Alpina BMW B12 5.7 Coupé E31 (1993) RM Sotheby's

RM Sotheby's versteigert am 5. Februar in Paris einen von 57 BMW
Alpina 5.7 Coupé.
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RM Sotheby's versteigert am 5. Februar in Paris einen von 57 BMW Alpina 5.7 Coupé.

© Tom Gidden/RM Sotheby's

Der schnellste BMW 8er kam von Alpina. Eines der nur 57 gebauten V12-Coupés wurde jetzt verkauft – mit Handschaltung und vierstelliger Laufleistung.

Für 265.000 Euro hat RM Sotheby’s am 5. Februar 2020 ein Alpina B12 5.7 Coupé in Paris versteigert. Die Auktion fand während der Oldtimermesse Rétromobile (5.-9. März 2020) am Place Vauban statt. Der Alpina stammt aus der Youngtimer Collection, von der im vorigen Jahr Teile unter anderem in Essen und den USA versteigert wurden. Bemerkenswert ist der niedrige Tachostand: 9.074 Kilometer zeigen die orangen Digitalziffern an. Der Schätzwert des seltenen Coupés lag bei 300 bis 350.000 Euro. Es wurde ohne Mindestpreis verkauft. Der erzielte Preis entspricht dem damaligen Neupreis – allerdings in Euro statt in D-Mark. Ohne die Inflation zu berücksichtigen, hat sich der Betrag, für den das Coupé verkauft wurde, praktisch verdoppelt.

Nummer 21 von 57 gebauten Alpina B12 5.7 Coupé

Ausgeliefert wurde der 21. von 57 gebauten B12 5.7 in Deutschland, danach kam das Auto in die Schweizer Sammlung seltener Youngtimer der 1980er- und 90er-Jahre. Das Alpina-Coupé ist nicht nur selten, sondern auch schnell: 300 km/h Höchstgeschwindigkeit erreicht das Coupé. Alpina entfernte dafür nicht nur das bei BMW übliche 250-km/h-Limit, sondern steigerte durch mehrere Maßnahmen die Leistung des S70-V12 aus dem 850 CSi von 380 auf 416 PS: Der Hubraum steig auf 5,7 Liter, die Verdichtung auf 10,5:1. Neue Nockenwellen und eine eigene Kurbelwelle ergänzten die Maßnahmen auf dem Weg zum 300-km/h-Coupé. Die nötigen Reifen kamen von Michelin – nicht viele Zweitonner erreichten damals solche Geschwindigkeiten.

Sechsgang-Schaltgetriebe von Getrag

Liebhaber von Schaltwagen freuen sich über den hölzernen Knauf mit dem Alpina-Logo: Dieser B12 wurde als einer von 47 mit dem Sechsgang-Getriebe von Getrag ausgeliefert. Weitere 10 hatten die Alpina-eigene Shift Tronic, ein automatisiertes Schaltgetriebe.

Lackiert ist Nummer 21 in klassischem Alpina-Blau. Goldene Streifen auf dem Frontspoiler und den Seiten sowie die Zwanzigspeichen-Leichtmetallräder ergänzen das Bild. Der Innenraum ist großzügig mit schwarzem Leder bezogen, die Nähte sind – wiederum Alpina-typisch – blau und grün. Der Laufleistung entsprechend wirkt das Auto bis hin zum Werkzeug im Heckdeckel werksfrisch.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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