Quarterback Brees nach Aussagen über Proteste in der Kritik: "Du verstehst es immer noch nicht?"

Quarterback Brees nach Aussagen über Proteste in der Kritik: "Du
verstehst es immer noch nicht?"
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Quarterback Brees nach Aussagen über Proteste in der Kritik: "Du verstehst es immer noch nicht?"

 © SID

Quarterback Drew Brees von New Orleans Saints hat mit fragwürdigen Aussagen zu den Protesten gegen Rassismus im Sport für neue Diskussionen gesorgt.

Los Angeles (SID) - Quarterback Drew Brees von den New Orleans Saints aus der Football-Profiliga NFL hat mit fragwürdigen Aussagen zu den Protesten gegen Rassismus im Sport für neue Diskussionen gesorgt. "Ich werde niemals zustimmen, wenn jemand die Flagge der USA oder unser Land nicht respektiert", sagte Brees bei Yahoo, löste in der Sportwelt deutliche Reaktionen aus und entschuldigte sich tags darauf.

"Wow, Mann!!", schrieb NBA-Superstar LeBron James von den Los Angeles Lakers bei Twitter: "Du verstehst immer noch nicht, warum Kap (Colin Kaepernick, d. Red.) aufs Knie gegangen ist? Das hat absolut nichts mit der Missachtung der Flagge und unserer Soldaten zu tun."

Quarterback Kaepernick war in der NFL-Saison 2016/17 aus Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA beim Abspielen der Nationalhymne auf das Knie gegangen. Zahlreiche Spieler folgten danach seinem Beispiel.

Am Donnerstag meldete sich Brees nach einem Shitstorm in den Sozialen Medien zu Wort. Bei Instagram veröffentlichte der Profi ein Foto, das den Händedruck zwischen einem Schwarzen und einem Weißen zeigt. "Ich möchte mich bei meinen Freunden, meinen Teamkollegen, der Stadt New Orleans, der schwarzen Community, der NFL-Community und allen entschuldigen, die ich mit meinen Kommentaren verletzt habe", schrieb Brees.

Er habe "unsensible" Aussagen abgegeben und stehe im Kampf gegen rassistisch motivierte Ungerechtigkeit und Polizeigewalt hinter der schwarzen Gemeinschaft. "Ich bitte euch um Verzeihung", schloss Brees sein Statement.

Durch den Tod des Schwarzen George Floyd nach einer Festnahme in Minneapolis ist das Thema wieder aufgeflammt, zuletzt hatten viele Sportstars ihre Stimme erhoben und sich an Protesten beteiligt. So ging NBA-Star Stephen Curry von den Golden State Warriors am Mittwoch in Kalifornien auf die Straße.

"Ist in unserem Land alles in Ordnung? Nein, ist es nicht. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns", sagte Brees, der die Saints 2010 zum Super-Bowl-Gewinn geführt hatte. Mit Protesten während der Hymne habe er aber Probleme.

"Wenn ich mir die US-Flagge ansehe, denke ich an meine beiden Großväter, die im 2. Weltkrieg für dieses Land gekämpft haben", so Brees: "Wenn du der Flagge stehend mit der Hand auf dem Herzen Respekt zollst, ist das ein Zeichen für Zusammenhalt."

Aaron Rodgers, Quarterback der Green Bay Packers, reagierte auf Instagram, nannte Brees dabei aber nicht namentlich. "Es ging nie um die Hymne oder die Flagge. Nicht damals, und heute auch nicht."

Auch Brees' Teamkollegen meldeten sich zu Wort. "Es ist uns egal, dass du nicht einverstanden bist", twitterte Wide Receiver Michael Thomas. Safety Malcolm Jenkins schrieb: "Wenn du nicht verstehst, wie verletzend und unsensibel deine Kommentare sind, bist du Teil des Problems. Ich bin enttäuscht und verletzt."

Quelle: 2020 Sport-Informations-Dienst, Köln
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