Mangelndes Mitgefühl und Häme: Joachim Llambi bringt "Let's Dance"-Zuschauer gegen sich auf

Joachim Llambi wurde seinem Ruf als Fallbeil wieder gerecht.
Gnadenlos urteilte über die Leistungen mehrerer Kandidaten - und
bekam dafür sogar Buh-Rufe der eigenen Jury-Kollegen.
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Joachim Llambi wurde seinem Ruf als Fallbeil wieder gerecht. Gnadenlos urteilte über die Leistungen mehrerer Kandidaten - und bekam dafür sogar Buh-Rufe der eigenen Jury-Kollegen.

© 2021 Pool/Pool

Sommerparty? Nicht mit Joachim Llambi. Der "Let's Dance"-Juror mag zwar in der fünften Ausgabe der RTL-Tanz-Show wie ein "Himbeereis" (O-Ton: Daniel Hartwich) gekleidet gewesen sein, aber soft war deshalb noch lange nicht. Ganz im Gegenteil: Gleich zwei Kandidaten bescheinigte er "Untenrum nix los" und ließ obendrein jegliches Mitgefühl bei Barack Obamas Halbschwester vermissen.

Die zweiwöchige Oster-Auszeit bei "Let's Dance" nutzten die Promi-Kandidaten ganz unterschiedlich. Während Lola Weippert (25) und Nicholas Puschmann (30) ihre Geburtstage feierten, übte Ex-"Tagesschau"-Sprecher Jan Hofer fleißig weiter. Ein gewisser Handlungsbedarf bestand auch: In allen Shows hatte der neue RTL-Anchormann bislang die wenigsten Punkte kassiert, war dank wohl gesonnener und zahlreicher Anrufer aber stets weitergekommen.

Allein: Die Fleißarbeit schlägt (noch) nicht so recht an. Für seinen Slowfox zu "Summerwind" von Frank Sinatra kassierten er und Tanzpartnerin Christina Luft in der fünften Ausgabe der RTL-Tanzshow, die diesmal unter dem Motto "Sommerparty" stand, gerade einmal 12 Punkte. Während Motsi Mabuse dem 69-Jährigen immerhin noch bescheinigen konnte, "mehr Fläche" genutzt zu haben, forderte Llambi: "Ich will mehr Tanzen sehen."

Tatsächlich war das noch recht höflich im Vergleich zur harschen Kritik an Erol Sander etwas verspannter Samba. "Untenrum war nix los", lautete das gnadenlose Urteil von Joachim Llambi. Ja mehr noch: Ein "Totentanz" sei das gewesen. Der vom Ober-Juror spöttisch als "Samba-König aus Istanbul" gekrönte Schauspieler (Daniel Hartwich konterte: "Dann sind sie der John Travolta aus Duisburg") bekam zwar einen Punkt mehr als Hofer - aber offenbar weniger Anrufe. Am Ende der Show schieden er und seine Partnerin Marta Arndt aus. Und es schien, als wäre der "Mordkommission Istanbul"-Star sogar ein bisschen erleichtert.

Valentina Pahde strahlt, Auma Obama trauert

Am anderen, oberen Ende der Punkteskala strahlten Valentina Pahde und Valentin Lusin. Motsi Mabuse und Joachim Llambi waren sich jedenfalls einig und attestierten dem Duo den "vielleicht besten Slowfox ever" bei "Let's Dance". Auch Jorge González war mehr als begeistert: "Hollywood pur!" sei der Tanz gewesen. Dafür gab's satte 30 Punkte!

Wegen minimaler technischer Fehler mussten sich die Mit-Favoriten Nicolas Puschmann und Vadim Garbusov, die zu Nina Hagens "Du hast den Farbfilm vergessen" einen mitreißenden Charleston aufs Parkett legten, mit "nur" 29 Punkten zufriedengeben. Auch das Powerpaar Renata Lusin und Rúrik Gíslasson schrammten mit ihrem Quickstep zu "Summer in the City" hauchfein an der Bestnote vorbei - ehe sie in einem bunten Bällebad landeten.

"Jetzt schaffen Sie es ja, gleich zwei Kandidaten zu beleidigen!"

Tragisch war indes der Auftritt von Auma Obama. Die Halbschwester des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obamas wollte mit ihrem Tanz ihre "verletzliche Seite" zeigen, trauerte sie doch um ihre geliebte Großmutter, die jüngst im Alter von 99 Jahren in Kenia verstorben war. "Sie war eine der wichtigsten Personen in meinem Leben", erklärte sie unter Tränen. Tanzpartner Andrzej Cibis nahm sie in den Arm, spendete Trost: "Leidenschaft und Kummer sind Gefühle, die man beim Tanzen verarbeiten kann."

Von Anteilnahme war bei der Jury jedoch kaum etwas zu spüren. "Das war eine gemütlich getanzte Rumba in einer karibischen Nacht. Du hast gelacht, du hast deinen Job gemacht. Das war nett", sagte ein halbwegs zufriedener Jorge González. Motsi Mabuse attestierte eine "hervorragende Benutzung vom Knie", wünschte sicher aber gleichzeitig "ein bisschen mehr Pfeffer". Joachim Llambi erklärte indes kurz, aber alles andere als schmerzlos: "Das war heute nicht euer Tanz. Es waren keine Aktionen. Rumba ist ein Hin und Her, das war aber nur lieb. Das war der Jan Hofer-Gedächtnis-Rumba-Tanz!"

Darüber war nicht nur Moderator Daniel Hartwich entgeistert: "Oh, jetzt schaffen Sie es ja, gleich zwei Kandidaten zu beleidigen!", hielt er dem Oberjuror vor, der es sich zudem nicht nehmen ließ, über die Sieben-Punkte-Wertungen seiner Kollegen hämisch zu lachen. Er gab Auma Obama und Andrzej Cibis knallhart nur zwei Punkte, erntete Buh-Rufe der Jury-Kollegen und zog damit vollends den Zorn in den Sozialen Medien auf sich. "Unterste Schublade" sei das, "eine Frechheit", schrieben zahlreiche Nutzer, die ihm zudem mangelnde Empathie unterstellten.

Allerdings ließ sich die 63-Jährige nicht entmutigen. "Meine Oma war eine Kämpferin. Wenn sie hören würde, dass ich sage, ich höre jetzt auf, würde sie sagen: Papperlapapp, du tanzt weiter!", so Auma Obama.

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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