Die kultigsten Fußball-Bücher

Selbstbewusst die Haltung, selbstbewusst der Blick: Der
Fußballer Zlatan Ibrahimovic bleibt sich auch in seiner
Autobiographie treu.
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Selbstbewusst die Haltung, selbstbewusst der Blick: Der Fußballer Zlatan Ibrahimovic bleibt sich auch in seiner Autobiographie treu.

 © Piper Verlag
14.06.2016 - 21:30 Uhr

Sie haben das passende Trikot organisiert, Kaltschalengetränke auf Vorrat gekauft und den Grill geputzt? Doch wie sieht es mit der passenden Lektüre zur Europameisterschaft aus? Hier unsere Buch-Tipps für entspannte Stunden zur Überbrückung der Zeit zwischen den Spielen.

Mehr als vier Wochen Fußball-EM bedeuten auch unzählige Stunden vor dem Fernseher - als Ausgleich dazu bietet sich ein gutes Buch an. Natürlich zum Thema Fußball, denn zu weit von der Europameisterschaft will man sich ja nicht entfernen. Hier eine Liste fünf bedeutender Fußballbücher, die Sie unbedingt lesen sollten - und fünf Geheimtipps, die Sie fesseln werden.

Das Fußball-Buch schlechthin, ein Klassiker: Das Thema von "Fever Pitch" ist das Leben eines Fußballfans, genauer gesagt eines Anhängers des Premier-League-Klubs Arsenal London. Der Fußball, sein Verein bestimmen sein ganzes Leben - mit den entsprechenden Folgen. Als Fußball-Fan erkennt man sich in Autor Nick Hornby immer wieder selbst. Kurzweilig, und das nicht nur für Anhänger des Sports.

"Fast alles über Fußball" von Christoph Biermann

Der Titel ist Programm, verspricht dennoch viel zu viel, aber enttäuscht nicht: "Fast alles über Fußball" liefert Fakten, Anekdoten und Details über Fußball, die kein Mensch braucht, aber jeder Fußball-Fan gerne liest. Sie sind sprachlich gut aufbereitet von einem der renommiertesten Autoren, die in Deutschland über diesen Massensport schreiben, Christoph Biermann. Perfekt zum Schmökern.

"Robert Enke" von Ronald Reng

"Ein allzu kurzes Leben" lautet der Untertitel von Ronald Rengs Buch "Robert Enke" über den deutschen Torhüter, der sich 2009 das Leben nahm. Ein Torhüter, der alle Auf und Abs des Profisports kannte, diese auch meisterte, das aber eben nur scheinbar. Denn der öffentliche Mensch und starke Torwart hatte nichts gemeinsam mit dem von Zweifeln und Ängsten gepeinigten Menschen hinter der Fassade Profifußballer.

"Brasil 2014. Die Weltmeisterschaft. Das Buch" herausgegeben von Klaus Hoeltzenbein

Der Titel ist auch das Ziel der deutschen Nationalmannschaft bei diesem Turnier. Wie das geht, können Jogis Jungs noch mal über sich selbst in diesem opulenten Sammelwerk nachlesen. "Brasil 2014" besticht durch tolle Bilder, gut recherchierte Texte der SZ-Redaktion und dazu der perfekte Abschluss mit Götzes Siegtor und WM-Pokal. In Erinnerungen schwelgen und hoffen auf eine Wiederholung in Frankreich - mit diesem Buch ist das gut möglich.

"Ich bin Zlatan Ibrahimovic" von David Lagercrantz

Eine Autobiographie darf in dieser Auflistung natürlich nicht fehlen. Leider gibt es viel zu viele Bücher, die sich mit Fußballern beschäftigen, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Nichtigkeiten werden berichtet, über Fußballer, die so spannend sind wie die Zeitung von gestern. Dies alles trifft nicht auf "Ich bin Zlatan" zu. Denn der schwedische Fußballer Zlatan Ibrahimovic gehört unbestritten nicht nur zu den besten Fußballern unserer Zeit, sondern hat eine wirklich interessante Geschichte zu erzählen über seine Kindheit als Einwanderkind aus einem Ghetto Malmös bis hin zum Superstar, der überall Titel gewinnt, aber ebenso konsequent aneckt.

Die oben genannten Bücher schon alle gelesen? Dann haben wir fünf weitere Tipps für Bücher, die kurzweilige Unterhaltung garantieren.

"Eine Saison mit Verona" von Tim Parks

Wenn ein Engländer über italienischen Fußball schreibt, kann das gut gehen? Ja, sogar sehr, denn was Tim Parks mit "Eine Saison mit Verona" abliefert, ist schlicht eines der besten Fußballbücher überhaupt. Der Autor taucht voll und ganz in die spezielle Welt des Calcio ein. Er reist mit den Fans mit, lebt ihr Leben, ist irgendwann nicht mehr Schriftsteller, sondern nur noch Fan. Seine Erlebnisse packt er in spannende Worte, die über 600 Seiten sind so kurzweilig wie ein Elfmeterschießen. Und nebenbei gelingt ihm noch ein interessantes Porträt der italienischen Gesellschaft.

"Das Wunder von Castel di Sangro" von Joe McGinniss

Wunder gibt es immer wieder - vor allem im Fußballgeschäft. Darmstadts Durchmarsch bis in die Bundesliga ist ein hiesiges Beispiel, Castel die Sangro Mitte der 90er Jahre eines aus Italien. Im gleichnamigen Roman "Das Wunder von Castel di Sangro" nimmt sich der amerikanische Journalist Joe McGinniss dieser Geschichte an. Zunächst misstrauisch beäugt von den Bewohnern des kleinen Bergdorfes wird er nach und nach Teil dieser Gesellschaft - mit allen Vor- und Nachteilen. Roman oder Nacherzählung? Das spielt keine Rolle, denn die Story über das Fußball-verrückte Dorf in den Abruzzen fesselt bis zum Schluss.

"Geil auf Gewalt" von Bill Buford

Harter Stoff für Fußball-affine Leser, die gerne mehr erfahren wollen über die Geschehnisse der berühmt-berüchtigten 3. Halbzeit, sprich den Hooliganismus. Im Original heißt "Geil auf Gewalt" noch treffender "Among the Thugs", übersetzt "Unter Schlägern". Viele Szenen, die Autor Bill Buford beschreibt, wirken vollkommen unglaubwürdig, ja grotesk. Doch wer einmal Hooligans bei ihrem "Sport" miterlebt hat, der weiß: Die Verbindung von Fußball und Gewalt bringt die krassesten Exzesse hervor. Spannend zu lesen, wohl aber nur interessant für wirkliche Fußball-Nerds - und Soziologen.

"Spieltage: Die andere Geschichte der Bundesliga" von Ronald Reng

50 Jahre Bundesliga kann man chronologisch abhandeln. Faktenreich, aber wohl mit kaum neuen Erkenntnissen. Oder man macht es wie Ronald Reng, dem wunderbaren Fußball-Geschichtenerzähler, packt sich eine eher wenig bekannte Figur dieser Zeit heraus und erzählt anhand dieses Mannes das halbe Jahrhundert der Buli. "Spieltage: Die andere Geschichte der Bundesliga": Lesen!

"Fußballtempel" von Reinaldo Coddou H.

Genug gelesen? Dann einfach nur zurücklehnen und dieses fotografische Meisterwerk genießen. Einst gründete Reinaldo Coddou H. mit einem Freund zusammen ein alternatives Fußballmagazin - 11 Freunde. Irgendwann hatte er davon genug und ging wieder seiner liebsten Leidenschaft nach: Fußballstadien besuchen, entdecken, fotografieren und dazu kleine Geschichten erzählen. Wer in Fußballstadien mehr als nur schnöde Bauwerke sieht, für den ist "Fußballtempel" ein Genuss.

Quelle: spot on news
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