Chris Cornell: Seine Frau zweifelt an der Selbstmord-Theorie

Chris und Vicky Cornell waren 13 Jahre lang bis zu seinem Tod
verheiratet
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Chris und Vicky Cornell waren 13 Jahre lang bis zu seinem Tod verheiratet

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19.05.2017 - 17:19 Uhr

Noch kurz vor seinem Tod telefonierte Chris Cornell mit seiner Frau Vicky. Dabei fiel ihr ein möglicherweise entscheidendes Detail auf. Auch deswegen zweifelt sie die offizielle Selbstmord-Theorie an.

Das Ergebnis der Autopsie von Chris Cornell war eindeutig: Selbstmord. Doch seine Ehefrau Vicky Cornell zweifelt an der bislang offiziellen Version des klassischen Suizids - zumindest im Detail - und spricht in einem Interview mit "Entertainment Tonight" offen über die letzten Stunden ihres Mannes. "Er war ein treusorgender Mann und Vater", sagte sie in bewegenden Worten. Es sei ein Verlust, der eine Leere in ihrem Herzen hinterlassen würde, die niemals wieder gefüllt werden könne: "Er war mein bester Freund."

Aber: "Ich weiß, dass er unsere Kinder geliebt hat und er sie niemals verletzt hätte, in dem er sich absichtlich das eigene Leben nimmt", berichtet Vicky weiter. Was passiert ist, sei für sie "unerklärlich". Es hätte außerdem überhaupt keine Anzeichen für einen Selbstmord gegeben.

Etwas fiel ihr an ihm auf

Ganz im Gegenteil: Man habe noch einen Tag zuvor gemeinsame Zeit mit den Kindern verbracht, bevor er Richtung Detroit geflogen sei. Dort starb der Soundgarden-Frontmann nur Stunden nach einem Konzert. "Wir haben noch kurz vor der Show geredet", sagte sie weiter, "haben Pläne für einen Urlaub besprochen und andere Dinge, die wir vorhatten."

Dennoch sei ihr bei einem späteren Telefonat nach dessen Auftritt etwas an ihrem Mann am Abend seines Todes auch komisch vorgekommen. "Ich habe gemerkt, dass er seine Worte nur gelallt hat, er war anders", erzählte Vicky. Ihr Mann habe ihr gebeichtet, dass er möglichweise "ein oder zwei" Ativan-Tabletten zu viel genommen habe, weswegen sie später die Security aktiviert hatte, um nach ihm sehen zu lassen. Nur Stunden danach fand man Chris Cornell tot in der Badewanne seines Hotelzimmers. Er wurde nur 52 Jahre alt.

Zuviel Lorazepam im Blut?

Ativan ist ein starkes Beruhigungsmittel, das den Wirkstoff Lorazepam enthält und hauptsächlich bei Angst und Panikstörungen eingesetzt wird. Das Medikament könnte noch wichtig werden in der weiteren Untersuchung des Falls. Sein Anwalt erklärte nämlich in einem weiteren Statement, dass die Familie vermute, das Arzneimittel habe den Selbstmordentschluss von Cornell entscheidend beeinflusst. Man wolle die toxikologische Untersuchung des Leichnams abwarten und sich dann erneut äußern.

Neben seiner Frau Vicky hinterlässt der in der Grunge-Hochburg Seattle geborene Cornell insgesamt drei Kinder. Zwei mit seiner letzten Ehefrau, eines aus einer früheren Beziehung. Cornell litt viele Jahre unter einer starken Drogen- und Alkoholabhängigkeit, galt allerdings seit spätestens 2003 als clean.

Hilfe bei Depressionen bietet die Telefonseelsorge unter der kostenlosen Rufnummer: 0800/111 0 111

Quelle: spot on news AG
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