Kranke Kandidaten und ein kotzender Juror: Medizinische Notfälle überschatten DSDS-Recall

Da jubelten sie noch: Auch für die Jury wurde der Recall auf
3.000 Meter zu einer ungeahnten Herausforderung.
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Da jubelten sie noch: Auch für die Jury wurde der Recall auf 3.000 Meter zu einer ungeahnten Herausforderung.

© TVNOW / Stefan Gregorowius

104 von 126 Kandidaten von "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) flogen beim Recall auf dem Gipfel des Gaislachkogels in 3.000 Metern raus. Dieter Bohlen hielt Wort: "Wir sieben knallhart aus!" Und manche erwischte nicht einmal das Jury-Urteil ...

"Es wird ein Gemetzel geben!" Dieter Bohlen hielt Wort. Neben den vier mit einer Gold-CD gesegneten Talenten war nur Platz für 22 Kandidaten in der Maschine zum großen Recall in Südafrika. Das "große Sterben" war beim DSDS-Recall in Österreich also vorprogrammiert: 126 Bewerber sind einfach 104 zu viel. So ein knallhartes Auswahlverfahren kann einem schon mal auf den Magen schlagen.

Magenkrämpfe, Rettungshubschrauber! Pietro: "Meine Luft ist tot!"

Kandidat Joshua verbrachte eine schlaflose Nacht auf dem Klo, hielt aber durch ("Ich habe jetzt schon ein paar Stunden nicht gebrochen"). Er kam weiter, konnte es kaum glauben: "Mach kein Scheiß!" Oana Nechiti trocken: "Pass lieber auf, dass du keinen Scheiß machst ..." Bohlen lobte bildhaft: "Ab und zu muss man halt die Arschbacken zusammenkneifen." Für Joshuas Leidensgenossin Donika, die auch medizinisch versorgt werden musste, reichte es nicht. Sie bot nach Magenkrämpfen auch eine zu verkrampfte Gesangsleistung.

Der Dritte im Bunde, der einiges zum Kotzen fand, war Pietro Lombardi. Der Juror kam mit der Höhe auch nicht klar. "Meine Luft ist tot!", japste er und setzte sich an die frische Luft ab, wo er umgehend seiner Verzweiflung freien Lauf ließ ("Es kam einiges raus!"). Dem Mann ging es bald besser. Das hoffen und wünschen auch alle für das Crew-Mitglied, das sich "ernsthaft verletzte" und mit dem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden musste.

Pleite in arschkalter Höhe: Amadeus ist raus!

Aber um das Ticket nach Südafrika lösen zu können, muss man eben einiges in Kauf nehmen. "Es ist verf... kalt!", "Ich hab' Höhenangst!" und "Meine Nippel sind gefroren!" beschwerten sich die Kandidaten über die außergewöhnliche Location in 3.000 Meter Höhe, wo einst auch James Bond in "Spectre" Schurken jagte und sich (wahrscheinlich) einen abfror.

Am ersten Tag ging es in Zehnergruppen vor die Jury, jeder durfte einen kurzen Solopart singen, danach wurde sofort ausgemistet. Und wie: 87 Kandidaten wurden kurz und schmerzlos verabschiedet, darunter übrigens auch der kultige Amadeus. Dem "Menderes 2.0" nützte diesmal auch nichts, dass er "seiner Oana" eine Rose mitbrachte. Die Verbliebenen "Gesangsvagabunden" wurden in kleine Formation aufgeteilt und von den Vocal-Coaches Juliette Schoppmann (39, DSDS-Vize der ersten Staffel) und André Franke (47) auf ihren Auftritt getrimmt. "Wir haben einige sehr, sehr gute Leute dabei", war Xavier Naidoo mit der Vorauswahl am ersten Tag recht zufrieden. "Und auch ein paar schräge Vögel."

DSDS-Abschied: "Das ist mir zu behindert, ey!"

Ein schräger Vogel, "Barbie" Leoni, ging tatsächlich freiwillig. Das Proben mit ihren "Bad Girls"-Kumpelinen Lydia, Vanissa und Lorna geriet zur Katastrophe aus "Gelaber", Gezicke und Egotrips. Und verhalf Barbie zur entscheidenden Erkenntnis: "Das ist mir echt zu behindert hier, ey, ich schwör'. Ich geh. Ich will nicht die F.... sein, die die Gruppe runterzieht." Die Kolleginnen redeten auf sie ein und sogar Bohlen ("Das ist das Showgeschäft, Schnuckelhase!") bemühte sich, aber "Barbie" blieb so hart wie ihre Brustimplantate: "Ich fahre nach Hause!"

Man hätte das auch für Lydia gehofft, aber die sang einfach zu gut. Aber ihr (natürlich nicht mit den Kolleginnen abgesprochener) Abschlusseffekt bei Billie Eilishs "Bad Guy" war einfach drüber: Sie fummelte erst ein Ei aus ihrem Minirock, was Nechiti aufrichtig entsetzte ("Diese Selbstbefriedigungsnummer war abartig! Wie soll ich das meinem Kind erklären?"), und schlabberte das dann auch noch schmatzend. Da hätte es Pietro ("Das Ei war echt zu viel für mich") fast gleich noch mal gehoben.

Wiedergeburt von Boy George! Obwohl der noch lebt!

Aber es sei: Lydia ist in Südafrika dabei. Was sie mit einem Purzelbaum feierte und dem Spruch "Sperrt mich in den Käfig und lasst die wilden Tiere frei!" Mit dem wilden Huhn werden Jury und Zuschauer noch viel Freude haben. Ob man das von ihren Kandidatenkollegen auch wird sagen können, bleibt abzuwarten.

Sicher ist: Einige Gesangsleistungen waren bereits Live-Show-würdig. Ramon (Bohlen: "Das kann man nicht besser singen. Du singst hammermäßig!") oder Elvin (Nechiti: "Ich hatte die ganze Zeit Gänsehaut") dürfen schon als Favoriten gesehen werden. Aber auch Kosta (Bohlen: "Boy George lebt zwar noch mehr oder weniger, aber du warst wie die Wiedergeburt von ihm!!") oder Nicole (Bohlen: "Ich hab' mit den Tränen gekämpft. Du bist eine Wundertüte") bieten viel Potenzial.

Den geschlossensten Auftritt boten Ricardi, Kevo und Manolito mit "You Are The Reason". Alle drei kamen weiter. Und sie sangen so gut, dass draußen im Aufenthaltsraum alle Kollegen eine Standing Ovation entboten. "Ihr seid so gut!", lobte Naidoo und Lombardi bedankte sich: "Das war für mich der magic Moment heute. Hut ab!"

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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