"Wer wird Millionär?"-Team rebelliert gegen Moderator Günther Jauch: "Wenn Sie so weitermachen ..."

Kandidat Erik Asmus (rechts) amüsiert sich über die Nachricht
des Teams an Günther Jauch. Der Moderator war den Kollegen zu weit
gegangen!
Bild 1 von 10

Kandidat Erik Asmus (rechts) amüsiert sich über die Nachricht des Teams an Günther Jauch. Der Moderator war den Kollegen zu weit gegangen!

© TVNOW / Frank Hempel

Die Montagsfolge von "Wer wird Millionär?" sollte mutige Kandidaten belohnen. Der Moderator selbst war sogar übermütig. Seine frechen Bemerkungen über das Team im Hintergrund gingen den Kollegen zu weit!

Eigentlich sollten beim "Wer wird Millionär?"-Zockerspecial die Kandidaten hoch pokern, doch es war Moderator Günther Jauch, der fast zu weit ging. Er streute lange abstruse Gerüchte über sein Team hinter den Kulissen, bis die Kollegen drohten: "Wir kommen gleich raus, wenn Sie so weitermachen!" Alles begann mit einer harmlosen Frage des sympathischen Kandidaten Erik Asmus. Doch der Reihe nach ...

Wie in jeder Folge von "Wer wird Millionär?" durften die Kandidaten auch beim Zocker-Special einen Lieblingsmenschen mitnehmen, der als Zaungast mentale Unterstützung spenden sollte. Bei der Gelegenheit machten schon so manche Paare sich gegenseitig Liebeserklärungen. Diesmal aber sang ein Kandidat eine Hymne auf die Freundschaft. Und die war so herzerwärmend, dass jedes Liebespaar vor Neid erblasst sein dürfte. Von Jauch nach seiner Begleitung befragt, erwiderte Erik Asmus mit strahlendem Lächeln: "Das ist Anton, mein allerallerbester Freund auf dieser Welt." Er könne sich "an keinen einzigen Tag erinnern, an den ich ihn noch nicht kannte".

Der 21-Jährige Berliner ist Medizinstudent im dritten Semester. Die ersten Fragen meisterte er ohne zu zögern. Bei der 500-Euro-Frage amüsierte er sich prächtig: "Wenn ein Engländer unter Drogeneinfluss seine Ablehnung kundtut, sagt er sozusagen ...?" Zur Wahl standen: tonie "marshall", deejay "ötzi", robearto "blanco" oder high "no". Letzteres war richtig. Ein typisches Beispiel für die ebenso amüsanten wie querdenkerischen Wortspiele, die den Charme der Sendung ausmachen.

"Ist es eigentlich möglich, die Leute mal kennenzulernen, die diese Fragen schreiben?", wünschte sich der Kandidat. Es war als Kompliment gemeint. "Nein", erstickte Jauch diese Hoffnung im Keim. Dann plauderte er vermeintlich aus dem Nähkästchen. Eigentlich aber dachte sich der Moderator in Echtzeit Absurditäten aus: "Wir halten sie seit vielen Jahren gefangen, das weiß niemand", setzte er an. Die Leute hinter den Kulissen würden, so Jauch, in Ketten gehalten, an denen sie sich allerdings bewegen dürften. "Die sitzen vor Bildschirmen mit kleinen Scrabble-Buchstaben, wo sie die Dinge Tag und Nacht zusammensetzen können und werden großzügig mit Drogen versorgt."

Günther Jauch amüsierte sich prächtig über seine wirren Tagträume. Sein Team offenbar weniger. Jauch blickte überrascht auf den Bildschirm. Er hatte eine Textbotschaft von den Kollegen erhalten. "Kommen Sie mal rum und lesen Sie vor, was hier steht", bat er den Kandidaten. Auf dem Display stand: "Wir kommen gleich raus, wenn Sie so weitermachen!" Diesmal war es das Publikum, was sich amüsierte. Es blieb bei einer leeren Drohung. Schade eigentlich, die Ghostwriter der Quizshow hätten sicher viele Zuschauer gern mal kennengelernt.

Vom Förderschüler zum Doktortitel

Es handelte sich am Montag zwar um das Zocker-Special, doch der junge Mann nahm die Situation so bemerkenswert gelassen, dass Jauch ihn auf diese Lässigkeit ansprach. "Ich muss dazu sagen, ich bin nur aus Scherz hier angereist", bekannte Erik Asmus. Er erklärte, dass er es "total surreal" fand, dass die Redaktion ihn anrief. "Sie müssen sich doch beworben haben?!", wunderte sich der Moderator. Nein. Das hatte seine Tante für ihn erledigt. Der Grund war noch skurriler: "Weil ich ihr an Weihnachten mal zu sehr geklugscheißt habe", so Asmus. "Da hat sie gesagt: Geh zu jemandem, den das interessiert!" Eine derart lockere Zockerlaune machte dem Namen des Specials alle Ehre. Die Risikofreude wurde belohnt. Bald stand Asmus vor der 16.000-Euro-Frage. Erst ab dieser dürfen Kandidaten im Zocker-Special den ersten Joker benutzen, ohne als Strafe alle anderen Joker zu verlieren.

Mut zur Lücke hatte der 21-Jährige bereits in der Grundschule bewiesen, wusste Jauch: "Dieser Mann konnte in der dritten Klasse noch nicht lesen und schreiben", verriet der Moderator. Er habe nicht eingesehen, wofür er das brauchen würde, bekannte Erik Asmus. Deshalb musste er am Ende der zweiten Klasse in eine "Spezialschule". Es war ihm offenbar unangenehm, den Namen zu nennen, daher übernahm Jauch das ungefragt für ihn: "eine Förderschule." Dort habe man ihm in einer kleinen Gruppe und mit "unfassbar viel Geduld" auf die Sprünge geholfen, berichtete Asmus. Besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Asmus für das Medizinstudium einen Abi-Schnitt von 1,0 brauchte!

Das Leben schreibt die besten Geschichten

Jauch sagte, in vielen Familien würde über die Förderschule diskutiert. "Für diejenigen, die verzweifeln und denken: 'Jetzt muss er oder sie auf die Förderschule, und das wird überhaupt nichts mehr' - so kann es am Ende laufen", meinte der Moderator. In der Sendung war kein Ende abzusehen: Nachdem er zu Beginn munter gezockt hatte, dämmerte dem Medizinstudent nach der 16.000-Euro-Frage, was hier alles drin war, und er wählte Antworten und Joker plötzlich mit Bedacht. Vor der 125.00-Euro-Frage war dann Schluss. Allerdings nur, weil die Sendung durch den Tröten-Klang abrupt beendet wurde. Schon am Donnerstag, 19. Dezember, 20.15 Uhr, geht es für Erik Asmus weiter.

Vor ihm hatte schon ein anderer Zocker die Zuschauer bestens unterhalten: Falko Schulze, 34 Jahre alt und aus Hanau in Hessen. Der Lehrer für Chemie und Physik bekannte sich dazu, verpeilt zu sein. Was seine Partnerin im Publikum gern bestätigte. Man erkannte diese Charaktereigenschaft unter anderem daran, dass er mit leerem Portemonnaie angereist war. Was er erst an der Schranke vor dem Studioparkplatz bemerkt hatte. "Das Weihnachtsfest verbringen Sie trotzdem zusammen?", wollte Jauch wissen. "Mal gucken", erwiderte die Freundin frostig. Die Gefühlsbekundungen des Kandidaten Erik Asmus an seinen Begleiter klangen da deutlich leidenschaftlicher. Das Geld für den Parkplatz holte Schulze locker rein: Er ging mit 125.00 Euro.

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
Top-Themen
Die britische TV-Moderatorin Caroline Flack, die einst mit Prinz Harry liiert gewesen sein soll, ist im Alter von 40 ...mehr
Bisher hat Helene Fischer nur zwei Konzerte für 2020 angekündigt. Ein Veranstalter hat nun verraten, was die ...mehr
In Rust wurde die Miss Germany 2020 gewählt: Den Titel sicherte sich am Ende Leonie von Hase. Die 35-Jährige kommt ...mehr
Anzeige