Preis, Leistung, Spiele, Fazit: Alles, was Sie über die neue Xbox Series X/S wissen müssen

Grüner wird´s nicht: Die Lüftungsschlitze der Xbox Series X
sorgen für Farbtupfer, sind aber nicht beleuchtet, sondern einfach
nur angemalt.
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Grüner wird´s nicht: Die Lüftungsschlitze der Xbox Series X sorgen für Farbtupfer, sind aber nicht beleuchtet, sondern einfach nur angemalt.

© Microsoft

Microsoft macht den Anfang: Mit der Xbox Series X und Series S läutet der IT-Riese den Generationenwechsel im Konsolenbereich ein - und bleibt der Vergangenheit doch eng verbunden. Der Test beantwortet alle relevanten Fragen zu den neuen Spielemaschinen.

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Microsoft legt im Kampf der Konsolen vor: Mit der Xbox Series X und Series S läutet der Konzern aus Redmond die nächste Ära des Konsolen-Gamings ein. Doch was haben die beiden Kisten auf dem Kasten? Lohnt sich die Investition? Welche Spiele gibt es von Anfang an? Mit welchen Features will sich Microsoft von der Konkurrenz abheben? Was sind die Stärken der Konsolen, was die größten Schwächen? Diese und alle weiteren relevanten Fragen klärt der Test.

Alle Fragen und Antworten zur neuen Xbox:

  1. Wann kommen Xbox Series X/S auf den Markt? Und zu welchem Preis?

    Microsoft läutet den Xbox-Generationswechsel weltweit am 10. November ein - mit zwei völlig unterschiedlichen Modellen. Die schwarze High-End-Variante Xbox Series X kostet 499 Euro. Die kompaktere und technisch abgespeckte Series S in Weiß ist für 299 Euro zu haben. Es braucht allerdings ein wenig Glück: Wer nicht vorbestellt hat, ist auf Restkontingente bei den großen Elektromärkten angewiesen.

  2. Wie stark ist die Hardware der Xbox Series X?

    Die kurze Antwort auf diese Frage: Verdammt stark! Eine leistungsfähigere Konsole als die Series X gibt es derzeit nicht. Sie ist darauf ausgelegt, Spiele in 4K-Grafik mit flüssigen 60 bis zu 120 Bildern in HDR-Qualität wiederzugeben - den entsprechenden Monitor oder Fernseher vorausgesetzt. Auch Hardware-basiertes Raytracing, beispielsweise zur Berechnung indirekter Lichtquellen, und 8K-Auflösungen werden unterstützt. Spiele, die das ausreizen, gibt es bislang aber kaum. Aber für die Zukunft dürfte man mit dem schwarzen Power-Tower gut gerüstet sein.

    Für Techies mit Vorliebe für Zahlen: Das Herz der Xbox Series X ist eine AMD-Zen-2-CPU mit acht Kernen, die mit 3,8 GHz takten. Der Grafik-Chip auf AMD-RDNA2-Basis besitzt 52 CUs, 3.328 Shader-Einheiten, ist mit 1,845 MHz getaktet und liefert eine Grafikrechenleistung von bis zu 12 Teraflops. Zum Vergleich: Das bisherige Topmodell Xbox One X kommt nur auf die Hälfte, die "normale" Xbox One gar nur auf 1,3 Teraflops.

    Als Arbeitsspeicher dienen 16 GB GDDR6-RAM. Die verbaute NVME SSD-Festplatte bietet 1 TB Speicherplatz, wovon allerdings nur etwas über 800 Gigabyte nutzbar sind. Der Rest wird vom Betriebssystem beansprucht. Mit dem optischen UHD-Blu-ray-Laufwerk lassen sich nicht nur Spiele, sondern auch Filme in der hohen Auflösung erleben.

    Doch was bedeuten all diese Daten auf dem Papier in der täglichen Gaming-Praxis? In erster Linie Schnelligkeit. Kaum auf den On-Knopf ist das System bereit. Auch die Lade- und damit Wartezeiten beim Starten von Spielen haben sich gegenüber den Vorgängern spürbar verbessert, Zeit, um zwischendurch einen Kaffee zu holen, bleibt nicht mehr. Und selbst der Wechsel zwischen mehreren Titeln ist - dazu später mehr - ein echtes Erlebnis. Hier mit den Cowboys durch die Prärie von "Red Dead Redemption 2" reiten, dann schnell eine Partie "Fortnite" online zocken - und dann wieder ohne nennenswerte Verzögerung zurück in den Wilden Westen. Eine Funktion namens Quick Resume macht's möglich.

  3. Ist die Xbox Series X stärker als die PS5?

    Hat Sony oder Microsoft technisch die Nase vorn? Zumindest auf dem Papier ist die schwarze Xbox Series X der PlayStation 5 in einigen Punkten überlegen: Während die CPU des Microsoft-Topmodells konstant mit 3,8 GHz taktet, kommt die ähnlich bestückte PS5 nur auf maximal 3,5 GHz bei variablem Takt. Die Grafikleistung der Series X fällt mit 12 Teraflops ebenfalls höher als die der PS5 (10,28 Teraflops). Ursache dürfte die wesentlich höhere Anzahl von Shader-Einheiten sein. Microsofts Top-Modell lagert zudem die Audioverarbeitung auf einen zusätzlichen Chip aus, womit andere Prozessoren entlastet werden.

    Beim Arbeitsspeicher liegen die Konsolen nominell mit jeweils 16 Gigabyte GDDR6-RAM gleich auf, wobei 10 Gigabyte bei der Series X mit 560 GB/s und sechs Gigabyte mit 336 GB/s arbeiten. Bei der PS5 ist der komplette Arbeitsspeicher mit 448 GB/s getaktet.

    Bei der verbauten SSD-Festplatte hat die Series X jedoch das Nachsehen: Zwar ist der Series-X-Speicher 1 Terabyte groß, dafür ist der Datendurchsatz der nur 825 Gigabyte großen Sony-SSD mit 5,5 GB/s doppelt so hoch, was zu noch schnelleren Ladezeiten und anderen Vorteilen führen dürfte. Welcher Ansatz insgesamt zu mehr Leistung führt, werden die Hardware-hungrigen Titel der Dritthersteller im direkten Vergleich zeigen.

  4. Wie laut ist die Xbox Series X? Und wie klingt sie?

    Von älteren Konsolen kennt man das Problem, dass lärmende Lüfter in Konkurrenz mit dem Spielesound treten können. "Diese Konsolen müssen in die Wohnzimmer passen und wir wollen nicht, dass die Akustik einer Konsole bei Spielen oder Filmen ablenkt", erklärt Jason Ronald, dem Director of Program Management bei Microsoft. "Beide Konsolen laufen extrem leise", verspricht er. Und hält Wort! Im Praxistest ist der Lüfter des schwarzen Monolithen kaum zu vernehmen. Messbare Klarheit bringen zudem Geräusch- und Schallpegeltests diverser Webseiten. So werden bei der Nutzung des Dashboards 22 bis 26 Dezibel gemessen - damit ist Series X faktisch geräuschlos. Lauter ging es natürlich zu, sobald ein Spiel lief. Doch einen Wert von 26 bis 31 Dezibel konnten die Tester nur feststellen, wenn sie das Schallpegelmessgerät mit einem Zentimeter Abstand vor die Konsole platzierten - für die tägliche Spielpraxis eine eher unwahrscheinliche Körperhaltung.

    Möglich macht den leisen Betrieb das pragmatische Tower-Design it den Maßen 29,6 cm x 15,1 cm x 15,1 cm: Es erlaubt eine optimale Kühlung. So kommt die Xbox Series X mit lediglich einem verbauten Lüfter aus.

    Gleichzeitig ist die Xbox Series X ein Klangwunder und mit einer autonomen Audio-Hardwarebeschleunigung ausgerüstet. So wird die CPU entlastet und kann sich besser auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren. Der so erzeugte Raumklang entfaltet sogar auf herkömmlichen Stereo-Headsets ein Mittendrin-statt-nur-dabei.Gefühl. Jason Ronald, Director of Program Management bei Microsoft, spricht in diesem Zusammenhang vollmundig von "Audio Raytracing".

  5. Was ist an der Xbox Series S anders?

    Während es sich bei der Series X leistungstechnisch um Microsofts neues Konsolen-Flaggschiff handelt, muss man bei der 200 Euro günstigeren Series S einige, teils schmerzhafte Abstriche machen. Der augenscheinlichste Unterschied: Während die Series X ein optisches UHD-Blu-ray-Laufwerk bietet, sucht man das bei der Series S vergeblich. Medieninhalte müssen also zwingend per Download auf die nur 512 Gigabyte großte Festplatte des weißen Xbox-Modells kommen. Schlimmer noch: Davon sind nur knapp 364 Gigabyte für Games nutzbar! Weil moderne Titel trotz "smarter" Installationsoptionen immer mehr Platzbedarf anmelden (zuletzt knackte "Call of Duty" die 200 Gigabyte-Marke!), könnte sich dieser Umstand schnell und unschön bemerkbar machen - wenn man etwa gezwungen ist, Spiele von der Konsole wieder zu löschen, weil ein neuer Titel sonst keinen Platz hätte.

    Zudem kommt der Grafikchip der Series S auf lediglich 4 Teraflops Rechenleistung, während es die Series X 12 Teraflops schafft. Selbst die aktuelle Xbox One X bietet mit 6 Terafllops auf dem Papier mehr Performance. Zudem stehen nur 10 anstelle von 16 GB GDDR6 Speicher zur Verfügung, die obendrein deutlich langsamer getaktet sind.

    Aber wie und wo spiegelt sich das Leistungsdefizit des flachen "Kofferradios" mit dem großen schwarzen Lüfter wider? Während mit der Series X eine native 4K-Auflösung geboten wird, ist mit der Series S lediglich ein 4K-Upscaling möglich. Berechnet werden die Spiele mit maximal 1440p. Das Grafik-Downgrade zeigt sich auch bei der Abwärtskompatibilität: Xbox-One-Spiele lassen sich lediglich in 1080p-Aufösung abspielen, während die Xbox Series X diese ebenfalls auf 4K hochpolieren kann.

  6. Lässt sich der Speicherplatz der neuen Xbox-Konsolen erweitern?

    Bedenkt man, dass moderne Spiele wahre Speicherfresser sind, kommen die Series X und Series S schnell und ganz schnell an ihre Grenzen. Wer dann keine Games deinstallieren will, braucht eine Erweiterung. Microsoft setzt dabei auf eine gemeinsam mit Seagate entwickelte proprietäre Lösung in Form einer kleinen, schwarzgrauen Expansion Card. Diese wird über einen Schacht an der Rückseite per besonders schneller PCI Express 4.0-Schnittstelle mit der Konsole verbunden. Die Erweiterung um 1 Terabyte hat derzeit allerdings den stolzen Preis von rund 240 Euro. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass Microsoft und Dritthersteller zukünftig weitere Größen anbieten werden.

    Ergänzend ist der Einsatz externer Speichermedien mit mindestens USB-3.0-Standard möglich - etwa zur Archivierung von Titeln. Für den Spielbetrieb sollte jedoch der interne Speicher genutzt werden, bei optimierten Titeln ist das sogar Pflicht.

  7. Wie steht es um die Abwärtskompatibilität der Xbox Series X/S?

    Nahezu alle Spiele der Xbox One sollen auch auf der Xbox Series X/S laufen und von deren Leistung profizieren. Das gilt auch für Xbox-One-kompatible Titel früherer Konsolenmodelle wie der Xbox 360 und sogar der Original-Xbox. Im Umkehrschluss bedeutet das: Spiele der beiden ersten Modellreihen, die nicht auf der Xbox One liefen, werden wohl auch nicht auf der Series X/S funktionieren. Inkompatibel sind Spiele, die eine Kinect benötigen, denn die in die Jahre gekommene Kamerafunktion, die stets stiefmütterlich behandelt wurde, wird nicht mehr unterstützt.

  8. Wie viele Spiele gibt es zum Start der Konsolen?

    Bereits zum Start am 10. November bieten Xbox Series X und S das laut Microsoft größte Launch-Lineup der Xbox-Geschichte. Das liegt jedoch in erster Linie an der umfangreichen Abwärtskompatibilität, die alle erhältlichen Xbox-One-Titel mit Ausnahme der Kinect-Spiele abdeckt.

    Große Anziehungskraft verspricht sich Microsoft zudem von seinem Abo-Dienst "Xbox Game Pass", der für knapp 10 Euro im Monat Zugriff auf rund 200 Titel aus eigener und fremder Produktion bietet und zum Verkaufsstart der Xbox Series X/S um die Titel aus dem EA-Play-Katalog noch erweitert wird. Ein echter Joker im Konsolenrennen!

  9. Welche Exklusivtitel erscheinen zum Start der Series X/S?

    Exklusivspiele, die nur auf einer bestimmten Konsole spielbar sind, können die Kaufentscheidung massiv beeinflussen. Daher setzen sowohl Sony als auch Microsoft auf ein mehr oder weniger einzigartiges Portfolio. Während Microsoft bei der Xbox One diesen Aspekt ein wenig verschlafen hat, sollen nun 23 hauseigene Studios (auch die des jüngst für 7,5 Milliarden US-Dollar übernommenen Publishers Bethesda) unter dem Dach Xbox Game Studios für Exklusivität sorgen.

    Für die Xbox Series X/S erscheinen zum Launch acht Spiele, die es zumindest auf keiner anderen Konsole gibt: Rundenbasierte Action bietet "Gears Tactics". Zeitexklusiv erscheint das Asia-Mafiaspiel "Yakuza: Like A Dragon" (auf der PS5 erst im März 2021). Ebenfalls am Start: das Cyberpunk-RPG "The Ascent", das von den "Legend of Zelda"-Spielen inspirierte "Tunic" und das Musikspiel "The Artful Escape". Prominente Besetzung bietet die Zeitschleifen-Story "12 Minutes" mit Daisy Ridley und Willem Dafoe. "The Falconeer" schließlich macht den Spieler zum Reiter eines Kriegsvogels. Zugegeben, alles keine sogenannten System-Seller.

  10. Welche Spiele-Blockbuster sind noch für die Series X/S zu erwarten?

    Natürlich sind die Augen der Fangemeinde zunächst auf das Launch-Lineup gerichtet, doch folgen auch in den Wochen nach dem Konsolenstart weitere Spiele-Highlights. So erscheinen noch in der Vorweihnachtszeit die Next-Gen-Versionen von "Call of Duty: Black Ops - Cold War" (13. November), "Destiny 2: Beyond Light" (optimiert für Series X/S, ab 8. Dezember) und "Cyberpunk 2077" (10. Dezember).

    Erst 2021 erscheint mit "Halo Infinite" das Next-Gen-Debüt des Microsoft-Maskottchens Masterchief. Den neuesten Teil des Sci-Fi-Shooters beschreiben die Entwickler als "Soft Reboot" der Serie. Ebenfalls 2021 erwartet werden unter anderem "The Medium", "Hellblade 2", ein neues "Forza Motorsport", das Action-Adventure "The Gunk", die Horrorspiele "Scorn" und "Resident Evil: Village", "Der Herr der Ringe: Gollum" sowie das Action-RPG "The Ascent". Wann das neue "Fable" erscheint, ist indes noch völlig unklar.

  11. Welches Zubehör für die Xbox Series X/S gibt es?

    Keine Kinect, kein Virtual Reality - das Zubehör für die Xbox Series X/S ist eher funktional als aufregend. Wichtigstes Zubehör ist die Seagate-Expansion-Card mit 1 Terabyte Speicher für rund 240 Euro.

    Ebenfalls praktisch: das wiederaufladbare Akkuset für den Wireless Controller. Per USB-C-Kabel lädt dieses auch, wenn sich die Konsole im Standby-Modus befindet. Eine Alternative ist die Controller Gear Universal Xbox Pro Ladestation.

    Teuerstes Zubehör für die neue Xbox-Generation dürfte wohl ein neuer Fernseher sein, der 4K-fähig, 120 Hertz und HDR beherrscht.

  12. Braucht die Xbox Series X/S einen neuen Fernseher?

    Die Xbox Series X/S ist mit einem HDMI-2.1-Anschluss ausgestattet. Doch was tun, wenn der alte Fernseher den neuen Standard nicht unterstützt? Hier kann man Entwarnung geben: Die Xbox ist sozusagen abwärtskompatibel mit TVs, die noch nicht mit dem neuen Standard ausgerüstet sind und "nur" über einen herkömmlichen HDMI-Anschluss verfügen.

    Wer das Nonplusultra in Sachen Grafik erleben will, braucht allerdings HDMI-2.1 am Fernseher. Nur so entfalten Features wie Bildwiederholfrequenzen von bis zu 120 Hertz in 4K-Auflösung, Rayctracing und HDR-Effekte ihre volle Pracht.

  13. Sind die Xbox-One-Controller kompatibel mit der Series X/S?

    Gute Nachrichten für alle, die bereits einen oder mehrere Controller für die Xbox One haben. Für gesellige Daddelrunden auf der Couch muss nicht zwingend in neues Equipment investiert werden: Die Mitspieler können auch zu alten Xbox-One-Controller greifen, die mit der Xbox Series X/S verwendbar bleiben. Auch Xbox-One-Zusatzgeräte wie Lenkräder oder der Adaptive Controller sollen auch auf der neuen Generation funktionieren. Allerdings wird die Kinect-Kamera nicht mehr unterstützt.

    Wer dennoch einen neuen Xbox-Series-X/S-Controller anschaffen möchte, muss dafür rund 60 Euro bezahlen. Günstigere Angebote von Drittherstellern folgen in absehbarer Zeit.

  14. Wie fühlt sich der neue Xbox-Series-X/S-Controller an?

    Evolution statt Revolution: Optisch ergeben sich kaum Unterschiede, wenn man den neuen Controller der Xbox Series X/S mit dem Steuergerät der Xbox One vergleicht. Das Button-Layout und die Positionierung von Digikreuz und Analogsticks ist bekannt seit der ersten Generation der Konsole. Die äußere Form wurde nur minimal angepasst. Was die Ergonomie angeht, soll der Controller laut Microsoft für 98 Prozent aller Hände geeignet sein. Die aufgeraute Rückseite der Griffhörner soll den Grip erhöhen. Mit 540 Gramm ist der neue Controller etwas schwerer als der Vorgänger mit 460 Gramm. Die Trigger leisten etwas mehr Widerstand als beim Xbox One-Controller und sorgen für etwas feinfühligere Aktionen sorgen. Das Hybrid-Steuerkreuz soll das Steuern in diagonale Richtungen vereinfachen.

    Was die Funktionalität angeht, ist der neue Controller mit einem mittig platzierten Share-Button ausgestattet, um ohne Umwege direkt Inhalte in sozialen Medien zu teilen. Eine weitere Nuance, die auffällt: Das Steuerkreuz wurde in der Form etwas angepasst und ähnelt stärker dem Xbox One-Elite-Controller. Microsoft verspricht mit dem Series X-Controller zudem eine geringere Latenz, was im Spiel zu verbesserten Reaktionsgeschwindigkeiten führen kann. Betrieben wird der Controller mit zwei AA-Batterien oder einem Akku-Set, das via USB aufgeladen wird.

  15. Was ist die größte Stärke der Xbox Series X/S?

    Die größte Stärke der Next-Gen-Konsole Series X ist ihre Schnelligkeit. Das geht los beim schnellen Boot-Up. Nach wenigen Sekunden ist die Xbox Series X vollumfänglich betriebsbereit. Auch durchs neu strukturierte Dashboad schwebt man flüssiger denn je. Am wichtigsten vielleicht: Die verkürzten Ladezeiten scheinen dem Gamer jede Menge Wartezeit zu ersparen. Auch das Quick Resume-Feature macht seinem verheißungsvollen Namen alle Ehre: Es erlaubt, mehrere Spiele gleichzeitig laufen zu lassen und beliebig zwischen ihnen hin- und her zu switchen. Spieler steigen dann nach wenigen Sekunden an der Stelle ein, wo sie zuvor aufgehört hatten. Sogar nach einem Reboot oder dem Ausschalten der Konsole klappt das! Zumindest, solange es nicht zu viele Games sind - ab vier Titel im Zwischenspeicher kommt das System an Grenzen.

    Und natürlich ist das, was auf den entsprechenden Bildschirm geboten wird, eine optische Wucht. Und tatsächlich schwer zu beschreiben oder in Youtube-Videos zu zeigen. HDR, die schnelle Bildwiederholungsrate - das muss man live gesehen haben. Und möchte es dann nicht mehr missen.

  16. Was ist die größte Schwäche der Xbox Series X/S?

    Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Das ist die gute Nachricht, denn in Sachen Design dachten sich die Entwickler wohl: Keep it simple. Besonders originell wirkt die nüchterne Formensprache des viereinhalb Kilo schweren Series-X-Klotzes. Böse Zungen verglichen die Optik der Series X mit einem Kühlschrank - der als PR-Gag von Microsoft dann auch gebaut wurde!.

    Dass sich die Konsole sowohl stehend als auch liegend positionieren lässt, ist zwar ein Pluspunkt, doch fällt in der Horizontalen der runde Standfuß unangenehm als Schönheitsfleck auf. Abnehmen lässt er sich nicht. Immerhin: Durch den grünen Farb-Effekt (keine LEDs) der Lüftungslöcher auf der Oberseite zeigt sich die Series X bei vertikalem Stand von ihrer schönsten Seite. Ein weiteres kleines Manko: Die matte Oberfläche verleiht dem Design zwar den Charme eines edlen Monolithen, ist aber auch ein Magnet für Fingerabdrücke.

    Ein weiterer Kritikpunkt an der Xbox Series X - oder vielmehr an der Hardware-Politik von Microsoft: Während Sony es für die PlayStation 5 den Spielern überlassen wird, welche Speichererweiterung sie gegebenenfalls wählen, beschränkt Microsoft die User bislang auf ein konkretes Modell von Seagate.

    Die Series S wirkt - halb so schlank wie die Series X - eher wie ein weißes Kofferradio mit dominant schwarzem Lüfter. Ihre Schwachstelle ist allerdings nicht das Design, sondern das eklatant niedrigere Leistungsniveau. Sie richtet sich mit einem günstigen Preis an all jene, die keinen 4K-Fernseher besitzen - und nur gelegentlich spielen. Gut möglich auch, dass Microsoft sie als Basis für künftige Games-Streaming-Dienste nutzen möchte. Die 200 Euro Aufpreis wären jedoch gut investiert. Die X ist zukunftssicherer und hat jede Menge Luft nach oben.

  17. Welche Anschlüsse hat die Xbox Series X?

    Neben einem HDMI-Anschluss bietet die Xbox Series X zwei USB-3.0-Anschlüsse. Dazu gibt es selbstredend einen Stromanschluss, eine Ethernet-Verbindung und rückseitig ein Speicherkarten-Slot für 1 TB mehr Platz. Hinzu kommt ein USB-A-Port an der Vorderseite.

    Vergeblich sucht man indes den optischen Audio-Port, den die Xbox One noch bot. Die Begründung von Microsoft: Ein S/PDIF-Anschluss würde nur von einem Bruchteil der User genutzt. Aber auch eine USB-C-Schnittstelle, die die nächsten Jahre dominieren wird, fehlt.

  18. Wie sieht das Dashboard aus?

    Das Dashboard der neuen Konsolengeneration entspricht erstmal dem, das nach dem jüngsten Update bereits von der Xbox One bekannt ist. Allerdings sorgt die Kombination aus Velocity Architecture und SSD-Speicher dafür, dass sich das Navigieren durch die Menüs der Benutzeroberfläche sich flotter und responsiver anfühlt denn je. Auch die Funktionalität soll einen Mehrwert bieten, beispielsweise mit Individualisierungsmöglichkeiten wie dynamischen Hintergründen oder der graduellen Einstellung der Transparenz der Kacheln.

    Die Hauptkategorien neben der Startseite (mit Punkten wie Eigene Spiele und Apps, zuletzt verwendete Apps und Spiele): Game Pass, Store, Unterhaltung, Events, Community, Pins. Die Anordnung dieser Kategorien kann man nach Gusto umstellen. Oft genutzte Apps oder Spiele lassen sich markieren und finden sich dann übersichtlich in der Kategorie Pins. Andere Menü-Punkte wie die Systemeinstellungen, Quick Resume, Freunde und Nachrichtenliste steuert man direkt per Guide Button an.

    Unter "Erweiterte Einstellungen" lässt sich unter anderem die 120-Hz-Anzeige aktivieren (einen entsprechenden Fernseher vorausgesetzt) und man kann diverse Tonformate auswählen. Die Einstellung "Heimkonsole" erlaubt es anderen Familienmitgliedern zu spielen, ohne sich erneut anmelden zu müssen.

Welche Launch-Spiele sind für Xbox Series X/S optimiert?

Spiele mit dem Logo "Optimiert für Xbox Series X" sollen die volle Leistungsfähigkeit der neuen Generation demonstrieren. Dazu gehören echte 4K-Auflösung, Bildwiederholungsraten von bis zu 120 Bildern pro Sekunde, Raytracing und verschwindend geringe Ladezeiten. Zum Launch-Lineup zählen 30 Titel, die direkt zum Release für die neue Konsolengeneration optimiert sind. 20 der 30 optimierten Titel unterstützen zudem Smart Delivery. Spiele, die man ursprünglich für die Xbox One gekauft hat, sind auch auf der Xbox Series X/S lauffähig und werden automatisch auf die bestmögliche Version für die neue Konsole aktualisiert. Wer das Spiel bereits für die Xbox One gekauft hat, muss also nicht nochmal Geld in die Hand nehmen. Sogar den letzten Spielstand der Xbox One übernimmt man.

Optimierte Launch-Spiele:

  1. Assassin's Creed Valhalla (Smart Delivery)

  2. Borderlands 3 (Smart Delivery)

  3. Bright Memory 1.0

  4. Cuisine Royale (Smart Delivery)

  5. Dead by Daylight (Xbox Game Pass + Smart Delivery)

  6. Devil May Cry 5: Special Edition

  7. DIRT 5 (Smart Delivery)

  8. Enlisted

  9. Evergate

  10. The Falconeer (Smart Delivery)

  11. Fortnite

  12. Forza Horizon 4 (Xbox Game Pass + Smart Delivery)

  13. Gears 5 (Xbox Game Pass + Smart Delivery)

  14. Gears Tactics (Xbox Game Pass + Smart Delivery)

  15. Grounded (Xbox Game Pass + Smart Delivery)

  16. King Oddball (Smart Delivery)

  17. Maneater (Smart Delivery)

  18. Manifold Garden (Smart Delivery)

  19. NBA 2K21

  20. Observer: System Redux

  21. Ori and the Will of the Wisps (Xbox Game Pass + Smart Delivery)

  22. Planet Coaster (Smart Delivery)

  23. Sea of Thieves (Xbox Game Pass + Smart Delivery)

  24. Tetris Effect: Connected (Xbox Game Pass + Smart Delivery)

  25. The Touryst (Xbox Game Pass + Smart Delivery)

  26. War Thunder (Smart Delivery)

  27. Warhammer: Chaosbane Slayer Edition

  28. Watch Dogs: Legion (Smart Delivery)

  29. WRC 9 FIA World Rally Championship (Smart Delivery)

  30. Yakuza: Like a Dragon (Smart Delivery)

  31. Yes, Your Grace (Smart Delivery)



Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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