Para-Radsportlerin Hausberger gewinnt WM-Silber

Auch am zweiten Wettkampftag sammelt das deutsche Team einige Medaillen.
Paris-Goldmedaillengewinnerin Maike Hausberger hat bei der Para-WM im belgischen Ronse im Zeitfahren Silber gewonnen. In der Klasse WC2 fehlten der 30-Jährigen am Freitag etwas über 14 Sekunden auf die Siegerin und Weltmeisterin Flurina Rigling aus der Schweiz. Bronze sicherte sich die US-Amerikanerin Allison Jones.
"Es war ein sehr langes und hartes Rennen – das längste Zeitfahren, dass ich je gefahren bin", sagte Hausberger: "Ich kann mit meiner Leistung und der Silbermedaille absolut zufrieden sein."
Im Zeitfahren der Klasse WC3 jubelte derweil Marie Quellhorst über eine Silbermedaille. Beim Sieg der Australierin Emily Petricola war die Deutsche 22,32 Sekunden langsamer. "Als ich ins Ziel gekommen bin und mir gesagt wurde, es war ein sehr gutes Rennen, habe ich an eine Top-6-Platzierung gedacht", meinte die 26 Jahre alte Quellhorst: "Dass ich jetzt eine Medaille mit nach Hause nehme, ist bei mir noch gar nicht richtig angekommen."
Bei den Männern sicherte sich Pierre Senska beim Kampf gegen die Uhr in der Klasse MC1 Bronze. "Unser Rennen war bei dem Regen brutal schwierig. Ich bin die erste Runde sehr kontrolliert gefahren, doch als der Bundestrainer mir gesagt hat, dass es richtig gut aussieht, hab' ich gedacht: jetzt alles oder nichts", sagte Senska.
Nach dem zweiten Wettkampftag in Belgien steht das deutsche Para-Radsport-Nationalteam damit bei acht Medaillen. Am ersten Wettkampftag hatte das Team von Bundestrainer bereits drei Silber- und zwei Bronzemedaillen gewonnen. Die WM in Ronse endet am Sonntag.