Halogenlampen-Verbot: Das müssen Sie jetzt wissen

Seit dem 1. September 2018 sind Halogenlampen in der EU offiziell verboten.  
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Seit dem 1. September 2018 sind Halogenlampen in der EU offiziell verboten.  

 © Imago/ McPhoto/ Kerpa

Nach der Glühbirne ist nun auch für die Halogenlampe Schluss. Seit dem 1. September 2018 ist das EU-Verbot rechtskräftig. Wir verraten Ihnen, was Sie als Verbraucher jetzt wissen müssen. 

Der Umwelt zuliebe wurde das Ende der Halogenlampe besiegelt. Die Produktion der Lampen ist ab sofort in allen EU-Ländern verboten. Rest- und Lagerbestände dürfen zwar weiterhin verkauft werden, doch schon in naher Zukunft sollen nur noch LED- und Energiesparlampen die Regale der Elektronikfachmärkte zieren.

Licht aus

Seit nunmehr sechs Jahren ist die konventionelle Glühbirne verboten. Lange Zeit galt die Halogenlampe als stromsparender Nachfolger. Damit ist nun Schluss. Eigentlich sollten Halogenlampen bereits im Jahr 2016 aus dem Lampensortiment verschwinden. Damals scheiterte das Vorhaben an unzureichenden Alternativen. Die Gnadenfrist ist jetzt abgelaufen. 

Das müssen Verbraucher jetzt wissen:

  • Welche Lampen sind von dem Verbot betroffen?
    Grundsätzlich sind alle Lampen, die durch Energiesparlampen oder LED-Lampen ersetzt werden können, betroffen. Dazu zählen insbesondre Hochvolt-Halogenlampen der Energieklasse D mit ungebündeltem Lichtstrahl, die wie klassische Glühbirnen aussehen. Nicht mehr produziert werden dürfen Hochvolt-Halogenlampen mit einer Netzspannung von 230 Volt und Niedervolt-Halogenlampen mit einer Netzspannung von 12 Volt (ab Effizienzklasse C).
  • Müssen bereits vorhandene Halogenlampen entfernt werden?
    Nein, es gibt keine Auflagen, die Halogenlampen aus Haushalten zu entsorgen. Das EU-Verbot bezieht sich lediglich auf die Herstellung der Lampen, nicht auf deren Benutzung.
  • Wie müssen alte Halogenlampen beseitigt werden?
    Haben die Lampen ausgedient oder Sie sich für den Austausch der Stromfresser entschieden, können Sie die Lichtquellen guten Gewissens in Ihrem Hausmüll entsorgen. Die Lampen müssen nicht als Sondermüll deklariert werden.
  • Was gilt es beim Umstieg auf LED- und Energiesparlampen zu beachten?
    Während die Helligkeit bei Glühbirnen noch in Watt angegeben wurde, müssen Sie bei LED-und Energiesparlampen der Lumen-Zahl Ihre Aufmerksamkeit schenken. Etwas mehr als zehn Lumen entsprechen in etwa einem Watt. Für die Farbtemperatur gilt: Eine warmweiße Lichtquelle hat 2700 bis 3000 Kelvin.
  • Welche finanziellen Folgen hat das Verbot für private Haushalte?
    Die Anschaffung der neuen Lampen verursachen zwar erstmal Mehrkosten, auf lange Sicht rechnet sich jedoch auch für Haushalte der Umstieg auf die energiesparende Alternative. Energiesparlampen sind etwa 80 Prozent effizienter als herkömmliche Glühlampen. Das spiegelt sich auch auf der Stromrechnung wider.
     

Stromfresser

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Alternativen für die Halogenlampe entwickelt. LED- und Energiesparlampen sollen den Weg in die Zukunft weisen. Nach Angaben des europäischen Umweltschutz-Dachverband EEB halten die modernen Lampen etwa 15000 bis 25000 Stunden, Halogenbirnen hingegen nur 2000. Der EU-Kommission zufolge verbrauchen Haushalte mit den neuen Lampen etwa fünf Mal weniger Strom als mit den herkömmlichen Lichtquellen. 

EU-Richtlinie 

Grundlage des EU-Verbots ist die Ökodesign-Richtlinie. Es wird angestrebt, europaweit umweltschonende Geräte auf dem Markt zu etablieren. So soll die Umwelt geschont und Strom gespart werden. Neben Lampen sind auch Heizungen, Kühlschränke und Fenster von den Vorschriften betroffen. Schon bald werden Wasserkocher, Handtrockner und Aufzüge auf den Prüfstand gestellt.
 

Quelle: freenet.de
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