Ausgerechnet er! Ede Zimmermann enthüllt Knast-Vergangenheit

Ausgerechnet er! Ede Zimmermann enthüllt Knast-Vergangenheit
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Ausgerechnet er! Ede Zimmermann enthüllt Knast-Vergangenheit

 

Wer hätte das gedacht? Knast, Diebstahl, Leben unter falschem Namen – ausgerechnet Gangsterjäger Eduard Zimmermann ("XY ungelöst") offenbart jetzt in seiner Biografie seine hoch-kriminelle Vergangenheit.

Er war der Inbegriff der Integrität: 30 Jahre lang jagte Eduard Zimmermann mit seiner Sendung "XY ungelöst" Verbrecher.

Jetzt veröffentlichte der 76-Jährige seine Biografie. Der Hammer: Saubermann-Ede war selbst ein Verbrecher, saß im Knast und lebte unter falschem Namen. Titel seiner Biografie: "Ich war selbst ein Gauner"

Und damit meint er nicht Äpfel klauen in Nachbars Garten. Zimmermanns kriminelle Bilanz ist beträchtlich:

Schwarzmarkt-Händler in Hamburg
"Ich landete auf dem Schwarzmarkt in der Talstraße ... Erst kaufte ich die Packung ‚Senior Service' bei Jack für 60 Reichsmark. Dann verkaufte ich sie für 120 – Gewinnspanne: 100 Prozent " Bis Ede von der Polizei geschnappt wurde: "Mit dem LKW ging's nach Santa Fu, dem gefürchteten Hamburger Zuchthaus Fuhlsbüttel."

Brotmarken-Geschäfte:

Nach der Freilassung ging's heiter weiter: "Ich klaute Brotmarken, verkaufte sie gewinnbringend weiter."

Illegale Ausreise: Dann wurde es Ede zu blöd, er wollte Deutschland verlassen, um in Schweden Pilot zu werden. Drei Mal versuchte er als blinder Passagier nach Schweden zu gelangen – kam an in einer 20-Mann-Gefängnis-Zelle.

Doppelleben in Schweden: Wieder frei wollte Ede sein Glück bei den Elchen versuchen und dort als Vermessungsingenieur arbeiten. "Mir fehlten nur die Voraussetzungen wie Abitur und Studium." Kein Problem: Zimmermann fälschte einfach ein Diplom, gab sich als Hermann Peters aus Danzig aus und arbeitete als Straßenbauingenieur – ohne Ausbildung! Offensichtlich ganz gut. Zimmermann: "Das Bauamt war mit mir zufrieden!"

Spionage-Haft in der DDR: Zimmermann schrieb nebenbei für eine schwedische Zeitung. 1949 reiste er für eine Reportage nach Ostdeutschland. "Ich geriet in die Fänge des Sowjetischen Geheimdienstes. Die Anklage: Spionage zugunsten einer kapitalistischen Zeitung in Stockholm ... Das Urteil: 25 Jahre Straflager Bautzen."

1954 wurde Zimmermann anlässlich der Viermächtekonferenz vorzeitig freigelassen.

Zuchthaus, Straflager, Gefängnis: Zimmermann kannte seine spätere "Klientel" nur allzu gut. Vielleicht war er deshalb ein so gefürchteter Gangsterjäger.

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