"Wie ein Zugunglück": "Supertalent"-Kandidat beleidigt sich selbst

Dieter Bohlens skeptischer Blick sagt bereits: Hier folgt gleich
eine ziemlich irre Nummer.
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Dieter Bohlens skeptischer Blick sagt bereits: Hier folgt gleich eine ziemlich irre Nummer.

© TVNOW / Stefan Gregorowius

"Warum tust du das?", fragte Juror Bruce Darnell verständnislos. "Supertalent"-Kandidat Patrick Bertoletti wusste es selbst nicht genau, gestand sogar, seine Nummer sei "wie ein Zugunglück". Was er zeigte, welchem toten Popstar gedacht wurde und für wen Dieter Bohlen den RTL-Gold-Buzzer drückte ...

Das gibt es wahrlich selten: Normalerweise sind auch die untalentiertesten "Supertalent"-Kandidaten von ihren Nummern schwer überzeugt - anders Patrick Bertoletti aus Chicago: Der US-Amerikaner gab vor seinem Auftritt völlig unverblümt zu, sein Talent sei "dumm und blöd" und eher was "für die betrunkenen Jungs mit den umgedrehten Baseballkappen". Immerhin schienen von denen einige im Publikum zu sitzen, wie die RTL-Kameras zeigten. Doch ob der 34-Jährige auch bei der Jury punkten würde?

Einigen Kandidaten war es davor bereits gelungen - darunter zum Beispiel der taiwanesischen Tanz-Jonglage-Truppe Diabolo Walker und der erst 12-jährigen Wienerin Daria Tayel, die in 1a-Musicalmanier den Klassiker "It's Oh So Quiet" zum Besten gab und die bei Auftritten "fast nie aufgeregt" ist: "Ich liebe die Bühne!" Mit ihrer lässigen Performance und tollen Stimme konnte sie sogar den erklärten Musicalhasser Dieter Bohlen für sich gewinnen, der trotzdem ein paar Spitzen gegen das Genre loswerden musste: "Völlig unecht, völlig übertrieben" seien Musicals und hätten nichts mit der Realität zu tun.

Tanz für verstorbenen Popstar

Kein Wort an dieser Stelle über die Lebensnähe der Kompositionen des Pop-Titans - viel interessanter war da schon ein weiterer Kandidat, der problemlos und einstimmig die nächste Runde erreichte: Der in Südkorea geborene US-Amerikaner Julius Thornton Chisolm (33) ist in seinem Leben viel herumgekommen und hat auch einige Jahre in Deutschland gelebt - genau wie seine Tante, die einst ein Popstar der Eurodance-Szene war, bevor sie 2001 mit nur 34 Jahren bei einem Flugzeigabsturz ums Leben kam: La-Bouche-Sängerin Melanie Thornton sei seine "große Inspiration" gewesen, bekundete ihr Neffe nun und widmete seinen Animation Dance, eine Art Roboter-Tanz, seiner toten Verwandten.

Noch mehr Erfolg hatte Dima Shine (34) aus Las Vegas, der es bereits zehn Jahre zuvor ins "Supertalent"-Finale geschafft hatte, dann aber nicht antreten konnte, weil er zeitgleich im berühmten Cirque du Soleil in New York auftrat - eine einmalige Chance für den jungen Artisten! Das Desaster des verpassten Finales wollte er nun gutmachen und hoffte auf eine zweite Chance. Und tatsächlich: "Einen besseren Artisten wird es nicht geben, oder?", überlegte Dieter Bohlen laut und ließ sich von einem ebenfalls schwer beeindruckten Bruce Darnell zum goldenen Buzzer begleiten, um den Pole-Akrobaten sofort ins Finale zu katapultieren.

Menschlicher Frosch und irrer Eiermann

Natürlich aber gab es auch diesmal wieder kuriose Kandidaten zu bestaunen - allen voran Sasha Yenivatov (45) alias Sasha The Frog. Der Russe, der in Frankreich lebt, kam mit Ehefrau Aurelie Brua (47) auf die Bühne, zeigte eine Art Grusel-Comedy und verbog als Höhepunkt seine Beine um 180 Grad nach hinten. Als "Sensation" empfand das Dieter Bohlen, der bereits eine Minute nach Beginn auf seinen Ja-Buzzer gedrückt hatte. Seine Mit-Juroren folgten nach dem Auftritt seinem Beispiel, obwohl Sarah Lombardi mehrmals verblüfft murmelte: "Da ist doch irgendwas kaputt!"

Kaputt waren auch die 120 Eier, die der eingangs erwähnte Patrick Bertoletti gemeinsam mit der Jury zerschlug und in Kannen abfüllte, um sie im Anschluss - ja, das klingt tatsächlich "dumm und blöd" - zu trinken! "Eiweiß ist gesund", witzelte Sarah Lombardi zunächst noch fröhlich, war dann aber wie wohl die meisten im Saal ziemlich angewidert von der Performance des Profi-Schnellessers. "Ekelhaft, aber auch unglaublich", beschrieb der seine "Kunst". Sie sei "wie ein Zugunglück", man könne nicht weggucken. Nach dem "Genuss" der gelben Plörre war der gelernte Koch ein wenig einsilbiger als zuvor, und Sarah Lombardi vermutete, dass er sich gleich übergeben müsse.

Dazu kam es glücklicherweise nicht - zumindest nicht vor den Kameras. Und ebenfalls glücklicherweise müssen wir den sympathischen "Dummkopf" erst mal nicht mehr sehen: Natürlich bekam er dreimal Nein.

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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