"Bares für Rares": Vom billigsten zum teuersten Objekt

Horst Lichter ist bei "Bares für Rares" Hüter von Kunst und
Kuriositäten - die bringen nicht immer ein Vermögen ein
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Horst Lichter ist bei "Bares für Rares" Hüter von Kunst und Kuriositäten - die bringen nicht immer ein Vermögen ein

 © ZDF/ Frank Dicks
31.05.2018 - 11:33 Uhr

"Bares für Rares", die Sendung über Kunst, Kitsch und Kuriositäten, ist längst Kult. Nicht zuletzt wegen der skurrilen Objekte, die auf dem Händlertisch landen und den überraschenden Preisen, die sie erzielen.

"Bares für Rares" hat sich aus dem Nachmittagsprogramm des ZDF zur echten Kult-Sendung etabliert. Am Donnerstag macht die Sendung um Kunst und Dachbodenfunde wieder mal einen Ausflug in die Primetime (am 31. Mai, 20:15 Uhr im ZDF, eine weitere Primetime-Sendung gibt es am 12. Juli) und bietet wieder die Gelegenheit, aus Flohmarktfunden oder Erbstücken bares Geld zu machen.

Wieviel genau, das deutet sich in der Expertise und endgültig natürlich bei der Verhandlung mit den Händlern an. Die Preisspanne ist enorm, und oft genug gibt es Überraschungen unter den zahlreichen Objekten, die einen neuen Besitzer suchen (rund 500 bis 1.000 Bewerbungen gehen wöchentlich beim ZDF ein, etwa 2.848 schafften es bisher in die Sendung). spot on news hat die wichtigsten Zahlen und Fakten beim Sender erfragt.

10 bis 35.000 Euro - so viel (oder wenig) räumten die Verkäufer ab

Unangefochtener Preis-Sieger ist bis heute ein Oldtimer: Das Borgward Isabella Cabriolet brachte seinem Besitzer 35.000 Euro ein. Ein gutes Geschäft, obwohl die Trennung von dem Gefährt sichtlich schwer fiel.

Auf der anderen Seite des Spektrums finden sich stapelweise Perry-Rhodan-Hefte: Ganze 1.100 Exemplare des Sammelromans wollte ein Verkäufer an den Mann bringen, fand bei den Händlern jedoch keinen Anklang. Bevor er sie "auf dem Heimweg in die Mosel" schmiss, bot ihm Julian Schmitz-Avila 10 Euro - und die Mosel blieb sauber.

Die "Bestseller" und Kuriositäten

Dass ein Oldtimer gutes Geld einbringt, liegt auf der Hand. Doch unter den Top Ten finden sich auch einige Kuriositäten. Weniger die Goldmünze aus dem Jahr 1648, die Ferdinand III. auf der einen und einen Doppeladler auf der anderen Seite zeigt und 25.000 Euro einbrachte (Platz 2), sondern Dinge wie ein selbstgebautes Karussell mit Fahrzeugen aus den 50ern (14.000 Euro, Platz 3). Außerdem finden sich in den Top Ten einige Gemälde - die bei "Bars für Rares" oft Anklang finden - wie das einer jungen Frau mit Muff von Charles Coypel (9.000 Euro, Platz 5), die Cannes-Uferpromenade von Lucien Adrion (8.000, Platz 6) oder eine Landschaftsmalerei von Johann Jungblut (6.000 Euro, Platz 10).

Weitere Bestseller sind ein siebenteiliges Silberservice aus den 1920ern (10.000 Euro, Platz 4), ein Schmuckkonvolut aus dem späten 19. Jahrhundert (7.100 Euro, Platz 8), ein sperrhölzernes Schiffsmodell (6.500 Euro, Platz 9) und ein von den Ehrlich Brothers aus Bahnschienen gefertigtes Herz (8.000 Euro, Platz 7). Ein selbstgefertigter Topseller wie dieser gehört noch nicht einmal zu den kuriosesten Objekten, die je über den Händlertisch gingen. Eine Buddha-Figur aus Meissen, die mit dem Kopf wackeln und die Zunge rausstrecken konnte - eine echte Seltenheit, die selbst den Experten überraschte. Erlös: 650 Euro.

Vom größten zum kleinsten Objekt

Nicht jedes Objekt passt ins Studio: Das bisher größte angebotene Objekt dürfte das Segelboot sein, das im vergangenen Jahr den Besitzer wechselte. Der Jollenkreuzer der Bickert-Werft aus dem Jahr 1965 brachte 5.500 Euro ein.

Das kleinste bisher verkaufte Objekt ist eine Münze, genauer gesagt ein 10-Pfennig-Stück mit eingraviertem Vater unser auf der Rückseite.

Das älteste Exponat

Ein Rollsiegel zum Versiegeln von Flaschen und Tongefäßen ist mit etwa 5000 Jahren auf dem Buckel der Senior unter den "Bares für Rares"-Objekten. 1.200 Euro strich sein Besitzer dafür ein. Doch ein hohes Alter garantiert nicht immer einen hohen Erlös: Ein Altargemälde aus dem 16. Jahrhundert sorgte für eine der größten Preisüberraschungen der Sendung. Die Tafelmalerei, die Johannes den Täufer zeigt, wurde für 3.000 Euro verkauft. Kein schlechtes Zubrot, doch für hochwertige, antike Kunst ein Schnäppchen.

Der Traum vom Flohmarkt-Knaller

Für manche wird er tatsächlich wahr. Der eine oder andere "Bares für Rares"-Kandidat konnte aus einem Flohmarkt-Schnäppchen einen satten Gewinn erzielen. Eine Bronzeskulptur aus den 1920er Jahren hat auf dem Flohmarkt 20 Euro gekostet, bringt im Händlerraum satte 850 Euro ein. Noch größer war der Gewinn bei einem Gemälde von Hermann Ottomar Herzog, das eine Kandidatin für 50 Euro gekauft hat. Die Experten-Schätzung von 2.500 Euro wurde mit einem finalen Gebot von 3.450 Euro noch übertroffen.

Quelle: spot on news AG
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