Horror-Sturz bei “Schlag den Raab”: Warum wurde nicht abgebrochen?

Nach seinem Sturz ist Stefan Raab schwer gezeichnet.
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Nach seinem Sturz ist Stefan Raab schwer gezeichnet.

© ProSieben

Nachdem Stefan Raab während eines Mountainbike-Rennens in der Sendung schwer stürzte, gibt es heftige Spekulationen darüber, warum die Show nicht abgebrochen wurde.  

Tausenden Zuschauern der Familienshow “Schlag den Raab” stockte am Samstagabend kurzzeitig der Atem: Bei einem Mountainbike-Rennen über einen Hindernis-Parcours überschlug sich der TV-Moderator Stefan Raab mit seinem Bike und stürzte ohne sich abfangen zu können frontal aufs Gesicht.

Bildershow: Schwerer Sturz bei "Schlag den Raab"

In der beliebten TV-Show tritt ein Kandidat in bis zu 15 Spielen gegen Moderator Raab an und kann am Ende mehrere Millionen Euro gewinnen. Im siebten Spiel sollten Raab und der Kandidat Hans Martin mit dem Mountainbike einen Hindernisparcours bewältigen. In der zweiten Runde dann der Schock: Nachdem er ein Hindernis überfuhr, überschlägt sich Raab mit dem Bike, man sieht wie er ungebremst aufs Gesicht fällt und benommen liegen bleibt. In der Zeitlupe ist außerdem zu erkennen, wie der am Boden liegende Moderator auch noch von dem durch die Luft fliegenden Mountainbike getroffen wird.

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Sofort eilt ein Arzt herbei. Raab versucht aufzustehen, er taumelt und muss gestützt werden. Als Raab wieder alleine gehen kann und den Parcours verlässt, sieht man die blutigen Abschürfungen in seinem Gesicht. Im anschließenden Gespräch mit Matthias Opdenhövel, dem Moderator der Sendung, wird deutlich, wie verwirrt und benommen Raab ist. Immer wieder fragt er was passiert sei, stammelt, dass er selbst sich an nichts erinnern könne. Das Unglaubliche: Nach einer kurzen Pause und einem Gespräch mit dem Arzt geht das Mountainbike-Rennen weiter! Und auch die Sendung wird wie geplant zu Ende gebracht, nur den Hochsprung-Wettbewerb lässt Raab ausfallen.

Im Anschluss an die Sendung melden sich viele Experten zu Wort, wie etwa der Radsport-Arzt Dr. Roland Kretsch, der unter anderem die Tour de France betreut. Der “Bild” sagte der Mediziner, dass ein Hobby-Radfahrer wie Raab nach so einem Sturz mit Gedächtnisverlust und Verdacht auf Gehirnerschütterung mindestens 48 Stunden pausieren müsse. Am besten sei es sogar, sich in einem Computertomographen untersuchen zu lassen, um gefährliche Hirnblutungen auszuschließen.

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War es nur übertriebener Ehrgeiz, der Raab in Absprache mit dem Arzt dazu trieb, die Sendung wie geplant zu Ende zu bringen? Oder gab es auch finanzielle Faktoren, die die Entscheidung beeinflussten? Fakt ist, dass seit Anfang des Monats so genanntes “Product-Placement” in TV-Sendungen nicht mehr verboten ist. Solange am Bildschirmrand ein kleines “P” eingeblendet wird, dürfen vollkommen ungeniert Firmennamen und Produkte in TV-Shows gezeigt werden. Die Sender verdienen so viel Geld. Eine Praxis, die Pro7 auch gerne zu nutzen scheint. So wurde das Logo der Firma, die die Räder für den Wettbewerb gesponsert hatte, auffallend oft gezeigt.

Genützt hat aller Ehrgeiz  am Ende aber nichts. Raab verlor gegen Kandidat Hans Martin, der nun um 2 Millionen Euro reicher ist. Noch ist unklar, ob Raab heute wie geplant seine Sendung “TV Total” moderieren kann.  

Quelle: freenet.de
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