So machen die Sozialen Medien süchtig

Facebook, Instagram, Snapchat: Längst bestimmen die Sozialen
Medien unseren Alltag. Die WDR-Doku "Wie uns soziale Medien
abhängig machen" (Mittwoch, 16. Januar, 22.10 Uhr) offenbart die
Gefahren und das Kalkül der Unternehmen.
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Facebook, Instagram, Snapchat: Längst bestimmen die Sozialen Medien unseren Alltag. Die WDR-Doku "Wie uns soziale Medien abhängig machen" (Mittwoch, 16. Januar, 22.10 Uhr) offenbart die Gefahren und das Kalkül der Unternehmen.

© Getty Images / Carl Court
15.01.2019 - 12:36 Uhr

Facebook, Instagram, Snapchat: Längst bestimmen die Sozialen Medien unseren Alltag. Eine neue WDR-Doku offenbart die Gefahren dahinter und das Kalkül der Unternehmen.

Das Erste, was sie am Morgen tut: alle Nachrichten checken! Sie wolle nichts verpassen. So beschreibt eine Kölner Schülerin in der WDR-Dokumentation "Wie uns Soziale Medien abhängig machen" (Mittwoch, 16. Januar, 22.10 Uhr) ihre Social-Media-Nutzung. Die Angst, etwas zu verpassen, ist besonders bei Jugendlichen groß. Soziale Medien haben bei ihnen teilweise die klassischen Nachrichtenkanäle ersetzt.

Für die Big Player wie Facebook ist es ein Glücksgriff. Längst haben sie Teams aus mehreren tausend Mitarbeitern abgestellt, um in Echtzeit jedes Tippen, Wischen und Klicken ihrer Nutzer zu analysieren. Wie der "Schlüssel zur Abhängigkeit" funktioniert, daran haben einst auch Menschen wie der App-Designer Aza Reskin gearbeitet. In der 45-minütigen Doku gibt er als Whistleblower nun alarmierende Details weiter. "Wir befinden uns im größten Verhaltensexperiment, das es je gab", so der Softwareentwickler. Von der Farbauswahl bis zur Gestaltung des Like-Buttons - alles werde ständig nachgebessert, mit dem Ziel, beim Nutzer die größtmögliche Abhängigkeit zu erzielen. Es sei so, also würden die Entwickler "Kokain nehmen und über dein ganzes Display streuen".

Dass der Vergleich mit der Droge nicht mal so weit hergeholt ist, beweisen Erkenntnisse des Forschers Ulrich Kemper, die in der Dokumentation im WDR-Fernsehen ebenfalls zur Sprache kommen. Demnach spricht die Social-Media-Nutzung das gleiche Areal im Gehirn an, wie es beim Kokain-Konsum der Fall ist. Süchtig zu machen, ist aber nur ein Teil des Geschäftsmodells sozialer Medien, wie der Ex-Facebook Mitarbeiter Sandy Parakilas im Film bestätigt. Ziel sei es, "so viel Lebenszeit wie möglich aufzusaugen" und die Aufmerksamkeit der User dann zu verkaufen - etwa an die Werbeindustrie.

Beunruhigend zeichnet der neue Teil der WDR-Reihe "Die Story" ein Porträt einer Abhängigkeit, die schon bald zur Volkskrankheit Nummer Eins werden könnte. Aufrüttelnd sind vor allem die Einblicke der Whistleblower in die perfiden Mechanismen von Facebook und Co. Ob der Film von Dirk Bitzer und Fabian Nast mehr ist als eine Warnung ist, die im Wust des Nachrichtenüberflusses der sozialen Medien untergeht, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Quelle: teleschau - der mediendienst GmbH
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