Die Temperaturen sinken, die Energiekosten steigen

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30.11.2018 - 09:00 Uhr

Der Winter hat zwar viele schöne Seiten, doch das betrifft sicherlich nicht die Energiekosten. Die Ausgaben für Warmwasser und Heizung, Kochen und Beleuchtung in privaten Haushalten sind in den letzten zwanzig Jahren beinahe um das Doppelte gestiegen, mit einem Hoch im Jahr 2013. Seitdem sind die Kosten konstant auf einem sehr hohen Niveau. Der Grund sind die steigenden Kosten für Gas, Öl und Strom, die natürlich durch die schlechten Energiewerte älterer Häuser umso mehr ins Gewicht fallen. Für einen Liter Heizöl mussten wir vor 10 Jahren 35 Cent bezahlen, heute sind es schon 95 Cent pro Liter. Die Tendenz ist steigend.

In den letzten Jahren ist das Thema „energetisches Sanieren“ darum in aller Munde. Hausbesitzer sind angehalten, ihre Häuser so gut wie möglich an die veränderten Umstände anzupassen. Wer die verbesserten Möglichkeiten der Sanierung nutzt, kann einen großen Teil seiner Energiekosten einsparen. Die Sanierung wird durch bestimmte Förderprogramme und günstige Kredite etwa von der KfW sogar gefördert, sodass sie für jeden Hausbesitzer erschwinglich wird.

Wie groß ist das Einsparpotenzial bei einer energetischen Sanierung?

Man muss genau überlegen, mit welchen Maßnahmen man beginnt, um das Sparpotenzial so gut wie möglich ausschöpfen zu können und die anfallenden Kosten unter Kontrolle zu behalten.

Bei einem schon vorhandenen Haus einen Niedrigenergie- oder Passivenergiestandard erzielen zu wollen, ist utopisch. Das wäre mit den entsprechenden Maßnahmen vielleicht sogar möglich, doch die Kosten würden sich nicht amortisieren. Man kann jedoch einiges einsparen! Wo man mit der Sanierung beginnt, hängt von dem Ist-Zustand des Hauses ab.

Eine neue Heizung einbauen

Eine beliebte Methode der energetischen Sanierung ist der Einbau einer neuen Heizung. Das hat mehrere Gründe. Einerseits kann man die Art der Befeuerung wechseln und etwa von Öl auf Gas, auf Pellets oder vielleicht sogar auf Erdwärme umsteigen. Dabei macht man sich die unendlich vorhandene Energie der Erde zunutze, die besonders im Vergleich zu den endlichen Ressourcen Öl und Gas besonders gut abschneidet. Diese Form des Heizens ist jedoch nicht an allen Standorten möglich. Ebenfalls auf erneuerbare Energie setzen Sonnenkollektoren, die auf vielen Dächern installiert werden können. Es kommt dabei natürlich auf den Neigungswinkel und die Ausrichtung des Daches an. Sind diese nicht optimal, kann sogar ein Carport-Dach die Sonnenstrahlen einfangen.

Woher auch immer die verarbeitete Energie stammt, eine moderne Heizung nutzt sie viel effektiver und ist dadurch in der Lage, dem Hausbesitzer zu einer Einsparung von 30% bis 35% zu verhelfen.

Fenster und Türen erneuern

Wenn man im Winter das Wärmebild eines schlecht gedämmten und lange Zeit nicht modernisierten Hauses betrachtet, fällt schnell auf, dass ein Großteil der Wärmeenergie von innen durch die Fenster und auch Türen nach außen entweicht. Umgangssprachlich sagt man: Man heizt für draußen.

Das ist ein Zustand, den es zu ändern gilt, denn die effektivste Heizungsanlage nutzt nicht viel, wenn die erzeugte Wärme dann doch wieder  unkontrolliert entweicht. Davon abgesehen dringen an diesen Stellen natürlich auch Kälte und Wind in das Haus ein. Moderne Fenster und Türen wie etwa von Rekord, einem deutschen Familienbetrieb mit beinahe 100jähriger Tradition, machen damit Schluss. Sie sind nicht nur formschön und mit modernster Holzbeschichtung veredelt, werden sie fachgerecht eingebaut, können sie eine Ersparnis von 20% bis 25% erwirken.

Die Außenwände dämmen

Beim Thema energetische Sanierung hat man gleich die Dämmung der Außenfassade vor Augen, die das Haus quasi in einen zusätzliche Hülle bettet und so den Verlust von Wärmeenergie deutlich senkt. Jährlich lassen sich so 8000 bis 9000 Kilowattstunden Energie einsparen, was ungefähr 20% bis 25% der Energiekosten bedeutet. Es handelt sich dabei jedoch zweifellos um eine recht große Sanierung, die man am besten gleichzeitig mit anderen nötigen Anpassungen vornehmen lassen sollte. Steht ohnehin der Austausch von Fenstern und Türen an, so kann das aufgestellte Gerüst gleichzeitig für die Arbeiten an der Fassade verwendet werden, was deutlich an Kosten einspart. Auch eine ohnehin fällige Überarbeitung der Fassade kann mit der Dämmung verbunden werden. Dann fallen zwar etwas mehr Kosten an, doch insgesamt ergibt sich eine Ersparnis, als wenn beide Maßnahmen getrennt voneinander vollzogen werden.

Wer seine Fassade dämmen will, kann zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen. Die meisten Bauherren entscheiden sich gegen eine vorgehängte Fassade mit dahinter liegender Wärmedämmung oder eine Kerndämmung. Für 80% der sanierungswilligen Hausbesitzer ist eine Fassadendämmung mit einem Wärmedämmverbundsystem die beste Wahl. Dabei werden Platten aus bestimmten Materialien wie Polystyrol, Stein- oder Glaswolle, Hartschaum oder Zelluloseplatten auf eine intakte und entsprechend vorbereitete Fassade aufgesetzt.

Das Dach verschwendet Heizwärme

Warme Luft steigt nach oben, was besonders in den oberen Stockwerken zu einem echten Problem werden kann. Ist das Dach nämlich nur unzureichend gedämmt, entweicht hier ein erheblicher Teil der Wärme ungenutzt nach draußen. Da ein Dach ohnehin ab und an neu gedeckt werden muss, kann bei einer solchen notwenigen Sanierung gleich eine bessere Dämmung angebracht werden. Dadurch lassen sich ebenfalls 20% bis 25% der Energiekosten einsparen.

Wenn Wärme durch den Keller entweicht

Ein Keller ist eine praktische Angelegenheit, bringt aber oftmals bestimmte Herausforderungen mit sich. So wird dieser unterirdische Teil des Hauses manchmal feucht und muss dann aufwendig trockengelegt werden. Und auch die Wärme des Hauses kann durch die Kellerdecke in einen Bereich entweichen, wo sie eigentlich nicht gebraucht wird. Das macht sich besonders dann bemerkbar, wenn eine Fußbodenheizung eingebaut wurde.

Eine nachträgliche Dämmung der Kellerdecke kann hier bis zu 10% der Energiekosten einsparen und ist recht schnell und günstig zu realisieren.

Hausbesitzer sollten nicht noch einen kalten und teuren Winter abwarten, bevor sie sich zu Sanierungsmaßnahmen entscheiden. Jetzt im frostigen Winter kann man mit der Planung beginnen und im Frühjahr mit der Umsetzung starten. Je eher, umso schneller kann man sparen, und der nächste Erhöhung der Preise mit einem Lächeln begegnen.

Quelle: freenet.de
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