"Promis unter Palmen": Anzeige gegen Sender - SAT.1 nimmt Skandalfolge offline

Ein erfolgreiches, aber wegen Mobbing-Vorwürfen umstrittenes Trash-Format: Die Kandidaten von "Promis unter Palmen".
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Ein erfolgreiches, aber wegen Mobbing-Vorwürfen umstrittenes Trash-Format: Die Kandidaten von "Promis unter Palmen".

© SAT.1/Richard Hübner

Nach Mobbing-Vorwürfen gegen "Promis unter Palmen" nimmt SAT.1 die fragwürdige Folge vom 23. April vorläufig aus der Mediathek. Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen prüfe nun den Fall, heißt es. Ein anderer Prominenter hat sogar Anzeige erstattet.

Vergangene Woche hatte die Mobbing-Attacke auf Claudia Obert in dem SAT.1-Format "Promis unter Palmen" für Aufsehen gesorgt. Nun wurde der Sender zu Konsequenzen gedrängt: SAT.1 nahm die Folge vorläufig aus der Online-Mediathek.

Auch auf dem Streamingdienst "Joyn" ist sie nicht mehr zu sehen. Grund dafür sei ein Prüfungsverfahren der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF). Bei der FSF sei eine Beschwerde über die Folge eingegangen, wie gegenüber dem Medienmagazin DWDL bestätigt wurde. Nun werde diese ausführlich geprüft.

Dass der Fall noch weitere Wellen schlägt, zeigt ein Blick in die sozialen Medien: Vergangene Woche hatte sich bereits Ex-Teilnehmerin Désirée Nick entsetzt über das Verhalten ihrer Kollegen Yotta, Carina Spack und Matthias Mangiapane gezeigt.

So zeigt sich Carina Spack bei Instagram: 

Carsten Stahl geht noch einen Schritt weiter: Auf Instagram verkündete der Schauspieler, Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Berlin gegen den Sender und die Produktionsfirma Endemol Shine Germany gestellt zu haben.

"Stoppt Mobbing - für unsere Gesellschaft !!! Wir haben Strafanzeige gegen das TV Format 'Promis unter Palmen' gestellt, weil wir es nicht mehr hinnehmen können und werden das Mobbing, Demütigung und Erniedrigung öffentlich zur Schau gestellt werden, und dadurch in den Augen von Millionen von Zuschauern als legitim und normal erscheint !!! Auch die Medien tragen eine Verantwortung für die 'Unantastbarkeit der Würde der Menschen' in unserem Land und müssen unsere Gesellschaft, aber vor allem unsere Kinder und Jugendlichen, vor solchen gefährlichen und menschenverachtenden Fehlverhalten und Einflüssen schützen und bewahren", schreibt der 47-Jährige in einem Post.

Sender äußert sich zu den Vorwürfen

Die Sendergruppe ProSiebenSat.1 hat sich inzwischen ebenfalls zu den Vorwürfen geäußert: "Ist man mit "Promis unter Palmen" bis an die Grenzen gegangen? Ja. Geht das Format zu weit? Nein", sagte der Vorstand Wolfgang Link in einem Interview mit DWDL.

Zur Bildershow: So viel verdienen die "Promis unter Palmen"-Kandidaten >>

"Man muss sich das Format als Ganzes anschauen: Es gibt viel Eskalation, aber man sieht auch, wie das unmögliche Benehmen auf diejenigen zurückfällt, die sich eben auch unmöglich benehmen. Man darf gewisse Dinge nicht stehen lassen, aber das tun wir auch nicht. Die Zuschauer entwickeln sehr wohl ein Gefühl dafür, wer sich anständig verhält und wer nicht. Niemand der Kandidatinnen und Kandidaten hat sich übrigens nach der Aufzeichnung Ende letzten Jahres beschwert, vor Ort gab es auch jederzeit die Möglichkeit sich beraten und betreuen zu lassen", erklärt er darin weiter.

Das Finale des Reality-Formats "Promis unter Palmen" zeigt SAT.1 am Mittwoch, 29. April, um 20.15 Uhr.

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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