"Ich denk halt mehr an Sex als an Alkohol": Bei dieser Frage unterlief Jauch ein "peinlicher Patzer"

Was haben bloß alle? Günther Jauch schmeckte die vergorene
Stutenmilch so gut, dass er sich noch reichlich Nachschlag
genehmigte.
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Was haben bloß alle? Günther Jauch schmeckte die vergorene Stutenmilch so gut, dass er sich noch reichlich Nachschlag genehmigte.

© TVNOW / Stefan Gregorowius

Feucht-fröhlich ging es zu beim Auftakt der 2020-er Staffel von "5 gegen Jauch" (RTL), und witzetechnisch vorzugsweise unter die Gürtellinie. Immerhin war auch das Quiz spannend bis zur letzten Minute - und endete in einer desaströsen Niederlage für eine der beiden Parteien...

Klar, Günther Jauch gilt als "Mr. Besserwisser" Deutschlands. Aber der heimliche Held (oder Anti-Held, je nach Fanlager) ist Moderator Oliver Pocher. Mit seiner hemmungslosen Bereitschaft, sich zum Affen zu machen, und der Schlagfertigkeit, aus jeder Vorlage mindestens eine Zote zu generieren, hielt er auch die erste "5 gegen Jauch"-Show der Corona-Ära auf einem unterhaltsamen Niveau. Da konnten auch das Fehlen des Studiopublikums, Jubel vom Band und die Anwesenheit einer aufmerksamen "Corona-Polzei" ("Bitte achtet auf mehr Abstand!") der Spielfreude der Protagonisten keinen Abbruch tun.

"Wechseljahre-Katja": Gleich die ersten Kalauer landen tief

Jauchs Gegner in der 36. Auflage der Rateshow mit einem möglichen Maximalgewinn von 100.000 Euro (für einen guten Zweck) waren diesmal "Punkt 12"-Moderatorin Katja Burkard (die Oliver Pocher aufgrund ihres Bestsellers von 2019 zunächst nur "Wechseljahre-Katja" nannte), Schlagersängerin Stefanie Hertel (die auch ABBA toll und textsicher singend kann, wie sie diesmal bewies), Pochers spitzzüngige Gattin Amira ("Oli, wie schaffst du es, eine TV-Show zu moderieren - du kannst ja nicht mal ein Jacket richtig anziehen!"), der diesmal ungestüm frisierte Ingolf Lück ("Die Friseure haben wieder auf, aber ich bekam keinen Termin!") und der gewohnt außergewöhnlich (schlecht) behemdete rasende Formel-1-Reporter Kai Ebel.

Es dauerte nur bis zur dritten Frage, bis klar war, wohin die Witzereise hauptsächlich gehen würde. Nach Süden, unter die Gürtellinie. Was denn die Feierabend-Stellung sei, und vor allem, für wen die von Bedeutung sei, wurde gefragt. Bis die richtige Antwort (in selbige werden Kräne verbracht, wenn die Arbeit ruht) klar war, wurde ausgiebig gewitzelt. In diesem Zusammenhang auch über das Alter von Ingolf Lück. Ob er denn der Älteste im Bunde sei? Nein, war er nicht. Er ist nur 62, Jauch schon 63. Aber Ingolf scheint schwerhörig geworden zu sein. "Das sei ja nur ein marginaler Unterschied", bemerkte Pocher zum Altersunterschied, aber Ingolf verstand "vaginal". Ha!

Pocher rastet aus: "Boah, ich hab die Nippel gesehn!"

Richtig schlüpfrig wurde es bei der Frage, was Männer "siebenmal häufiger tun als Frauen". Zwischen "an Sex denken" und "Bier trinken" entschied sich Jauch fürs Zwischenmenschliche. Das war falsch. "Ich denk halt mehr an Sex als an Alkohol", rechtfertigte er sich und lieferte dann witzelnd selbst die mögliche Headline für Journalistenkollegen: "Peinlicher Sex-Patzer bei Pocher!"

Es wurde noch besser. Als es im Zusammenhang mit dem "Animal Flow", einem Eigenkörpergewichtstraining, alle zur Gymnastikeinheit auf den Studioboden trieb, zeigte sich Amira Pocher am gelenkigsten und warf sich in eine formvollendete Bücke. Zu formvollendet gar? "Boah, ich hab die Nippel gesehen", bejubelte rhr Gatte einen vermeintlichen Busenblitzer. Nach kurzer Diskussion ("Wo ist die Superzeitlupe, wenn man sie braucht?") beendete Gentleman Günther Jauch dieselbe: "Ich hab genau geguckt. Da war nix zu sehen."

Entlarvt: Oliver Pocher als Dusch-Muffel geoutet!

Ein Highlight bescherte auch die Frage nach der Beschaffenheit des mongolischen Nationalgetränks Airag. Zum Glück für alle besteht dies nicht aus erhitztem Yak-Urin, denn alle durften/mussten trinken. Aber den meisten setzte auch die vergorene Stutenmilch noch genügend zu. Überall wurde geörkst und igittet - und Oliver Pocher hätte sich beinahe voller Inbrunst übergeben. Was Katja Burkard zur Frage an Amira Pocher brachte: "Kann es sein, dass dein Oli ein bisschen verweichlicht ist?" Amiras "Ja" ging im "Oooh" für Günther Jauch unter. Denn der nahm die Trink-Challange nicht nur mannhaft ("Das ist auch nicht schlimmer, als ne Buttermilch, die drei Tage drüber ist!"), sondern mit Freuden - und genehmigte sich Nachschlag!

Rein "körperlich" bot die Frage nach dem Poppenhausener Liebesweg (mit den Alternativen "Bumsbacher Turtelpark", "Rammelsteiner Knutschberg" und "Pimperndorfer Vögelpfad") auch Zotenpotenzial, zur optischen Wonne wurde die Frage nach dem Wegbereiter des Dancehall-Sounds und des US-Raps. Zu den Dancehall-Grooves schwang Oliver Pocher nämlich bauchfrei die Hüften - und offenbarte einen Fussel im Bauchnabel! "Den hab ich doch gestern schon gesehen", war seine bessere Hälfte entsetzt. "Hast du denn nicht geduscht?" Pocher gab sich entrüstet: "Natürlich hab ich geduscht ... Anfang der Woche."

Erdrutschsieg! Die Promis fügen Jauch eine schwere Schlappe bei

Über dem ganzen Gewitzel und Gelächter geriet das Raten ein bisschen in den Hintergrund. Vor allem bei Günther Jauch, der stetig zurück fiel und zwischenzeitlich viermal in Serie falsche Antworten gab. Vor der finalen "Alles-oder-nichts"-Frage führten die Promis mit 45.000 zu 34.300 erspielten Euro. Jauch setzte alles auf eine Karte und setzte all sein Geld, die Promis zockten taktisch und setzten 23.601 - so würden sie auch gewinnen, wenn beide Parteien richtig lagen.

"Der Vater wessen berühmten Fußballers stand am ersten Spieltag der Bundesliga-Geschichte auf dem Platz?" lautete die entscheidende Frage. Und weder Kai Ebel (Burkard: "Warum bist du auch kein Fußball-Reporter!") noch Günther Jauch wussten die Antwort. Beide Parteien schlossen die Väter von Lothar Matthäus (Papa war Hausmeister beim Puma) und Jürgen Klinsmann (Papa war Bäcker) aus, übrig blieben die alten Herren von Oliver Kahn und Thomas Hässler. Die Promis entschieden sich für Kahn, Jauch für Hässler.

Und die Promis lagen richtig! Rolf Kahn spielte am ersten Bundesliga-Spieltag 1963 für den Karlsruher SC gegen den Meidericher SV (heute: MSV Duisburg) - allerdings nicht gut. Die Gäste siegten 4:1! Und auch bei "5 gegen Jauch" siegte die "Auswärtsmannschaft": Mit 68.601 Euro triumphierten die fünf Promis - Günther Jauch ging mit null Euro und schwer geschlagen aus dem Studio.

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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