Riesen-Wirbel um Andreas Gabalier

Der österreichische Sänger Andreas Gabalier erhält den
Karl-Valentin-Orden der Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla.
Zahlreiche Münchner kritisieren nun die Auswahl.
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Der österreichische Sänger Andreas Gabalier erhält den Karl-Valentin-Orden der Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla. Zahlreiche Münchner kritisieren nun die Auswahl.

© Getty Images / Matthias Rietschel

In wenigen Tagen wird Andreas Gabalier der Karl-Valentin-Orden verliehen. Damit sind einige Münchner gar nicht einverstanden ...

Am kommenden Samstag ist es so weit: Andreas Gabalier reiht sich ein in eine illustre Reihe mit Michael "Bully" Herbig, den Münchner "Tatort"-Kommissaren Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl sowie Showmaster-Legende Thomas Gottschalk. Der 34-jährige Sänger aus Österreich wird mit dem Karl-Valentin-Orden ausgezeichnet. Allerdings hält nicht jeder den "Volks-Rock'n'Roller" für einen geeigneten Preisträger.

Viele namhafte Münchner kritisieren die Auswahl der Faschingsgesellschaft Narhalla. Der einstige Münchner Oberbürgermeister Christian Ude verurteilte in der "tz" die Auszeichnung Gabaliers aufs Schärfste. Der Narrhalla sei ein "schockierender Fehlgriff gelungen". Der Nachlassverwalter der Familie Valentins, Gunter Fette, wurde in seiner Kritik konkreter: "Es ist nicht hinzunehmen, dass Gabalier mit seinem offenkundigen Spiel mit faschistischen Symbolen, seiner Frauenfeindlichkeit und seiner Homophobie mit dem Namen Karl Valentins in Verbindung gebracht wird." Auch die Direktorin des Valentin-Karlstadt-Museums, Sabine Rinberger, und Alfons Schweiggert von der Karl-Valentin-Gesellschaft protestierten.

Narhalla will Gabalier trotzdem auszeichnen

Trotz der Kritik will die Narrhalla an der Auszeichnung Gabaliers festhalten. Günter Malescha, der Vize der Faschingsgesellschaft, widersprach gegenüber der "tz" den Vorbehalten, Gabalier sei rechter Gesinnung: "Schaut man genauer hin, ist das nicht haltbar. Auch dass er frauenfeindlich sein soll, ist Unsinn. 80.000 Mädels in einem Stadion irren sich sicher nicht."

Die Narrhalla hatte Gabalier für den Karl-Valentin-Orden nominiert, weil sie Parallelen zwischen dem "selbsternannten Volks-Rock'n'Roller" Gabalier und Karl Valentin, "der sich zeitlebens als Volkssänger sah", ausmachte. Außerdem lobten sie ausdrücklich den Gabalier-Song "A Meinung haben", den sie als "Loblied auf das Andersdenken, auf Menschen, die ihr politikverdrossenes Schweigen brechen und hinter ihrer Meinung stehen" bezeichneten. Die Narrhalla sieht in dem Lied eine Anknüpfung an das berühmte Zitat von Karl Valentin: "Fremd ist der Fremde nur in der Fremde".

Quelle: teleschau - der mediendienst GmbH
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