Welke greift Asylpolitik an: "Mit deutschen Waffen neue Flüchtlinge schaffen!"

"EUschi hat Bescheid gewusst!", mahnte Oliver Welke in der
"heute-show" (ZDF) zu den Missständen in den griechischen
Flüchtlingslagern.
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"EUschi hat Bescheid gewusst!", mahnte Oliver Welke in der "heute-show" (ZDF) zu den Missständen in den griechischen Flüchtlingslagern.

© ZDF

Die Dummheit des US-Präsidenten und seiner Fans, Preis-Tricks der Stromanbieter, Verschwörungstheorien. Solche Probleme behandelt die "heute-show" (ZDF) mit links. Beim EU-Versagen in der Flüchtlingspolitik holte sich Oliver Welke allerdings Beistand von ganz oben - im Gspräch mit "Frau Gott"!

Weil "ich die Markenrechte an dem ganzen Christenbums" habe, entzieht Frau Gott (Christine Prayon) der CDU den Buchstaben C. So einfach ist das. Denn Frau Gott ist sauer. Das merkte Moderator Oliver Welke in der "heute-show" (ZDF) schnell. "Die Merkel labert eiskalt von 'Fluchtursachen vor Ort bekämpfen', während ihre GroKo immer mehr Rüstungsgüter exportiert." Das heiße "mit deutschen Waffen neue Flüchtlinge schaffen" und sei eine "geile Pointe".

Es war nicht die einzige bitterböse Witzspitze bezüglich der deutschen und der EU-Politik im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise. Deutschlands Innenminister Horst Seehofer habe lange gebraucht, sich für die Humanität und dazu zu entscheiden, 1.553 anerkannte Asylbewerber ("Das klingt wenig, heißt aber, dass das aber immer noch 1.553 mehr sind, als der Rest von Europa holt") aus Griechenland zu holen.

Welke prangerte an, dass die EU angesichts der Zustände in Griechenland blind sei. "Die EU guckt weg, sogar wenn auf verzweifelte Menschen mit Tränengas geschossen wird." Auch, wenn sich dort 160 Menschen ein Dixie-Klo und Tausende einen Wasserhahn teilen müssten - sofern das Wasser nicht sowieso abgestellt sei.

Mahnung an von der Leyen: "EUschi mach kein Quatsch!"

Niemand wolle eine unkontrollierte Zuanderung wie 2015, aber "eine gewisse Restempathie kann man sich ruhig bewahren". Für die EU stellte Welke fest: "Fünf Jahre nach 2015 gibt es immer noch keine europäische Asylpolitik. In dieser Europäischen Union gilt nur noch: Jeder für sich, außer es gibt frisches Geld zu verteilen. Wir sind so weit von einer Wertegemeinschaft entfernt, da können sogar die Briten wieder mitmachen."

Kein Wunder, dass das Zwischenzeugnis nach knapp neunmonatiger Amtszeit für EU-Kommissions-Präsidentin Ursula ("EUschi") von der Leyen ("Sie hat seit Monaten von dem Elend in Griechenland gewusst.") Luft nach oben zeige. Aber immerhin: "Besondere Stärken zeigte sie in den Bereichen 'Vor Flugzeugen stehen' und 'Im Hubschrauber über Flüchtlingslager fliegen'." "EUschi mach kein Quatsch" lautete die im Bild eingeblendete Unterschrift.

"Niederschmetternd", aber: "Donald Trump gewinnt die Wahl!"

Die Caption unter einem Donald-Trump-Bild war noch böser: "James Bond jagt Dr. No-Brain". Denn Trump sei "wie der dümmste Bond-Bösewicht". Er verhöhne seine Wissenschaftler in Sachen Klimawandel ("Es wird anfangen, kühler zu werden"), stelle absurde Theorien im Zusammenhang mit den Waldbränden auf ("Trockene Bäume explodieren leicht") und führe sein Volk hinters Licht - mit tödlichen Auswirkungen und in aller Öffentlichkeit: Trump sagte im offiziellen Interview, dass er die Corona-Bedrohung "immer heruntergespielt" habe und: "Ich mag es immer noch, sie herunterzuspielen." Hunderttausende Amerikaner, so Welke, hätten gerettet werden können, hätte Trumps Regierung rechtzeitig gehandelt.

Aber all das werde Trumps Sieg nicht behindern, wie Welke in der "ersten offiziellen Prognose" zur US-Wahl im November darlegte. "Donald Trump gewinnt die Wahl! Denn er hat sich durch konsequentes Lügen eine eigene Realität geschaffen. Und seine Fans glauben alles. Denen ist jeder Skandal egal. Denen ist alles wumpe. Weder die Wahl noch Armee oder Polizei bringen ihn jemals aus dem Oval Office raus."

Die QAnon-Bewunderer haben "die Vernunft überwunden"

Zu den größten Unterstützern Trumps zählen die Anhänger der QAnon-Bewegung. Danach quälen millionschwere Eliten rund um den "Obama-Clinton-Clan" Kinder in unterirdischen Verliesen, um aus ihren Zirbeldrüsen Adrenochrom zu gewinnen, um dieses das Stoffwechselprodukt für sich als Wunderdroge zu nutzen. Wer kann so was nur ernsthaft glauben?

Das wusste der "renommierte Verschwörungstheorietheoretiker Olaf Schubert" trefflich zu erläutern: "Klar klingt das erst mal drollig. Aber, naja, mit der Religion ist es ja das Gleiche. Ich meine, 'Die Frau wurde geschaffen aus meiner Rippe' - das könnte auch von Pippi Langstrumpf sein."

Ob das alles nur Bekloppte seien, wollte Welke wissen, aber Schubert differenzierte: "Es gibt die Bekloppten, die Bescheuerten und die total Verstrahlten." Die seien aber nicht alle doof, sondern hätten "die Vernunft überwunden. Die haben sich von den herkömmlichen Informationsquellen abgekapselt und befruchten sich selbst. Wie ein Schwanz, der sich ins Gesicht beißt."

Versteckte Tricks: "Beim Porno guck ich auch nicht den Abspann!"

In den Hintern dürften sich all jene beißen, die feststellten, dass die Strompreise (bei 85 Prozent aller Anbieter) gestiegen sind - und das, obwohl aufgrund des Lockdowns viel weniger Strom verbraucht wurde und der Preis an der Strombörse um 30 Prozent fiel. Aber so einfach ist die Rechnung nicht, denn, so stellte Welke fest: "Das ist in Deutschland wohl ein Naturgesetz: Der Strompreis kennt nur eine Richtung." Aufwärts.

Das sei so einfach, weil man "in der BRD Preise erhöht, wenn man Bock drauf hat" und Preiserhöhungen auch kein Problem seien, wenn man sie "den Idio... Verbrauchern" plausibel mache. Oder mit Tricks unterjuble. Entweder mit dubiosen Prämien oder mit versteckten Preiserhöhungen auf Seite zwei des Schreibens. Denn: Wer liest schon Seite zwei vom Brief? "Beim Porno guck ich ja auch nicht den Abspann."

Hassknecht hasst "Cancel Culture" - und Rosamunde Pilcher

Weitere Themen in der Show waren die "subtile Medienkritik mit Gernot Hassknecht" in der sich der Zeterer (Hans-Joachim Heist) mit der "Cancel Culture", dem Trend zur freiwilligen wie unnötigen Zensur in Sachen Satire beschäftigte. Das Podcasts kritisiert, Satiriker ausgeladen und Videos gelöscht würden sei "eine verlogene Sch...e". Überdies würde er, Hassknecht, "die heute-show privat auck kacke" finden, aber er müsse ja von was leben, wenn "einen die Ar...löcher von Roamunde Pilcher nie buchen, weil man angeblich zu klein ist."

Zum Ausklang wurde noch ein aussichtsloser Kampf geführt. Außenreporter Fabian Köster tat wirklich alles, um nach dem Lockdown den "Jeckdown" zu verhindern. Aber der Karneval 2020/21 ist so gut wie abgesagt. Da half auch die Recherche bei SPD-Gsundheitsexperte Karl Lauterbach nichts. "Wie viel Liter Bier töten das Virus ab?", fragte Köster. Die Expertenantwort: "Sechs Liter vielleicht. Aber dann stirbt der Mensch wohl mit."

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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