Sitcom-Star Roseanne Barr provoziert in Hitler-Montur

Sitcom-Star Roseanne Barr provoziert in Hitler-Montur
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Sitcom-Star Roseanne Barr provoziert in Hitler-Montur

 
30.07.2009 - 22:00 Uhr

Sitcom-Star schockt mit absurder Nazi-Darstellung: Für das nicht unumstrittene jüdische Satireblatt "Heeb Magazin" warf sich "Roseanne" alias Roseanne Barr voll in Montur und posierte höchst provokant als Hitler-Imitation. Die Schauspielerin wirft damit erneut die Frage auf, wie weit künstlerische Provokation gehen darf.

Während so etwas hierzulande undenkbar wäre, haben die Amis offenbar eine größere Distanz zu sarkastischen Nazi-Darstellungen. So posiert der vor allem als "Roseanne"-Darstellerin bekannt gewordene Sitcom-Star früherer Tage Roseanne Barr in der aktuellen Ausgabe des "Heeb-Magazin" als Nazi-Hausfrau. In Hitler-Montur mit Schnauzbart und Hakenkreuzbinde zieht die 55-Jährige halbverkohlte "Juden-Kekse" aus dem Ofen. Was will sie uns mit dieser geschmacklos anmutenden Aktion sagen?

Oberflächlich betrachtet scheint es sich vor allem um eine geschmacklose und abstoßende Provokationsnummer zu handeln. Der als exzentrisch geltenden, ehemalige TV-Star machte bereits in der Vergangenheit immer wieder mit fragwürdigen Meldungen von sich reden.

Während sie selbst schauspielerisch in der Versenkung verschwunden ist, mauserte sich Roseanne offenbar zu einem Kritiker der Schauspiel- und Politszene: Nach Medienberichten äußerte sich die gewichtige Schauspielerin auf ihrem Internet-Blog nicht selten lästerhaft über den einen oder anderen Schauspiel-Kollegen. Im selben Blog bezeichnete sie auch Israel als "Nazi-Staat"!

Mit der aktuellen Fotostrecke unter dem Motto "Sieg Heil! More of Roseanne Barr, Our Favorite Domestic Nazi Goddess" (zu Deutsch: Mehr von unserer liebsten einheimischen Nazi-Göttin) scheint sie nun jedoch dem Fass die Krone aufzusetzten.

Dabei könnten gutmütige Interpretationsversuche durchaus die Botschaft Roseannes skurriler Aktion eröffnen. Was man wissen muss: Roseanne Barr ist selbst gebürtige Jüdin. Zudem bemüht sich das US-amerikanische "Heeb Magazin" um eine Hinterfragung der heutigen jüdischen Kultur. Der selbstironische und oft provokative Umgang mit Stereotypen soll die Leser zum Nachdenken anregen und offene Missstände zur Sprache bringen.

Nichtsdestotrotz werden einige darüber nicht lachen können. Bleibt wiedermal die Frage, wie weit künstlerische Freiheit gehen darf, ohne Gefühle zu verletzen. Bei derartig bizarren Nazi-Darstellungen ist für viele eine klare Grenze überschritten.

Quelle: freenet.de
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