Harvey Weinstein: Bizarres Streitthema mit Gwyneth Paltrow

Harvey Weinstein bei einem Gerichtstermin
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Harvey Weinstein bei einem Gerichtstermin

 © lev radin / Shutterstock.com
20.02.2019 - 14:23 Uhr

Eine vermeintliche Lappalie zum Film "Shakespeare in Love" nutzt dessen Produzent Harvey Weinstein nun, um gegen die Medien auszuteilen.

Ein Vorfall aus der Kategorie: "Hat der nicht andere Sorgen?" Harvey Weinstein (66), der sich aktuell gegen massive Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erwehren muss, hat sich mit einem seltsamen Statement an die Öffentlichkeit gewandt, aus dem die Seite "Variety" zitiert. Darin lobt er einerseits Schauspielerin Gwyneth Paltrow (46) über den grünen Klee, andererseits widerspricht er ihr in einem denkbar banalen Punkt. Doch was war geschehen?

Aussage gegen Aussage

Paltrow hatte in einem Interview mit "Variety" verraten, dass beim Film "Shakespeare in Love" aus dem Jahr 1998, für den sie den Oscar als Hauptdarstellerin gewann und der von Weinstein produziert wurde, in letzter Sekunde Ben Affleck (46) für den Part als Shakespeare vorgesehen war. Erst als sie Weinstein darauf hingewiesen habe, dass der Titelheld unbedingt ein Engländer sein müsse, sei die Wahl schließlich auf Joseph Fiennes (48) gefallen. Dieser Behauptung widerspricht Weinstein nun vehement und nutzt sie, um zu einem Rundumschlag gegen die Medien auszuholen.

In dem Statement heißt es: "Gwyneth Paltrow ist eine hervorragende Schauspielerin und eine fantastische Person". Er stellt dann aber klar: "Für die Rolle des Will Shakespeare gab es nur zwei andere Kandidaten, Russell Crowe und Ethan Hawke, niemanden sonst." Affleck war im fertigen Film als Ned Alleyn zu sehen. Ein Part, bei dem er laut Weinstein "einen super Job" gemacht habe und auch von Beginn an für ihn vorgesehen gewesen sei.

Er moniert Fake News

Diese recht unbedeutende Meinungsverschiedenheit nutzt er nun offenbar, um einen größeren Punkt anzusprechen. So habe Weinsteins Sprecher Juda Engelmayer laut "Variety" dieses Statement mit einem langen, anklagenden Vorwort versehen: "Warum wendet ihr euch mit so etwas nicht an uns? (...) Wann wird Berichterstattung und Recherche wieder etwas, das geachtet wird?"

Der scheinbare Vorwurf: Paltrows Aussagen über "Shakespeare in Love" werden umgehend für bare Münze genommen. Seine Beteuerungen, in den gegen ihn erhobenen Vorwürfen unschuldig zu sein, stoßen dagegen auf taube Ohren.

Quelle: spot on news AG
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