"The Voice": "Eure Arroganz kotzt mich an"

"Ich finde das richtig, richtig, richtig ätzend": Mark Forster
wirkte in der fünften Folge der "The Voice of Germany"-Staffel
zunehmen verzweifelt. Die Talente, die er unbedingt in sein Team
locken wollte, machten einen großen Bogen um den kleinen Mann mit
der Kappe.
Bild 1 von 32

"Ich finde das richtig, richtig, richtig ätzend": Mark Forster wirkte in der fünften Folge der "The Voice of Germany"-Staffel zunehmen verzweifelt. Die Talente, die er unbedingt in sein Team locken wollte, machten einen großen Bogen um den kleinen Mann mit der Kappe.

© ProSiebenSat.1 / Richard Hübner

Manchmal kann einem der "kleine Junge aus Kaiserslautern", wie sich Mark Forster gerne selbst nennt und dann seinen putzigen Dackelblick aktiviert, wirklich leidtun. In der fünften Blind Audition von "The Voice" fühlte er sich von den Top-Sängern allein gelassen - und von den Kollegen verhöhnt. "Eure Arroganz kotzt mich an", schimpfte er voller Frust und Verzweiflung.

Bildershow: So kam es zu Mark Forsters Frust >>

Ihm klebt derzeit wirklich das Pech an den Fingern. Während sich die anderen Teams mit Spitzentalenten füllen, verhallt der zunehmend verzweifelte Ruf von Mark Forster ("Bitte, bitte komm' zu mir") immer öfter ungehört.

Auch in der fünften Ausgabe der neuen "The Voice of Germany"-Staffel machten gleich mehrere der Nachwuchsstars mit den goldenen Kehlen und dem Sieger-Glanz in ihren Augen einen weiten Bogen um den kleinen Mann mit der großen K(l)appe. Der sammelt zwar weiter emsig Sympathiepunkte ein. Aber spätestens seitdem Nico Santos selbstbewusst als festes Stamm-Mitglied auf den berühmten roten Coach-Sesseln sitzt, verpufft der früher so verlässliche Lausbuben-Charme von Forster immer wieder wirkungslos. Und die alten Spötter Rea Garvey und Samu Haber auf ihrem Altrocker-Doppelsitzer-Sofa lachen sich einen Ast. Schon böse. Aber leider auch ein bisschen unterhaltsam.

So reagiert das Netz auf "The Voice of Germany":

Mark buzzert und buzzert - vergeblich!

"Es kotzt mich an", schimpfte Mark Forster sichtlich genervt. "Ich kann soviel drücken, wie ich will, und es nützt gar nichts." Und dabei hatte er wie so oft fast alle Register gezogen, um vielversprechende Talente in seinen "Stall" zu locken. Denn genau darum geht es ja im Coach-Wettkampf: Wer sich in der "Blind Audition"-Phase nicht mit ausreichend vielen "Voices" versorgt, wird später schnell Probleme kriegen.

Warum es also nicht mit dem bulligen, mit 56 Jahren nicht mehr blutjungen Country-Sänger Douglas aus dem US-Bundesstaat Montana versuchen? Den scheint die irre, auch nicht so ganz originelle Idee anzutreiben, Deutschland in ein begeistertes Country-Music-Land zu verwandeln. Ein Cowboy-Hut auf dem Kopf durfte da natürlich nicht fehlen. "Schön, dass du es geschafft hast, hierher zu reiten", begrüßte ihn Mark Forster warmherzig. Natürlich hatte er für "Doug" gebuzzert. "Wenn du mit einem Hut zu 'The Voice' kommst, sollst du in ein Team mit Kappe kommen." Nett geschmeichelt. Und was machte der in der Nähe von Münster lebende Amerikaner? Er entschied sich fürs Team Rea/Samu. Na klar!

"Allstar"-Power: Dimi wagt ihren dritten Anlauf

Auch auf Mark Forsters Wunschliste: die kesse Dimi aus dem "Allstars"-Lager, die wie schon zuvor einige andere Rückkehrer eine weitere Chance in der diesjährigen Jubiläumsstaffel von "The Voice" bekommen sollte. Genauer gesagt: ihre dritte! Bereits 2012 (kein einziger Buzzer) und 2015 (vier Buzzer) war die mittlerweile 30-jährige Deutsch-Soul-Sängerin schon dabei. Und sie hatte es bis ins Halbfinale geschafft, damals im Team von Stefanie Kloß.

Und nun? Die "Silbermond"-Frontfrau ist wieder an Bord, diesmal als Partner in einem Duo, das Mark Forster nicht wirklich charmant als Team "Die Schöne und das Catterfeld" bezeichnete. Dimi hörte sich diesen Gag an. Und weitere flotte Sprüche, darunter auch zuckersüße Komplimente. "Man hat gespürt, dass das ein Original ist", säuselte Mark Forster etwa über Dimis gute Wahl mit einem eigen komponierten Song anzutreten. Doch was machte die Rückkehrerin mit Final-Potenzial? Sie entschied sich für abermals für Stefanie Kloß. Und Mark Forster blieb nur der Spott von Yvonne Catterfeld. "Oh Mark, du warst sehr bemüht", heuchelte sie. "Sollen wir dir Schokolade bestellen? Kinderschokolade?"

Die schönsten Bilder von Yvonne Catterfeld:

Schwere Strategische Fehler: Die muss Marc auf seine Kappe nehmen

Besonders bitter für den "The Voice"-Veteran, der plötzlich fast alt und grau wirkte: Manchmal unterliefen ihm am Donnerstagabend auch schwere strategische Fehler. So drehte er sich beim Auftritt des gerade mal 17-jährigen, extrem schüchternen, aber eben auch extrem genialen Multitalents Sion Jung aus Bielefeld nicht um. Der Klavier spielende und rappende Junge mit der "Wunderkind"-Aura ging zu Nico Santos.

Und Mark Forster merkte erst deutlich zu spät, welcher Schnitzer ihm unterlaufen war. "Ich beiße mir gerade so in den Hintern", fluchte er derb mit sich selbst. Und wieder blieb ihm nur die Schadenfreude der Kollegen. "Wie viele Talente hat Mark heute eigentlich schon in sein Team bekommen?", fragte mit spitzer Zunge Nico Santos. "Bei mir ist es bisher nicht gut gelaufen", klagte der Kappen-Popper. Und die Rocker pöbelten: "Du bist das geworden, was alle erwartet haben - eine Null", ätzte der olle Ire Rea Garvey.

Toptalent für Mark gesucht: Bitte nicht drücken!

Noch eine Chance, noch eine Demütigung: Auch die 19-jährige Anastasia aus Darmstadt hätte Mark gerne in sein Team gelockt. "Du hast eine Stimme, die ist gottgegeben", schmachtete Rea die junge Musical-Darstellerin an. Und Mark legte sich ins Zeug: "Es war ein frischer Wind, der durch das Studio gezogen ist", lobte er den ungewöhnlich guten Auftritt mit dem Dschungelbuch-Song. "Ich finde, ich bin die perfekte Wahl für dich", umgarnte er Anastasia. "Ich brauche dich in Team Mark. Bitte, bitte komm' zu mir." Und Anastasia? Sie wählte Yvonne und Stefanie als Coaches aus. Na bitte! "Mark, wie können wir dir helfen?", fragte die Silbermond-Sängerin heuchlerisch. "Indem ihr nicht drückt bei Top-Talenten", keifte Forster zurück. Doch daran hielten sich die Kollegen natürlich dann doch nicht.

Immerhin: Beim temperamentvollen Automechaniker Erwin aus Oldenburg hatte Mark Forster letztlich doch noch Glück. Seine Entscheidung, den 25-Jährigen mit der Ed-Sheeran-Stimme ins Team zu holen, hatte er allerdings exklusiv. Nur Mark wollte Erwin haben. Und auch der Coach selbst ließ sich fast bis zum Schluss Zeit mit dem Buzzern. Das allerdings angeblich aus strategischen Gründen: "Die Pappnasen links von mir, drücken immer nur, wenn ich drücke." Die Nerven lagen wirklich blank. "Eure Arroganz kotzt mich an", schimpfte Forster die Co-Coaches aus.

Noch mehr Demütigungen

Zwei Demütigungen musste er noch verkraften: Auch die Südtirolerin Claudia, die angeblich - man glaubt es kaum - noch nie in der Öffentlichkeit gesungen hatte, sollte zu Mark kommen. Sie wählte - wieder mal - einen anderen Weg und dockte bei Rea und Samu an. "Ich finde das richtig, richtig, richtig ätzend", tobte Mark Forster. Und das vor allem, weil der Ire schon wieder spottete. "Mark hat extrem viele Plätze frei, weil keine Sau in sein Team wollte", tönte Rea Garvey. "Samu und ich haben kaum Platz. Wir müssen eigentlich anbauen."

Und dann kam's zum umjubelten Höhepunkt des langen ProSieben-Abends und endgültig zur Panik bei Mark Forster: Auch den gerade mal 22-jährigen Manuel aus Dresden, dessen Stimme stark an den Sänger Passenger erinnert, aber eben fast noch besser klingt, wollte der zuletzt so verlassen wirkende Coach haben.

Manuel konnte die Tatsache fast nicht fassen, dass er vier Buzzer zu hören bekam und alle Coaches sich um ihn prügelten. "Es ist mein riesengroßer Traum, seit ich klein war", stammelte er nur - und wählte dann die Nestwärme im Team von Stefanie Kloß. "Sachsen-Power", reichte als Begründung. Kloß stammt aus Bautzen. Mark Forster aus Kaiserslautern. Und dann platzte ihm der Kragen. "Ich habe Schwierigkeiten, meine Enttäuschung zu verbergen", jammerte er, stand auf und wirkte tatsächlich den Tränen nahe.

Wenn sich Paddy-Kelly-Panik in den Blues mischt

Spätestens als dann die Coach-Kollegen wie auf ein geheimes Zeichen hin die Bühne verließen und es dunkel wurde rund um Mark Forster, war klar, dass seine Schlussaktion nicht ganz unvorbereitet kam. Aber sie war großartig. Und tatsächlich rührend. Der Coach der traurigen Herzen stimmte ein Klagelied an. Es wurde ein Blues, der bewegte. "Ich dachte, ich ziehe mir so einen Schlafanzug an, dann wirke ich nahbarer", sagte er über sein Schlabber-Outfit. Und dann sang er vom "kleinen Jungen aus Kaiserslautern, der einen Traum hatte. Er wollte eines Tages Coach bei 'The Voice of Germany' sein."

Mark Forster verriet sogar, wie er den Erfolg in der Show sonst üblicherweise ansteuert: "Ich mache dumme Witze, ich vera....e die anderen Coaches." Doch diesmal scheint eben nichts zu helfen. "Am Ende kommt keine Sau in mein Team", jaulte es im Mark-Forster-Blues. Und weiter: "Meine Hand tut noch weh vom Buzzern." Vielleicht kommt es, zumindest scheint er das zu fürchten, sogar noch zum Äußersten - und die Verantwortlichen schmeißen Mark Forster wegen Erfolglosigkeit raus aus der Jury. "Wenn das so weitergeht, sitzt hier bald wieder Paddy Kelly." Eine (nicht sehr wahrscheinliche) Horror-Vorstellung, und das so kurz vor Halloween!

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
Top-Themen
Die Bauern-Bengeln aus der Nachbarschaft brachten Sascha zur Weißglut. Das Verhalten des eifersüchtigen Soldaten kam ...mehr
Helene Fischer nahm den 1. Advent zum Anlass, um ihre Fans mit einem besonderen Schnappschuss von sich auf Instagram ...mehr
Brittanya Karma wurde nur 29 Jahre alt. Der Tod der YouTube-Persönlichkeit soll endlich dafür sorgen, dass Menschen ...mehr
Anzeige