Harald Schmidt: Annalena Baerbock wird "Außenministerin mit drei Lebensläufen"

Harald Schmitt teilte im Talk mit Gregor Gysi gegen Annalena Baerbock sowie Harry und Meghan aus. 
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Harald Schmitt teilte im Talk mit Gregor Gysi gegen Annalena Baerbock sowie Harry und Meghan aus. 

© 2015 Ralf Juergens/Ralf Juergens

In ihrem "ntv Rückblick" sind Linken-Politiker Gregor Gysi und Entertainer Harald Schmidt für klare Worte und den ein oder anderen Seitenhieb bekannt. Diesmal in ihrem Fokus: die "beiden Nervensägen" Harry und Meghan sowie die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock.

Hat Annalena Baerbock das Zeug zur Kanzlerin? Nach Einschätzung von Linken-Politiker Gregor Gysi und Entertainer Harald Schmidt zu urteilen: ja. In "Gysi & Schmidt: Der ntv Rückblick" (Freitag, 11. Juni, 19.10 Uhr, ntv) diskutiert das Gespann über die Möglichkeiten für die Grünen, Regierungsverantwortung zu übernehmen. An Spitzenkandidatin Baerbock hat Gysi durchaus Kritikpunkte - und Kanzlerin sein ist kein Zuckerschlecken. "Man darf nun auch die Schwierigkeiten des Jobs der Kanzlerin / des Kanzlers nicht unterschätzen. Da kommt eine Menge auf die Frau zu, wenn es denn wirklich dazu käme", so Gysi.

In der öffentlichen Diskussion um Baerbock ist dem Politiker der Linken jedoch vor allem eine Ungerechtigkeit aufgefallen: "Bei ihr wurde sofort die Frage gestellt, wie sie das schafft mit zwei kleinen Kindern. Wenn ihr Partner Kandidat gewesen wäre, hätte das kein Mensch gefragt." Daraus zieht Gysi die Erkenntnis: "Daran sieht man, dass wir mit der Gleichstellung der Geschlechter noch ein ganzes Stück zurück sind." Dem kann Harald Schmidt nur beipflichten - samt Kritik an den Fragestellern: "Aber das weiß man doch mittlerweile als Journalist, dass das gar nicht geht, dass man das fragt."

Harald Schmidt giftet gegen "die beiden Nervensägen" Harry und Meghan

Der Entertainer garniert seine Einschätzung mit einer Prognose: "Ich glaube auch, dass die Grünen reif fürs Kanzleramt sind, aber es wird nicht leicht. Ich lege mich fest: Es wird schwarz-grün geben." Harald Schmidt tippt noch auf ein, zwei weltpolitische "Klopper", "dann sagen die Wählerinnen und Wähler 'Wir wollen uns doch lieber auf die schwarzen Profis verlassen.'" Die Grünen würden sich allerdings teuer verkaufen. "Baerbock als Außenministerin mit drei bis vier Lebensläufen, die man je nach Laune anklicken kann", spielte Schmidt sarkastisch auf kürzlich an die Öffentlichkeit gekommene Ungenauigkeiten in der Vita der Grünen-Kanzlerkandidatin an. Robert Habeck als Verteidigungsminister und Anton Hofreiter als Finanzminister sind weitere steile Vorschläge des Ex-Late-Night-Gastgebers. "Es geht nicht um ein Stück vom Kuchen, es geht um die ganze Bäckerei", konstatiert Schmidt.

Auch das wohl allgegenwärtige Thema britische Königsfamilie wird aufgegriffen - allen voran Harry und Meghan und ihre kürzlich geborene kleine Tochter Lilibet Diana. "Ich hätte mir gewünscht, dass die neue Erdenbürgerin Lilibet Diana Camilla geheißen hätte, damit da auch noch die Stiefoma eingebunden ist", giftete Harald Schmidt. "Ich finde, man sollte die beiden Nervensägen sich jetzt mal in Ruhe mit dem Baby beschäftigen lassen." Gregor Gysi sei nach eigener Aussage "heilfroh, nicht zu dieser Familie zu gehören" - dies sei viel zu anstrengend.

Alle Fakten über das royale Baby:

  • Wie heißt das zweite Kind von Prinz Harry und Herzogin Meghan?
    Lilibet Diana Mountbatten-Windsor
  • Wann kam Lilibet Diana Mountbatten-Windsor zur Welt?
    Am 4. Juni 2021 um 11:40 Uhr im Santa Barbara Cottage Hospital, Kalifornien. 
  • Wie schwer war das Baby bei der Geburt?
    Bei der Geburt hat die Kleine etwas weniger als 3,5 Kilogramm gewogen.
  • Wie lautet der Spitzname bzw. Rufname des Mädchens?
    Dass ihre Tochter "Lili" gerufen wird, hatten die Eltern mit der Geburtsmitteilung bekannt gegeben. 
  • Welchen Hintergrund hat der Name?
    Der erste Vorname von Lilibet "Lili" Diana Mountbatten-Windsor ist eine Hommage an ihre Urgroßmutter Queen Elizabeth II. (95), die Lilibet gerufen wurde. Der zweite Vorname des Mädchens ehrt Harrys verstorbene Mutter, Prinzessin Diana (1961-1997).
  • Welchen Titel trägt die kleine Lili?
    Derzeit tragen die beiden Kinder (Lili und Archie) die Höflichkeitstitel Master und Miss, wie die "BBC" zusammenfasst.
  • Ist Lili eine Prinzessin?
    Nein, Lili wird keine Prinzessin sein. Das liegt aber nicht etwa am Rückzug ihrer Eltern als Senior Royals vor über einem Jahr, sondern an der von King George V. 1917 eingeführten Begrenzung der Anzahl königlicher Titel für die Enkel und Urenkel des regierenden Monarchen. 
  • Hat Lilibet Diana Mountbatten-Windsor Anspruch auf den Thron?
    Lili ist das elfte Urenkelkind von Queen Elizabeth II. und spielt in der Thronfolge somit ebenfalls eine Rolle. Prinz Charles ist der älteste Sohn der Königin und damit der Thronfolger. Danach folgen sein ältester Sohn Prinz William (38) und dessen drei Kinder Prinz George (7), Prinzessin Charlotte (6) und Prinz Louis (3). Die nächsten in der Liste sind dann schon Prinz Harry und seine Kinder Archie und Lili.
  • Welche Staatsbürgerschaft hat das Kind von Harry und Meghan?
    Lili ist durch ihre Geburt in Kalifornien automatisch US-amerikanische Staatsbürgerin.
  • Wie heißt der Bruder der kleinen Lili?
    Das erstgeborene Kind von Prinz Harry und Herzogin Meghan heißt Archie Harrison Mountbatten-Windsor. 

"Unterm Strich sind wir nicht schlecht durch die Pandemie gekommen"

Natürlich darf auch die Corona-Pandemie in der Diskussion nicht fehlen. Zwar sind sich Schmidt und Gysi in der Bewertung der Lage größtenteils einig, Ersterer hat jedoch den positiveren Eindruck gewonnen: "Ich schäme mich nicht zu sagen, ich habe die ganze Zeit sehr entspannt verbracht." Früh hätte er denen vertraut, welche die AHA-Regeln empfohlen hätten. "Ich finde auch, unterm Strich sind wir nicht schlecht durch diese Pandemie gekommen, wenn ich mir die nackten Zahlen anschaue", so Harald Schmidt. Der wirtschaftliche Schaden sei jedoch noch unklar.

Kritischer sieht es Gregor Gysi, auch wenn er die Maßnahmen nicht grundlegend negativ sieht. "Was mir wirklich Sorgen macht, ist was ganz anderes: Man hat gesehen, dass die Leute die Einschränkung von Grundrechten so zu 80 Prozent akzeptieren", schätzt der Linken-Politiker. "Die Orbans in unserer Gesellschaft, die es ja auch gibt, könnten auf die Idee kommen, Begründungen zu suchen, um Grundrechte einzuschränken." Demnach müsse man "höllisch aufpassen".

Neben weiteren Themen wird in "Gysi & Schmidt: Der ntv Rückblick" auch die Blockade des Suez-Kanals durch ein Container-Schiff, Joe Bidens US-Politik und die verhinderte Super League im Fußball diskutiert. Unter anderem wird die Sendung am Sonntag, 13. Juni, um 11.10 Uhr auf ntv wiederholt.

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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