Javier Bardem: "Ich würde wieder mit Woody Allen arbeiten"

Javier Bardem würde sofort wieder mit Woody Allen arbeiten -
trotz der Missbrauchsvorwürfe gegen den Regisseur.
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Javier Bardem würde sofort wieder mit Woody Allen arbeiten - trotz der Missbrauchsvorwürfe gegen den Regisseur.

© Pascal Le Segretain / Getty Images
17.10.2018 - 14:32 Uhr

Woody Allen bekommt prominente Rückendeckung. Doch Javier Bardem macht auch deutlich, dass er seine Meinung über den Regisseur unter gewissen Umständen wieder ändern könnte.

Javier Bardem steht weiterhin hinter Regisseur Woody Allen. "Ich würde morgen wieder mit ihm arbeiten", sagte der Schauspieler während des Lumière Film Festival im französischen Lyon. Bardem hatte 2008 an der Seite seiner späteren Ehefrau Penélope Cruz in Allens Komödie "Vicky Cristina Barcelona" eine Hauptrolle übernommen. Allen sei "ein Genie", so Bardem weiter.

Gegen Woody Allen wurden in den letzten Monaten im Zuge der "MeToo"-Debatte alte Vorwürfe wieder laut, die seine Ex-Frau Mia Farrow seit Anfang der 90er-Jahre erhebt: Angeblich habe Allen 1992 Farrows damals siebenjährige Adoptivtochter Dylan unsittlich berührt. Der New Yorker Filmemacher stritt die Vorwürfe stets ab und wurde vor Gericht freigesprochen. Eine medizinische Untersuchung an Dylan ergab außerdem keine Hinweise auf einen Missbrauch.

In Lyon betonte Bardem, dass Allen nie verurteilt wurde. "Öffentliche Anklagen sind sehr gefährlich", betonte der 49-jährige Spanier. "Sollte es eines Tages zu einem Prozess kommen und sich herausstellen, dass die Vorwürfe wahr sind, würde ich meine Meinung ändern." Zum jetzigen Zeitpunkt aber habe sich gegenüber dem Jahr seiner Zusammenarbeit mit Allen "nichts verändert".

Ende August wurde bekannt, dass Woody Allens neuester Film "A Rainy Day in New York" aufgrund der Anschuldigungen gegen den Regisseur möglicherweise nie in die amerikanischen Kinos kommen könnte. Sollte der Film mit Timothée Chalamet, Selena Gomez, Jude Law und Elle Fanning in den Hauptrollen tatsächlich nicht veröffentlicht werden, wäre 2018 das erste Jahr seit mehreren Jahrzehnten ohne einen neuen Film des viel beschäftigten Filmemachers.

In einigen wenigen Märkten, wie etwa Frankreich und Niederlande, wird der Film allerdings von lokalen Filmverleihen in die Kinos gebracht. Ein Starttermin für Deutschland ist hingegen noch nicht bekannt. Zuvor hatten mehrere der Hauptdarsteller ihre Zusammenarbeit mit Woody Allen öffentlich bereut und angekündigt, ihre erhaltenen Gagen spenden zu wollen.

Quelle: teleschau - der mediendienst GmbH
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