"Geh aus der Kamera!" - DSDS-Jury setzt dreisten Pöbler vor die Tür

Justin Flögemann zeigte sich arrogant und wurde vor die Tür
gesetzt.
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Justin Flögemann zeigte sich arrogant und wurde vor die Tür gesetzt.

© TVNOW / Stefan Gregorowius

Was für ein Auftakt von "Deutschland sucht den Superstar"! Ein Kandidat , den Dieter Bohlen als "unsympathischen Kotzbrocken" empfand, kam weiter; einen anderen setzte die Jury genervt vor die Tür. Oana Nechiti vergab ihre goldene CD - und Pietro Lombardi plauderte aus dem Sex-Nähkästchen ...

"Auf mich kommst du rüber wie so'n Kotzbrocken, wenn ich ehrlich bin. Voll unsympathisch, wie so'n A...loch ..." Dieter Bohlen (65) nahm in der ersten Folge der neuen "Deutschland sucht den Superstar"-Staffel (RTL) wie gewohnt kein Blatt vor den Mund. Und auch die anderen Juroren plauderten ungehemmt drauflos. So erzählte etwa Pietro Lombardi (27) sympathisch offenherzig, auf welche Weise er einst den Sex für sich entdeckte ...

Doch von vorn: Natürlich bot die Castingshow wieder einen gewohnten Mix aus beeindruckenden Talenten und hoffnungslosen Selbstüberschätzern. Unter den Letzteren war etwa Stefanie Wegleiter (28), deren Gesangslehrerin ihre Version von Whitney Houstons "I Will Always Love You" angeblich abgesegnet hatte, oder Julia Langer, deren Darbietung von Tove Los "Cool Girl" eher "unfreiwillig komisch" (Naidoo) geriet.

Dagegen konnte Tamara Perez (19) mit ihrer Version von Emili Sandés "Clown" der Jury "Gänsehaut" (Nechiti) bereiten, der Jugend-Fußballtrainer Tom Weigl (19) mit "Supermarket Flowers" von Ed Sheeran überzeugen und Elvin Kovaci (16) mit Radioheads "Creep" berühren. Ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk bekam die knapp 16-jährige Carolin Milena Kreis, die für ihre Versionen von "Old Time Rock And Roll" (Bob Seger) und "Sober" (Demi Lovato) viel Jurylob einheimste - und schließlich sogar die goldene CD von Oana Nechiti (31), das Direkt-Ticket in den Auslands-Recall nach Südafrika!

"Zieh jetzt Leine!"

Spätestens seit Beatrice Eglis Sieg 2013 gehört auch Schlager untrennbar zu "DSDS". So tief wie Ramon Kaselowsky (25) hatte jedoch selten jemand in die Mottenkiste des Genres gegriffen. Er sang "100 Jahre sind noch zu kurz für eine große Liebe" von Marianne Rosenbergs Cousin Randolph Rose. "Ich find' den Song scheiße, das ist old-fashioned", pampte Dieter Bohlen, räumte aber ein: "So wie du's gesungen hast, war's megaklasse." Auch von den anderen Juroren gab's Zustimmung, Pietro Lombardi gestand sogar, Ramons Gesang habe ihn "irgendwie berührt".

Ebenfalls altmodisch, aber weniger überzeugend wirkte Justin Flögemanns Darbietung von Klaus Lages "1000 und 1 Nacht". "Wenn du so tust, als würdest du dich in einem Busch verstecken, weil der Text das so vorgibt - das hat mit Kunst nichts zu tun", kritisierte Oana Nechiti (31) seine plumpe Performance.

Doch Kritik interessierte den von sich überzeugten 18-Jährigen wenig, ständig fiel er den Juroren ins Wort: "Das diskutieren wir jetzt, da hab' ich Bock drauf." Als er sich schließlich an Xavier Naidoos (48) Wasser bediente, wurde es Dieter Bohlen zu viel: "Zieh jetzt Leine!" - "Geh aus der Kamera, dich will sowieso keiner sehen", raunzte Justin danach eine seiner Begleiterinnen an und verspielte sich spätestens da auch die letzten Sympathiepunkte. War ihm aber angeblich "so was von egal. Hauptsache, ich werd' fame."

"Kotzbrocken" mit Stil

War das der eingangs erwähnte "Kotzbrocken"? Nein, mit dieser Bezeichnung "adelte" Dieter Bohlen Schausteller Udo Karl-Heinz Uhse (23), der darauf bestand, mit Sonnenbrille zu singen, die gehöre nun mal zu seinem Look. Das fand Oana Nechiti schade und bedauerte nach seinem Auftritt ("I Like Me Better" von Lauv), "keine Ausstrahlung" gesehen zu haben. Auch Pietro Lombardi war nicht überzeugt, während Xavier Naidoo Udo zwar eine "Leck mich am Arsch"-Attitüde attestierte, ihn aber interessant fand: "Du hast einen sehr internationalen Stil." Und Dieter Bohlen? Der mochte den Unsympathen, denn "aufgesetzte Schleimer" gäbe es schließlich genug. Zweimal Ja, zweimal Nein - da Udo Bohlen als Joker gewählt hatte, kam er weiter.

Und da er auf den Nachnamen Uhse hört, kamen die Zuschauer in den Genuss eines intimen Geständnisses von Juror Lombardi: Als Junge habe er einst heimlich "Beate Uhse TV" geguckt, das, im Gegensatz zu den Horrofilmen auf Premiere, nicht gesperrt gewesen sei. "Und 'Sexy Sportclips' auf Sport1! Das waren meine ersten ..." - "... deine ersten Kontakte mit Sex?", ergänzte Bohlen. Pietro bestätigte: "Isso!" Auch Superstars waren eben mal ganz normale Teenies ...

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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