TV total extrem: Mit diesem Stunt schreibt Charlotte Roche Fernsehgeschichte

Mit einem Stunt schrieb Charlotte Roche wohl TV-Geschichte.
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Mit einem Stunt schrieb Charlotte Roche wohl TV-Geschichte.

© ProSieben

Dass Charlotte Roche seltsamen "Körperexperimenten" nicht abgeneigt ist, weiß man seit ihrem Bestseller "Feuchtgebiete". Bei der ProSieben-Show "Joko gegen Klaas" lieferte sie nun eine der krassesten Mutproben, die jemals im TV zu sehen waren. Joko Winterscheidt sprach sogar davon, dass man die Sendung nun wohl beenden könne.

Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf haben bei ihrem "Duell gegen die Welt" schon einige Mutproben zumindest angenommen, bei denen der Zuschauer nur den Kopf schütteln konnte. Heufer-Umlauf beispielsweise ließ sich schon mehr oder weniger in die Luft sprengen oder stürzte sich nur in einem windigen Schlauchboot sitzend einen tosenden Wasserfall hinunter. Winterscheidt hing nur an Luftballons in schwindelerregender Höhe oder naschte von einem Honig, der ihn ins halluzinogene Nirvana katapultierte. Aber das, was Charlotte Roche nun in einer neuen Ausgabe von "Joko gegen Klaas" geliefert hat, ließ sogar die beiden Haudegen erblassen. Vor Neid. Mehr aber noch vor Fassungslosigkeit. Winterscheidt sagte nach der wohl heftigsten Mutprobe aller TV-Zeiten: "Wir könnten die Sendung nach diesem Film beenden. Es kann nicht mehr krasser werden."

Um diesen Wahnsinn ging es bei der Moderatorin und "Feuchtgebiete"-Autorin: Sie sollte einen Bungee-Sprung von einer Eisenbahnbrücke bei Moskau in Russland wagen. Der Haken - und das im wahrsten Sinne des Wortes - allerdings: Das Bungee-Seil wäre nicht wie üblich an einem Gurt, sondern direkt an Roches eigenem Körper befestigt. Konkret: Sie müsste sich vorab vier Bolzen durch das eigene Rückenfleisch piercen lassen, an denen wiederum Titan-Haken angebracht wären. Würde sie diesen Irrsinn überhaupt wagen? Roche ließ ja schon länger gerne wissen: "Für mich ist es immer wichtig zu zeigen, dass Frauen dicke Eier in der Hose haben."

Vergleichbare Eier hatte Winterscheidt in einer früheren Ausgabe von "Joko gegen Klaas" übrigens nicht. In einer Sendung von 2015 stand er vor der Aufgabe, mit dem irren Bungee-Russen Stanislav sich in die Tiefe zu stürzen. Das damals allerdings nur in der Tandem-Variante. Stanislav hatte die Titan-Haken im eigenen Rücken. Winterscheidt verweigerte die Mutprobe damals dennoch. Nun sollte Roche die Haken unter die Haut gerammt bekommen. Und dann freilich springen.

Titan-Haken in zarter Haut

"Das ist mir viel zu krass. Wie soll das gehen?", sagte Roche spontan, als sie von der irren Aufgabe erfuhr. Sie sorgte sich darum, dass es ihr bei dem Sprung den ganzen Rücken "zerfetzen" würde. Doch dann pochte ihr Kämpferherz. Nach einigen Selbstversuchen, bei denen ihr ein Crew-Mitglied eine Gabel in den Rücken stach oder vier Mann sie nur an der Rückenhaut in die Luft gehoben hatten, willigte sie ein: "F..k it, ich mache den Sprung."

Wiederum dieser aus der früheren Sendung bekannte irre Bungee-Russe Stanislav war es, der Roche vor der Haken-OP noch Mut zuredete: "Der schlimmste Teil ist der, bei dem du die Haken in den Rücken bekommst." Roche auf dem Bauch liegend verzog das Gesicht, als sich medizinischer Edelstahl durch ihre Haut bohrte. Sie atmete wie bei Wehen, wenn Drillinge sich ankündigen. Roche sagte daraufhin: "Es war ein richtiger Schmerzschock, Wahnsinn, wie weh das getan hat."

Das Schlimmste, wie Stanislav vorab meinte, also vorbei? Von wegen! Roche stand oben auf der Brücke. Aus ihrem Rücken heraus blitzten vier Titan-Haken. Ihre rot flimmernde Haut war bis zum Zerbersten gespannt. Stanislav befestigte weiteres Material und das Bungee-Seil, das nur noch von der Haut einer zierlichen 41-Jährigen getragen werden sollte - bei einem Sturz von einer Eisenbahnbrücke.

Und sie sprang wirklich

Spätestens jetzt hätte jeder Roche einen Rückzieher verziehen. Nein, sogar mehr als verstanden. Doch Stanislav zählt den Countdown. "Go" lautete sein letztes Kommando. Und Roche machte den Schritt. Sie fiel hinab in die Tiefe. Der Sturz dauerte nur wenige Momente. Und dann kam das Ratsch! Nur die Haut von Charlotte Roche fing einen gewaltigen Abflug ab. Sie müsste doch reißen. Tat sie aber nicht, Sie war "nur" bis zum schier Unerträglichen gespannt.

Als die 41-Jährige in der Live-Sendung unter gewaltigem Applaus schwerst beeindruckter Studio-Gäste saß und über ihren Sprung berichtete, sagte sie über den entscheidenden Moment: "Das Gefühl beim ersten Ratscher beim Sprung war, als würdest du zehn Kinder gleichzeitig bekommen - aus dem Rücken heraus!"

Waren da noch andere?

Schade in dem ganzen Wahnsinn um Charlotte Roche blieb, dass auch andere Promis verrückte Mutproben zu meistern hatten. Max Giesinger beispielsweise! Er sollte seinen Hit "80 Millionen" singen. Das allerdings auf einem Schiff. Vor den Azoren im Atlantik. Dort schleuderten fünf Meter hohe Wellen nicht nur einen kleinen Kutter wild umher. Bei dem Sänger und einer gesamten Filmcrew ging es ans Eingemachte. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Giesinger wurde seekrank, alle wurden seekrank. Giesinger "spuckte" mehr seinen Hit, als dass er ihn sang. Der Film wurde zu einem Schauspiel des Unappetitlichen. Giesinger: "Ich habe so krass gekotzt, dass ich es geschafft habe, eine Kotztüte kaputt zu kotzen." Die Zwillinge Bill und Tom Kaulitz wurden in einem Glaskasten inmitten eines Wildparks in Südafrika zwischen Löwen abgeladen. Und Paul Janke musste in "Nollywood" als vermeintlicher deutscher Superstar einen ganzen Film binnen weniger Stunden drehen.

Am Ende einer langen wie denkwürdigen Sendung bis nach Mitternacht wurde noch ein Sieger gekürt. Nein. Charlotte Roche war es nicht, sie trat ja nur für ein Team an. Neuer "Weltmeister" des ProSieben-Formats ist nun aktuell Klaas Heufer-Umlauf.

Quelle: teleschau - der mediendienst GmbH
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