Kritische Stimmen zum "King of Pop": Jackson unter Beschuss

Kritische Stimmen zum "King of Pop": Jackson unter Beschuss
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Kritische Stimmen zum "King of Pop": Jackson unter Beschuss

08.07.2009 - 22:00 Uhr

Nachdem die Welt um den "King of Pop" getrauert hat, fällt der tote Megastar immer mehr in die Ungnade einiger öffentlicher Stimmen. Besonders in den USA herrschen offenbar kontroverse Ansichten zu Micheal Jackson und seiner Rolle als gesellschaftliches Vorbild.

So äußerte unter anderem der US-amerikanische Fox-News Moderator Bill O?Reilly vehemente Kritik an Jackson.
Er sei zugegebermaßen ein großer Entertainer gewesen: "Ja, er war ein erstklassiger Entertainer", so TV-Mann O'Reilly in seiner Show "the O'Reilly Factor", "das wars dann aber auch schon." Jedoch gebe es klare Grenzüberschreitungen und einige Punkte an dem Megastar, die gesellschaftlich unakzeptabel seien.

Dazu zählt für O`Reilly, der als sehr konservativ gilt, vor allem seinen Umgang mit Kindern, der für keinen Erwachsenen zu legitimisieren sei. Jackson war Anfang der 1990er Jahre wegen angeblicher sexueller Belästigung Minderjähriger in das Visier der Ermittler geraten. Einige Millionen US-Dollar Abfindung seien hierbei außergerichtlich geflossen, um einen Gerichtsprozess zu vermeiden. Die 2003 erhobene Anklage konnte aus mangelnden Beweisen dann auch nicht aufrecht gehalten werden und Jackson wurde 2005 in allen zehn Anklagepunkten einstimmig freigesprochen. Um Jacksons tatsächliche Schuld herrschen heute noch sehr kontroverse Ansichten. Jackson hatte zugeben, dass er mit kleinen Jungen im selben Bett schlafe, dabei sei aber von nichts Sexuellem die Rede.

Besonders kritisch äußerte sich der TV Moderator und Publizist gegenüber der Selbstsucht Jacksons. Dieser schmeiße Geld aus dem Fenster und gebe es nur für sich und unnötigen Prunk aus, während er sich mit Hits wie "We are the World" das Image eines gemeinnützigen Wohltäters erschleiche. Er sei faktisch lange nicht so wohltätig gewesen, wie über ihn gesagt werde, so Bill O?Reilly.

Weiterhin entkräftet der Moderator einer der meist gesehenen Sendungen unter den US-Nachrichtensendern noch die Rolle Jacksons als Wegbereiter für die afroamerikanische Community in den USA. "Warum wird er von der afroamerikanischen Gemeinde als einer ihrer Stützpfeiler angesehen, wo er sich doch selbst die Haut weiß gebleicht und weiße Männer für die Zeugung seiner Kinder ausgesucht hat!" Er sei definitiv kein Bürgerrechtler wie Martin Luther King gewesen, wettert O?Reilly weiter.

Am fragwürdigsten findet der für seinen selbstbewussten Moderationsstil bekannte TV-Mann jedoch die Tatsache, dass die Medien über den "ehemaligen King of Pop" bis zu seinem Tod nicht gerade positiv berichteten.
"Erst jetzt, da er tot ist - und das höchstwahrscheinlich aufgrund einer versehentlichen medikamentösen Überdosis - wird er als Held gefeiert", empört sich der 59-Jährige.

Jackson überraschender Tod am 25. Juni 2009 hatte zu diversen Spekulationen geführt. Als offizielle Todesursache des 50-Jährigen gilt Herzversagen. Die Behörden ermitteln jedoch weiterhin, ob die mutmaßliche Medikamentensucht des Sängers Ursache für seinen Tod war.

Vertritt Bill O?Reilly damit sicher nicht die breite öffentliche Meinung, so ist er jedoch nicht der erste, der mit derartigen Äußerungen in die Öffentlichkeit tritt. Der republikanische Kongress-Abgeordnete Peter King hatte bereits Anfang der Woche erhebliche Anschuldigungen gegenüber dem Sänger und Entertainer erhoben und mit scharfen Worten die Medienberichterstattung kritisiert. Die Gesellschaft verherrliche "Abschaum" während viele andere nicht die Würdigung erhielten, die ihnen gebühre. "Dieser Mann war ein Perverser! Er hat Kinder belästigt, er war ein Pädophiler!", so King in einem Interview mit der Nachrichtenagentur "AP". Der Abgeordnete sehne sich nach einem Ende des überzogenen Medienrummels um den Superstar.

Kritik an dem Medienspektakel war auch von der eng mit Jacko befreundeten Liz Taylor gekommen, die selbst nicht an der Trauerfeier teilnahm. Diese bezeichnete die bekannte Hollywood-Schauspielerin als Tamtam und blieb mit ihrer Trauer lieber im Privaten.

Quelle: freenet.de
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