Grünen-Chef löscht Twitter und Facebook

Robert Habeck kehrt den sozialen Medien den Rücken.
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Robert Habeck kehrt den sozialen Medien den Rücken.

© 2018 Getty Images
07.01.2019 - 00:00 Uhr

Robert Habeck will nicht mehr twittern. Der Grünen-Chef führt auch selbstkritische Gründe für den radikalen Schritt an.

Dieser Shitstorm war einer zu viel: Nachdem Robert Habeck wegen einer bei Twitter verbreiteten Video-Botschaft breite Empörung ausgelöst hatte, verordnet sich der Grünen-Chef einen radikalen Schnitt. Ab sofort will der 49-Jährige nicht mehr in den sozialen Medien aktiv sein. "Bye bye, twitter und Facebook", ist ein Blog-Eintrag auf der Homepage des Spitzenpolitikers überschrieben. Habeck spricht in dem Text von einem "Jahresanfang, der in digitaler Hinsicht doppelt daneben war".

Der Bundesvorsitzende der Grünen spielt zum einen auf den vor wenigen Tagen bekannt gewordenen Hackerangriff auf zahlreiche deutsche Politiker und Prominente an, von dem auch er betroffen war. Zum anderen entschuldigt er sich wortreich für einen Video-Fauxpas, der ihm im Zusammenhang mit dem Wahlkampf der Grünen zu den Landtagswahlen in Thüringen unterlaufen war. Darin hatte Habeck versprochen, "alles zu machen, damit Thüringen ein offenes, freies, liberales, demokratisches Land wird, ein ökologisches Land". Dass er "wird" statt "bleibt" gesagt habe, sei ein "echter Fehler. Zum zweiten Mal, nach einem ähnlichen Twitter-Video-Aufruf zu Bayernwahl. Wie um alles in der Welt konnte mir so was passieren?"

"Das muss Konsequenzen haben"

Der Grünen-Chef erklärt es sich so: "Offenbar triggert Twitter in mir etwas an: aggressiver, lauter, polemischer und zugespitzter zu sein - und das alles in einer Schnelligkeit, die es schwer macht, dem Nachdenken Raum zu lassen. Offenbar bin ich nicht immun dagegen." Habeck weiter: "Einen Fehler kann man machen, den gleichen ein zweites Mal nicht. Das muss Konsequenzen haben. Und meine ist, dass ich meinen Account lösche. Und da der Datenklau, der die persönlichsten Gespräche zwischen mir und meiner Familie jetzt auf alle Rechner der deutschen Tageszeitungen und jede Menge rechter Medien gebracht hat, maßgeblich über Facebook erfolgte, lösche ich meinen bei Facebook auch. Beide werde ich abschalten."

Zwar räumt der gebürtige Lübecker ein, sich "der Reichweite und direkten Kommunikation mit doch ziemlich vielen Menschen" zu berauben. Aber er wisse, "dass es ein größerer Fehler wäre, diesen Schritt nicht zu gehen".

Quelle: teleschau - der mediendienst GmbH
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