch (Lite) von Nintendo: Für Familien und Pendler

Obwohl oder gerade weil man sich dem Hardware-Wettrüsten von Sony und Microsoft entzogen hat, konnte Nintendo mit der Switch einen echten Hit landen: Die 300 Euro teure Konsole lässt sich sowohl zu Hause am TV anschließen als auch unterwegs nutzen.

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Klar, 4K-Grafikwunder wie auf einer PS4 Pro oder Xbox One X sollte man sich nicht erwarten. Dafür besitzt das Gerät mit seinen abnehmbaren Joy-Cons zahlreiche witzige Steuermöglichkeiten - und eine stetig steigende Zahl von erstklassigen Spielen. Viele davon stammen von Nintendo selbst, sind familienfreundlich und werden meist von den Konzern-Maskottchen Mario und Luigi angeführt. Aber auch Drittanbieter haben die Hybrid-Konsole liebgewonnen und veröffentlichen sogar bislang Hardware-hungrige Mammuttitel wie etwa "The Witcher 3" für die Switch, ohne große Abstriche bei der Grafik machen zu müssen.

Eine Besonderheit: Die "normale" Switch gibt es in zwei Varianten, von denen eine spürbar mehr Akkuleistung bietet. Um beim Kauf eine aktuellere Konsole mit mehr Durchhaltevermögen zu erwischen, muss man auf die Modellnummer achten. "MOD. HAC-001-01" steht für die überarbeitete Variante. Ältere Modelle mit weniger Akkulaufzeit haben die Modellbezeichnung "MOD. HAC-001". Auch anhand der Verpackung lässt sich der Unterschied ganz gut festmachen: Die neue Edition ist - sofern kein Spiel mitgeliefert wird - fast komplett in rote Pappe gehüllt.

Und dann ist da noch die kürzlich veröffentlichte "Switch Lite": Sie ist mit 200 Euro deutlich günstiger, aber rein für den mobilen Betrieb ausgelegt. Der Akku des etwas kompakteren Leichtgewichts hält etwas länger (aber nicht so lang wie bei der "neuen, normalen" Switch), dafür lässt sie sich nicht an den Fernseher anschließen. Auch die Joy-Cons sind fest verbaut. Damit ist die Lite eher als Nachfolger des 3DS zu betrachten.

Wer online mit der Switch spielen möchte, braucht neuerdings ebenfalls ein Abo, das mit 20 Euro im Jahr allerdings deutlich günstiger ausfällt als bei Sony und Microsoft. Eine Familien-Mitgliedschaft für "Nintendo Switch Online" mit bis zu acht Accounts inklusive kostet rund 35 Euro im Jahr.

Teuer bezahlen lässt sich Nintendo indes weitere Controller: Rund 70 Euro müssen für die bewegungssensitiven Joy-Cons auf den Tisch gelegt werden, Look-Alike-Produkte gibt's für die Hälfte. Darüber hinaus bietet Nintendo noch einen "Pro Controller" in Form eines klassischen Gamepads für 60 Euro, Ebenfalls erhältlich: Peripherie-Experimente wie etwa der strapazierbare Gummi-Controler aus "Ring Fit Adventure" oder die Papp-Gebilde der "Labo"-Reihe.

iPad, iPod, iPhone, Apple TV - und das Sorglos-Abo "Apple Arcade"

Apple etabliert seine - zugegeben - nicht gerade günstigen Geräte immer mehr als Plattform für Gamer. Den iPod Touch der siebten Generation gibt's ab 229 Euro (32 GB Speicherplatz), deutlich vielseitiger wird der Einstieg in die Apple-Welt jedoch mit dem aktuellen Starter-iPad ab 339 Euro (32 GB Speicherplatz). Am anderen Ende der Preisskala warten das iPad Pro oder das iPhone 11 Pro weit jenseits der 1.000-Euro-Marke.

Wie ernst es Apple jedoch mit den Gamern ist, beweist "Arcade". Im Herbst diesen Jahres startete der kalifornische Konzern einen Spiele-Abo-Dienst, der sich an Besitzer von neueren iPhones (ab 6S und SE), iPads (ab Air 2 und Mini 4), iPods (ab siebter Touch-Generation), Apple-TV-Boxen und Macs richtet. Voraussetzung ist ein Update des Betriebssystems. Für 5 Euro im Monat haben Abonnenten Zugriff auf derzeit über 100 Titel, die gänzlich ohne zusätzliche Kosten, Werbung, In-App-Käufe oder integrierte Glücksspiele auskommen.

Nutzerfreundlich: Ein einzelnes Abo bietet Zugang für bis zu sechs Familienmitglieder über die Familienfreigabe. Zudem können Kunden über "Einstellungen" jederzeit mit einer Frist von mindestens einem Tag vor dem Verlängerungsdatum kündigen. Ebenfalls äußerst komfortabel: Das aktuelle Betriebssystem iOS 13 unterstützt die drahtlosen Xbox-One- und PlayStation4-Controller, um damit die Arcade-Titel auf iPhone, iPad und Co. ohne mitunter nervige Touchscreen-Eingaben zu zocken. Und weil die Speicherstände bei "Arcade"-Spielen in der iCloud gesichert sind, ist auch das möglich: die Partie, die man beispielsweise im Wohnzimmer auf Apple TV gestartet hat, lässt sich später auf dem iPhone im Bus nahtlos fortsetzen.

Google Stadia: Der Game-Changer?

Langatmige Installationszeiten, nervige Updates und teure Gaming-Hardware mehr oder weniger überflüssig machen will Google mit seinem neuen Streaming-Angebot "Stadia". Dabei werden die Spiele auf Google-Servern installiert und berechnet, das Ergebnis bekommt der User über das Internet zugespielt - im aktuellen Chrome-Browser, auf dem Fernseher via Chromecast-Ultra-Anhängsel oder zum Start auf Pixel-Smartphone (ab 3/3a) und Tablets.

Vorerst startet "Google Stadia" mit seinem "Pro"-Angebot. Das heißt: Monatlich fallen rund 10 Euro Gebühren an. Zudem müssen die meisten Spiele - wie etwa das Western-Epos "Red Dead Redemption 2" oder die anderen knapp 30 Starttitel - zum Vollpreis gekauft werden. Im Gegenzug verspricht Google flüssiges Gameplay bei 4K-Auflösung - sofern die Internet-Leitung schnell genug ist. Bei höchsten Ansprüchen ist eine 35-MBit-Anbindung nötig. Bei weniger Bandbreite wird die Auflösung entsprechend nach unten geschraubt. Als Minimum empfiehlt Google jedoch eine 10-MBit-Leitung. Ein Speed-Test auf der Stadia-Seite verrät, mit welchem Ergebnis man rechnen darf.

Als Controller verkauft Google ein Stadia Gamepad für rund 70 Euro. Im Gegensatz zu Xbox-One- und PS4-Controllern, die ebenfalls unterstützt werden, besitzt es noch weitere Tasten - für den Google Assistenten und für das Capturen von Bildschirminhalten. Der Stadia-Controller ist zudem Teil der "Founder's"- und "Premiere Edition", die es im Vorfeld für 130 Euro zu bestellen gab und obendrein drei Monate Grundgebühren, einen Chromecast sowie andere Boni beinhalten.

Retro-Konsolen: In Plastik gegossene Jugenderinnerungen

Alte Technik schrumpfen und neu abfeiern: Konsolen-Oldtimer als "Classic"-Miniatur mit vorinstallierten Spielen sind aktuell der Renner! Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft werfen Sega und Capcom in Plastik gegossene Jugenderinnerungen auf den ohnehin scheinbar gesättigten Retro-Markt. Zielgruppe? Ü30! Idealerweise mit dickem Geldbeutel.

Satte 230 Euro kostet beispielsweise der neue "Capcom Home Arcade"-Stick, der mit 16 vorinstallierten Spielen und edler Haptik das Spielhallen-Gefühl der 90-er einfangen möchte. Deutlich günstiger das Mega-Drive-Mini. Sega und sein auf Retro-Ports spezialisierter Studio-Partner M2 liefern für rund 80 Euro eine liebevolle und detaillierte Gedächtnis-Konsole mit 40 absoluten Klassikern - darunter "Sonic the Hedgehog" , "Ecco the Dolphin", "Castlevania: Bloodlines" und "Space Harrier 2".

Darüber hinaus gibt es diverse Alternativen - angefangen bei den Nintendo Classic Minis NES und SNES, die die Retro-Welle losgetreten haben, über C64-Neuauflagen bis hin zu absoluten Nischen-Produkten wie dem SNK-"Neo Geo Arcade Stick Pro".

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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