Björk irritiert mit Beitrag zu Grönland-Kontroverse
Sängerin Björk ist eine der einflussreichsten Musikerinnen der letzten 30 Jahre und vielleicht das bekannteste Gesicht Islands. Auch mit politischen Botschaften macht die Künstlerin immer wieder Schlagzeilen. So auch im Fall der aktuellen Kontroverse um US-Präsident Donald Trumps Kommentare über eine mögliche Annexion Grönlands durch die USA.
Denn die 60-Jährige sprach sich für die Unabhängigkeit Grönlands aus. "Dass meine geschätzten Grönländer von einem brutalen Kolonialherren zum nächsten gereicht werden könnten, ist zu brutal, um es sich auch nur vorzustellen", schreibt sie in einem Post auf Instagram. "Erklärt eure Unabhängigkeit", fordert sie zum Ende des Postings, das mit einem Bild Grönlands in den Farben der Nationalflagge bebildert ist.
Björks Aussagen lassen sich dabei nicht von der Geschichte ihres Heimatlandes trennen. Auch Island war einmal eine dänische Kolonie. Erst seit 1944 ist es von dem Königreich unabhängig. Vor allem das Timing des Statements wird nun im Netz kritisiert. Denn wenn Grönland sich jetzt für unabhängig erklären würde, wäre es einer Übernahme durch die USA schlechter gewappnet als jetzt, mit Dänemark im Rücken. Grönland wird zwar autonom verwaltet, ist aber offiziell dänisches Gebiet.