Schwarzenegger gegen Sonderbehandlung für Polanski

Keine Gnade für Polanski: Gouverneur Schwarzenegger sieht keine Sonderbehandlung vor!
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Keine Gnade für Polanski: Gouverneur Schwarzenegger sieht keine Sonderbehandlung vor!

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Keine Gnade für Roman Polanski: Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger erklärte in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender CNN,  er sehe keine Vorzugsbehandlung für den Star-Regisseur vor. Polanski wird vorgeworfen vor über 30 Jahren ein 13-jähriges Mädchen alkoholisiert und vergewaltigt zu haben. Der  76- Jährige war kürzlich in der Schweiz verhaftet worden.

Laut Medienberichten sprach sich Gouverneur Schwarzenegger entschieden gegen eine Sonderbehandlung des Oskarpreisträgers Roman Polanski aus. "Es kommt nicht darauf an, ob es sich um Roman Polanski oder um jemand anderen handelt", erklärte Schwarzenegger vergangenen Donnerstag gegenüber "CNN". "Ich denke, diese Dinge müssen behandelt werden wie bei jedem anderen", so der 62-Jährige Regierungschef Kaliforniens. Er erhalte viele Begnadigungsgesuche und könne einem solchen von Polanski keine besondere Priorität einräumen. Schwarzenegger betonte jedoch, dass Polanskis Verdienste außer Frage stünden und er sein Werk auch sehr bewundere.

Auch Oberstaatsanwalt Steve Cooley reagierte auf die vehemente Kritik von Seiten Frankreichs und aus Prominenten-Kreisen in Hollywood, die Polanskis Inhaftierung am vergangenen Samstag in Zürich ausgelöst hatte.  Es gehe in diesem Fall nicht um späte Rachsucht oder persönliche Profilierungen, sondern um ein Gerichtsverfahren, das abgeschlossen werden müsse.  So sei ein gültiger Haftbefehl nach den Bestimmungen im bilateralen Auslieferungsvertrag vollstreckt worden, nun folge das weitere Verfahren, so Cooley gegenüber der Nachrichtenagentur "AP".

Auch machte Chefankläger Cooley deutlich, dass es sich in diesem Fall um kein "angebliches Verbrechen" handle, sondern um eine tatsächliche Verfehlung Polanskis:  "Herr Polanski hat sich eines Verbrechens schuldig bekannt". Der Staatsanwalt erinnerte daran, dass noch eine Reihe ernsterer Anklagepunkte anhängig seien. Diese sollten nicht eher beigelegt werden, als Polanski endlich seine gerechte Strafe erhalte, so Cooley.

Bizarre Wendungen in einem Fall voller Verfahrensfehler:  Kürzlich erst hatte sich der Ex-Staatsanwalt David Wells, der einst den Richter zu einer Haftstrafe für den Starregisseur gedrängt haben will, als Lügner geoutet. Er habe nie mit dem Richter gesprochen, sagte er im Interview mit "CNN". Er habe die Angelegenheit  bloß aufpeppen wollen, hieß es laut Medienberichten.

Polanski hatte sich 1978, vor seiner Flucht aus den USA, im Anklagepunkt des ungesetzlichen Geschlechtsverkehrs für schuldig bekannt. Der verhandelnde Richter hatte daraufhin zugesichert, die schwereren Vorwürfe wie Vergewaltigung unter Abgabe von Drogen, Kindsmissbrauch und Sodomie fallen zu lassen.

Polanski hatte sich ein Jahr zuvor an einem 13-jährigen Mädchen vergangen und dafür 42 Tage Untersuchungshaft abgesessen.

Quelle: freenet.de
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