Das große Krimisterben im TV: Diese Serien werden eingestellt

Freuen können sich die Fans immerhin noch über jede Menge
Wiederholungen: Erst am Wochenende wurde "Mordkommission Istanbul -
Ausgespielt" (2015) im rbb gezeigt
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Freuen können sich die Fans immerhin noch über jede Menge Wiederholungen: Erst am Wochenende wurde "Mordkommission Istanbul - Ausgespielt" (2015) im rbb gezeigt

© rbb/ARD Degeto/Gülnur Kiliç

"Mordkommission Istanbul" ist die nächste große Krimireihe, die demnächst enden wird. Doch auch viele andere Krimisendungen werden oder wurden bereits eingestellt. Von diesen Kommissaren heißt es Abschied nehmen.

Nur "Tatort"- und "Polizeiruf 110"-Fans (Das Erste) können offenbar noch ruhig schlafen. Wer dagegen an anderen Krimireihen hängt, muss dieser Tage stark sein. Denn mit der "Mordkommission Istanbul" (2008-2020, Das Erste) steht nun also die nächste eigentlich erfolgreiche Krimireihe offiziell vor dem Aus. Die letzte Folge wird 2020 in Südafrika gedreht.

Kurz zuvor wurde bereits das Ende der TV-Krimireihe "Donna Leon" (2000-2019, Das Erste) bestätigt. In den Verfilmungen der Kriminalromane von US-Schriftstellerin Donna Leon (77) ermittelt der venezianische Polizist Commissario Guido Brunetti. Verkörpert wurde dieser ab der 5. Folge von Schauspieler Uwe Kockisch (75, "Weissensee"). Die letzte Ausgabe wird am 25. Dezember 2019 ausgestrahlt.

Reihenweise Abschiede auch im ZDF

Und auch das ZDF streicht einige Krimisegel: So wurde im August bekanntgegeben, dass die Reihe "SOKO München", die von 1978 bis 2015 "SOKO 5113" hieß, im kommenden Jahr in TV-Rente gehen wird. Der ZDF-Dauerbrenner gehört zu den dienstältesten Serien im deutschen Fernsehen. Etwas weniger bitter wird der Abschied von Schauspieler Gerd Silberbauer (66) und seinen Kollegen immerhin dadurch, dass die Ermittler von "SOKO Hamburg" und "SOKO Potsdam" den Sendeplatz übernehmen werden.

Den jüngsten Abschied galt es von Schauspielerin Senta Berger (78) in der Rolle der internen Ermittlerin, Kriminaldirektorin Dr. Eva Maria Prohacek, zu verkraften. Ende Oktober ging ihre "Unter Verdacht"-Reihe (2002-2019, Arte/ZDF) in den Ruhestand. Im letzten Fall "Evas letzter Gang" griffen die Filmemacher einen Fall vom Anfang der Reihe noch einmal auf. Der Pilotfilm "Verdecktes Spiel" erhielt 2003 den angesehenen Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie "Fiktion & Unterhaltung".

Von Hannelore Hoger (77) als "Bella Block" (1994-2018, ZDF) mussten sich die Fans bereits im vergangenen Jahr verabschieden. Der letzte Fall der vielfach ausgezeichneten Samstagskrimireihe mit dem Titel "Am Abgrund" führte die Polizistin in einen Sumpf aus Korruption und Amtsmissbrauch. Schon im ersten Jahr gab es je einen Adolf-Grimme-Preis für Regisseur Max Färberböck und Darstellerin Hannelore Hoger.

Das Comeback nach dem Abschied

Dass der Abschied von einer beliebten Krimifigur nicht für immer sein muss, demonstrierten zuletzt gleich zwei Haudegen dieses Genres.

Im Jahr 2018 feierte "Stubbe - Von Fall zu Fall"-Star (1995-2014, 2018, ZDF) Wolfgang Stumph (73) ein Comeback. Zwar spielte er in "Stubbe - Tod auf der Insel" einen pensionierten Ermittler, den Fall löste er trotzdem. Im Interview mit spot on news betonte Stumph: "Es ist kein 51. 'Stubbe'-Fall geworden, es ist ein Special." Mitte dieses Jahres kam dann aber die frohe Kunde: "Es wird ein weiteres Stubbe-Special geben. Wir drehen nächstes Jahr, und der Film wird wahrscheinlich auch 2020 ausgestrahlt", sagte Stumph der "Bild"-Zeitung.

Bereits drei eigenständige Filme gibt es auch von dem ehemaligen "Ein Fall für zwei"-Star (ZDF) Claus Theo Gärtner (76). Seit 2017 wurde jedes Jahr ein Krimi mit ihm in seiner Paraderolle, Privatdetektiv Josef Matula. gezeigt: "Matula", "Matula - Der Schatten des Berges" und "Matula - Tod auf Mallorca".

Wenn die Hauptdarsteller kämpfen

Und dann gibt es noch zwei Krimireihen, bei denen kein Ende in Sicht ist. Sorgen machen sich die Fans dennoch. Denn mit Joseph Hannesschläger (57) und Jan Fedder (64) kämpfen zwei beliebte Hauptdarsteller der Krimireihen "Die Rosenheim-Cops" (seit 2002, ZDF) und "Großstadtrevier" (seit 1986, Das Erste) aktuell gegen eine schwere Krankheit.

Der Hamburger Jan Fedder ist seit einigen Jahren immer wieder von schlimmen Krankheiten geplagt. 2013 wurde bei dem Schauspieler ein Mundhöhlen-Karzinom diagnostiziert, das eine Strahlenbehandlung erforderte. Nach diversen Knochenbrüchen, einem entzündeten Bluterguss, der 2014 mehrfach operiert wurde und einer weiteren Knieverletzung vor drei Jahren ist der "Großstadtrevier"-Star seit einiger Zeit auf einen Rollstuhl angewiesen. "Der Rollstuhl gehört jetzt halt zu meinem Leben", sagte er im Juni 2019 in einem Interview mit der "Bild am Sonntag".

Anfang Oktober dieses Jahres schockte der beliebte Münchener Schauspieler Joseph Hannesschläger (57, "Die Rosenheim-Cops") seine Fans mit der Nachricht, schwer an Krebs erkrankt zu sein. "Ich habe einen neuroendokrinen Tumor. Der ist leider nur palliativ zu behandeln", sagte er damals der "tz". Inzwischen klingt er zuversichtlicher: "Es gibt zwei neue Behandlungsmethoden mit Chancen auf eine Heilung. Wenn es klappt, dann kann ich auch wieder drehen", erklärte er der Münchener Tageszeitung.

Fixstern Sonntagskrimi

Ganz ohne Abschiede geht es aber auch bei der quotenstärksten Krimireihe "Tatort" bzw. "Polizeiruf 110" nicht. Allerdings heißt es dann immer nur Abschiednehmen von dem einen oder anderen Ermittler oder einer Ermittlungsregion, die Reihe an sich stand bislang noch nicht zu Diskussion...

Quelle: spot on news AG
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