Lästerlaune bei "Wer wird Millionär?": Günther Jauch stänkert gegen Matthias Schweighöfer

Für Nicole Herrmann aus Moring in Niedersachsen ist das Leben
ein Ponyhof. Den will sie für 300.000 Euro kaufen.
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Für Nicole Herrmann aus Moring in Niedersachsen ist das Leben ein Ponyhof. Den will sie für 300.000 Euro kaufen.

© TVNOW / Stefan Gregorowius

Mancher dachte sicher, er hätte sich verhört, doch Jauch hatte es wirklich versprochen: "Sieben Millionen Euro von mir persönlich, wenn Sie mir sagen, wer das Wembley-Tor geschossen hat!" Und noch etwas verblüffte das Publikum: Jauchs Seitenhieb gegen einen deutschen Schauspiel-Star.

Für Nicole Herrmann aus Moringen in Niedersachen ist das Leben ein Ponyhof. Und der kostet 300.000 Euro. Günther Jauch bot ihr sogar eine deutlich höhere Summe. Der Moderator vervierfachte den möglichen Gewinn bei "Wer wird Millionär?": "Sieben Millionen Euro von mir persönlich, wenn Sie mir sagen, wer das Wembley-Tor geschossen hat!", sagte er vor den staunenden Zeugen aus dem Studiopublikum. Nicht weniger skurril: Jauch stänkerte wegen Nicole Hermann über den Schauspieler Matthias Schweighöfer. Sein größtes Hassobjekt allerdings war Ikea. Dass er sich auch noch spontan einen anderen Kandidaten auf dem Ratestuhl wünschte, wirkt dagegen fast harmlos. Doch lesen Sie weiter, all das ergibt gleich Sinn ...

Dass sie bereits bei der 2.000-Euro-Frage einen Joker brauchte, ließ vermuten, dass Nicole Herrmanns Karriere im Fernsehen schnell enden würde. "Was kann so viel wie 'ausschließlich' bedeuten?" Rein, sauber, blank oder klar standen zur Wahl. Der Publikumsjoker half: 78 Prozent der Menschen im Saal glaubten: rein. "Ist Ihnen die Sache jetzt klar geworden", machte Jauch ein Wortspiel. "Rein hyperintelligente Menschen in diesem Studio", setzte er nach. Dann beleidigte er die Dame: "Sie müssen ja ein paar ganz schöne Meisen haben."

Diese These stützte der Moderator auf das Hintergrundwissen der Redaktion. Die Kandidatin bestätigte: "Das Eis muss vom Metalllöffel sein, der Joghurt vom Plastiklöffel." Jauch, der ein Faible für die grotesken Schrullen seiner Gäste hat, bohrte weiter, bis er erfuhr: "Im Schlafzimmer müssen Schränke und Schubladen zu sein." Der befragte Gatte konnte das nicht erklären, tat nur stets wie ihm befohlen. "Das ist ein sehr kluger Mann", urteilte der Moderator. "Er macht sinnlose Dinge, ohne sie zu hinterfragen - aus Liebe. Wo gibt's das noch?!" Das Lob erntete Applaus.

Ein anderer Herr dagegen musste - in Abwesenheit - Kritik einstecken. Die Altenpflegerin erzählte eine Anekdote aus ihrer Zeit als Tankwart. Neben dem inzwischen verstorbenen Gunter Gabriel war auch mal Schauspieler Matthias Schweighöfer bei ihr vorgefahren. Wie im schlechten Filmklischee: "In einem schwarzen Bulli mit schwarzen Fensterscheiben - und mit zwei Bodyguards". Jauch machte ein missmutiges Gesicht: "Was ich nie in meinem Leben verstehen werde: Wozu braucht der Schweighöfer zwei Leibwächter? Wer will solchen Leuten was?" Die Antwort kannte Nicole Herrmann ebenso wenig wie die auf die 16.000-Euro-Frage. Der Zusatzjoker aus dem Publikum wusste, woher man Hans Tilkoswki kennt: Er war 1966 Torwart der deutschen Nationalmannschaft beim berühmten Wembley-Tor 1966.

"Und jetzt Millionenfrage: Welcher deutsche Spieler hat den Ball dann ins Toraus geköpft?" Der Joker wusste: Wolfgang Weber. "Boah!", staunte Jauch. "Was sitzen Sie da oben in der Butze rum? Hier ist ihr Platz!", schlug er vor. "Sieben Millionen von mir persönlich, wenn Sie mir sagen wer das Tor geschossen hat", sagte Günther Jauch. Es wäre ein teurer Abend geworden, wenn Jauch dies dem Mann aus dem Publikum versprochen hätte, doch bei der Kandidatin ihm Gegenüber war abzusehen, dass Fußball nicht ihr Steckenpferd war. So bekam der Saal-Joker nur 500 Euro, und Jauch durfte seine sieben Millionen behalten.

Schlimmer als Schweighöfer: Ikea!

Den Traum von der Hochzeit auf dem Hurricane-Festival hatte sich Nicole Herrmann bereits erfüllt. Fehlte nur noch der Ponyhof. Der aber kostete 300.000 Euro. Die 125.000-Euro-Frage lautete: "Welcher dieser Bestseller hat als Taschenbuch mehr als 1.200 Seiten?" Ihr Bauchgefühl riet der Kandidatin zu "Die Säulen der Erde". Sie sagte: "Ich würde es sehr, sehr gerne riskieren ... Ich nenne das erste Pony auch Günther." Darüber amüsierte sich Jauch prächtig. Es blieb eine Fantasie, denn das Leben ist kein Ponyhof: Nicole Herrmann traute sich nicht und ging mit 64.000 Euro.

Ebenfalls dabei war Joachim Lauterbach aus Emden. Der Überhangkandidat hatte in der letzten Folge mit Günther Jauch Kölsch getrunken und danach mit dem Moderator auf allen vieren Murmeln auf dem Teppich gespielt, um sein Hobby zu präsentieren. Er gab schon bei der ersten Frage auf und ging mit den 4.000 Euro, mit denen er gekommen war. Sven Hausdorf, 31 Jahre alt und Bürokaufmann aus Potsdam, fiel bei der 8.000-Euro-Frage auf 500 Euro. Im Gehen verriet er, dass er mal beruflich Jauchs Auto gewaschen hatte. "Sie waren ein beliebter Gast, denn Sie haben im Gegensatz zu anderen Trinkgeld gegeben."

Über den Arbeitgeber von Sabrina Heinicke aus Wuppertal ärgerte Jauch sich noch mehr als über Matthias Schweighöfer. "Sie kommen nicht raus, man ist in Geiselhaft!", meckerte Jauch über die Laufwege bei Ikea. Dennoch sagte der Moderator als die Sendung bei 16.000-Euro abrupt unterbrochen wurde: "Sie müssen noch mal kommen, es ist so nett mit uns."

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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