Ehe auf Zeit: Was halten Sie von Gabriele Paulis Vorschlag?

Ehe auf Zeit: Was halten Sie von Gabriele Paulis Vorschlag?
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Ehe auf Zeit: Was halten Sie von Gabriele Paulis Vorschlag?

 

Trotz massiver Empörung in der CSU über ihren Vorschlag einer Ehe auf Zeit hält Gabriele Pauli an ihrer Kandidatur für den Vorsitz der Partei fest. "Es geht mir darum, Vorsitzende zu werden", sagte die Fürther Landrätin am Donnerstag im Nachrichtensender N24. Was halten Sie von Paulis Vorschlag? Stimmen Sie ab im freenet-Voting!

Sie sehe für ihren Vorstoß einer befristeten Ehe Unterstützung bei Parteianhängern und Bürgern. Der designierte bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) sprach Pauli jede Ernsthaftigkeit ab. "Das ist ein oberflächliches Gerede, hinter dem keine ernsthafte politische Absicht steht", sagte er am Rande der CSU-Herbstklausur in Bad Staffelstein.

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Pauli bewirbt sich ebenso wie Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber und Bundesagrarminister Horst Seehofer um die Nachfolge von CSU-Chef Edmund Stoiber. Sie hatte die Führungskrise um Stoiber ausgelöst, die in seiner Rücktrittserklärung gipfelte.

Wenn der Parteitag sie Ende kommender Woche nicht unterstütze, brauche es vielleicht "noch ein bisschen Zeit", sagte Pauli. Ihre Forderung sei "nicht abwegig". Viele Ehen würden nur noch "nach außen geführt" und seien "innen kaputt". Die automatische Auflösung der Ehe nach einer gewissen Zeit erspare Streitereien und Prozesskosten. Pauli sagte, ein Politiker müsse auch "Dinge spüren, die als Gedanken bei anderen auch schon vorhanden sind". Als Beispiel sie ihre Kritik an Ministerpräsident Stoiber im vergangenen Dezember an.

Beckstein sagte in N24, die CSU-Reaktionen auf Pauli schwankten zwischen "comedy" und einer "Frage für den Psychiater". "Pauli hat sich völlig außerhalb der CSU positioniert." Er könne sich nicht vorstellen, wer ihre Kandidatur beim CSU-Parteitag noch unterstützen sollte. Paulis Programm zeichne sich durch eine "entsetzliche Oberflächlichkeit" auch in religiösen Fragen aus.

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Landtagspräsident Alois Glück (CSU) sagte in N24, Paulis Positionen zur Ehe seien "schädlich für die Menschen und für die Gemeinschaft". Es werde deswegen zwar "sicher keinen Ausschlussantrag" geben. "Aber das Ärgerliche ist für uns, dass das immer in Verbindung steht mit CSU." Der Nürnberger CSU-Landtagsabgeordnete und frühere Verbündete Paulis, Hermann Imhof, sagte: "Das hat tragische Züge. Die Glaubwürdigkeit, die sie einklagt, hat sie selbst längst verloren."

CSU-Parteivize Ingo Friedrich forderte Pauli indirekt zum Austritt aus der Partei auf. "Wer solche Vorstellungen äußert, gehört nicht mehr in die CSU."

Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Peter Ramsauer, hält die Debatte um Pauli für völlig überbewertet. Im RBB-Inforadio sagte er, das Thema Pauli spiele eine geringe Rolle weniger als "der Dreck unter den Fingernägeln". Der stellvertretende CSU-Landesgruppenchef Max Straubinger sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa: "Offensichtlich ist sie auf einem Esoteriktrip."

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