Olympia Skandale 2012: Die Athleten der Schande

Diese Athleten handelten mit unsportlichem und rassistischen Verhalten dem Olympischen Grundgedanken zuwieder:
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Diese Athleten handelten mit unsportlichem und rassistischen Verhalten dem Olympischen Grundgedanken zuwieder:

© Collage freenet.de/dpa
03.08.2012 - 12:00 Uhr

Diese Sportler sorgten bei den Olympischen Spielen durch Rassismus und Unsportlichkeit für Skandale.

Höchstleistung, Freundschaft und Respekt zählen zu den wichtigsten olympischen Werten. Die Olympischen Spiele in London werden jedoch überschattet vom Fehlverhalten einiger Athleten, denen offenbar dieser olympische Geist fehlt.

Nachdem die griechische Dreispringerin Voula Papachristou bereits im Vorfeld des sportlichen Wettkampfs wegen eines rassistischen Tweets ausgeschlossen wurde, verließ nun auch Nadja Drygalla, Ruderin des deutschen Olympia-Teams, das olympische Dorf. Sie steht im Verdacht, mit rechtsextremen Gedankengut zu sympathisieren. Beim Badminton kam es in dieser Woche ebenfalls zu einem Skandal, als acht Spielerinnen wegen unsportlichen Verhaltens disqualifiziert werden mussten.

Rassistischer Tweet im Vorfeld der Spiele

Die 23-jährige Paraskevi Voula Papachristou wurde noch vor Beginn der Wettkämpfe von der griechischen Olympia-Mannschaft ausgeschlossen. Vor ihrer Abreise nach London hatte sie über den Kurzachrichtendienst "Twitter" folgenden Satz verbreitet: "Mit so vielen Afrikanern in Griechenland werden die Mücken aus dem West-Nil zumindest Essen von zu Hause bekommen." In den vorangegangenen Monaten waren in Athen mehrere Menschen nach Mückenstichen an West-Nil-Fieber erkrankt, ein Mann verstarb.

"Kommentare dieser Art werden nicht akzeptiert. Sie wurde ausgeschlossen", verkündete daraufhin der Chef der griechischen Olympiamannschaft, Isidoros Kouvelos. Es könne nicht angehen, dass ein Athlet, dazu noch einer, der aus dem Geburtsort der modernen Spiele stamme, solche Kommentare abgebe. Papachristou soll in der Vergangenheit bereits mehrfach Videos und Kommentare der rechten griechischen Partei "Goldene Morgendämmerung" auf ihrer Twitter-Seite publiziert haben.

Rudert Nadja Drygalla im braunen Sumpf?

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) teilte in der Nacht zu Freitag mit, dass die Ruderin Nadja Drygalla (23) das Olympische Dorf in London verlassen habe. Auslöser waren private Kontakte der Deutschen zur rechten Szene. Drygalla soll mit dem Rostocker Neonazi Michael Fischer liiert sein.

NPD-Funktionär Fischer war 2011 Direktkandidat im Wahlkreis Rostock IV und soll Anführer der Kameradschaft "Nationale Sozialisten Rostock" sein. Fischer steht im Verdacht, im Februar 2012 mit seiner Kameradschaft auf einer Gedenkkundgebung für die Opfer der NSU-Mordserie Gegendemonstranten und Polizisten angegriffen und verletzt zu haben.

In einem Gespräch mit dem Sportdirektor des Deutschen Ruderverbandes, Mario Woldt, bekräftigte Drygalla, "dass sie sich zu den Werten der Olympischen Charta und den in der Präambel der DOSB-Satzung niedergelegten Grundsätzen bekennt". Die Ex-Polizistin Drygalla, die in London im Deutschland-Achter gestartet und bereits aus dem Wettkampf ausgeschieden war, hatte sich freiwillig bereit erklärt, das Olympische Dorf zu verlassen, um keine Belastung für die Deutsche Olympia-Mannschaft darzustellen. Der Deutsche Ruderverband (DRV) beabsichtigt nun, nach den Olympischen Spielen Klarheit über die privaten Kontakte Drygallas zur rechten Szene zu schaffen und gegebenenfalls die nötigen Konsequenzen zu ergreifen.

Manipulationsversuche beim Badminton

Die Austragung der Vorrunde bei den Badminton-Wettbewerben wurde durch unsportliches Verhalten in mehreren Fällen überschattet: Das chinesische Doppel aus Wang Xiaoli und Yu Yang hatten sich bereits für das Viertelfinale qualifiziert, als die beiden im letzten Gruppenspiel gegen die Südkoreanerinnen Jung Kyung-Eun und Kim Ha-Na antraten. Um nicht vorzeitig auf ihre Landsfrauen Tian Qing und Zhao Yunlei zu treffen, taten die Chinesinnen alles, um das Spiel zu verlieren. Als sie bereits im ersten Satz neun Aufschläge ins Netz oder arg weit ins Aus schlugen, hagelte es Buh-Rufe der Zuschauer.

Unglücklicherweise nahmen sich das Doppel-Duo der Südkoreanerinnen Ha Jung-Eun und Kim Min-Jung und das indonesischen Doppel Meiliana Juahari und Greysia Polii ein Beispiel an dieser Partie und versuchten ebenfalls, ihr Spiel zu verlieren. Der Badminton-Weltverband (BWF) schloss daraufhin alle vier Paare wegen fehlender Fairness vom Turnier aus.

Der Olympische Gedanke

Zum Glück sind diese Negativ-Beispiele von unsportlichem und rassistischen Verhalten Ausnahmen bei der 30. Olympiade. Den meisten Athleten ist der Olympische Gedanke eines fairen Wettstreits zwischen Menschen aus allen Ländern sehr wohl bekannt. Schließlich ist Olympia, sowie das Olympische Feuer an sich, ein Symbol des Friedens und der Völkerverständigung.

Quelle: freenet.de
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