Das Jahr 2026 hält für Reisende zahlreiche Neuerungen bereit. Ob in Europa oder Übersee: Wer seinen Urlaub plant, sollte sich frühzeitig über geänderte Bestimmungen, neue Gebühren und zusätzliche Formalitäten informieren.
Seit dem 1. Januar 2026 ist Bulgarien das mittlerweile 21. Land, in dem der Euro zum offiziellen Zahlungsmittel geworden ist. Für Reisende bedeutet das vor allem, dass vor dem Urlaub lästiges Geldwechseln entfällt. Außerdem ist es somit auch einfacher, Preise zu vergleichen.
Venedig bleibt bei seiner Zugangsregelung für Tagestouristen - und weitet sie sogar aus. Zwischen dem 3. April und dem 26. Juli soll an insgesamt 60 Tagen eine Gebühr fällig werden - zehn Euro pro Person am Tag. Wer frühzeitig mindestens vier Tage im Voraus bucht, zahlt fünf Euro.
Auch in Rom möchte man dem Massentourismus mit einer Gebühr entgegentreten. Laut Berichten der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" soll etwa ab dem 7. Januar ein Zwei-Euro-Ticket für die Besichtigung des berühmten Trevi-Brunnens fällig sein.
In den USA muss unterdessen deutlich tiefer in die Tasche greifen, wer 2026 den Grand Canyon und weitere Nationalparks besuchen möchte. Ab Januar gilt für ausländische Touristen ab 16 Jahren für einige der Nationalparks ein Zuschlag von 100 US-Dollar pro Person - zusätzlich zum regulären Eintritt.
Der Jahrespass "America the Beautiful" kostet für Reisende aus dem Ausland künftig 250 Dollar. Er deckt jedoch Zusatzgebühren ab und kann sich damit schnell lohnen, wenn mehrere der Parks auf dem Reiseprogramm stehen.
Die Deutsche Bahn erweitert ihr Angebot. Bis Ende 2026 sollen Tickets aller großen Bahnen in den Nachbarländern direkt über die Webseite und die hauseigene App buchbar sein. Bereits jetzt funktioniert das für viele Verbindungen der ÖBB, SBB, TGV-Strecken in Frankreich sowie Eurostar-Fahrten.
Die Einreisegenehmigung ETA ist für Deutsche ohne Visum bei der Einreise in das Vereinigte Königreich bereits seit Anfang April 2025 Pflicht. Bislang wurde allerdings nur sporadisch kontrolliert. Das ändert sich ab dem 25. Februar 2026, denn dann soll strikter kontrolliert werden.
Wer in den USA Urlaub machen möchte, muss künftig womöglich seine Social-Media-Aktivitäten aus den vergangenen fünf Jahren offenlegen. Dieser Vorschlag wurde von der US-Grenzschutzbehörde vorgebracht. Bisher war die Angabe im ESTA-Antrag (bis zu 90 Tage ohne Visum) freiwillig.
Auch über Verkehrsregelungen und Vorschriften des Urlaubslandes sollten sich Reisende vorab informieren. Auf spanischen Straßen hat beispielsweise mittlerweile das Warndreieck ausgedient.
Seit dem 1. Januar ist in Spanien laut ADAC der Einsatz einer V16-Warnleuchte vorgeschrieben. Für Urlauber, die mit dem eigenen Auto nach Spanien fahren, gilt die Regelung demnach aber nicht. Das Blinklicht ist nur für Wagen mit spanischer Zulassung vorgeschrieben - also auch bei Mietwagen.