Ben Stiller wird 60: Vom Komiker-Sohn zum Hollywood-Multitalent
Das Schauspieltalent wurde Ben Stiller (60) buchstäblich in die Wiege gelegt. Sein Vater Jerry Stiller (1927-2020) war ein populärer Schauspieler, bekannt aus Erfolgsserien wie "Seinfeld" und "King of Queens". Zusammen mit seiner Ehefrau Anne Meara (1929-2015) bildete er über viele Jahre das bekannte Comedy-Duo Stiller and Meara. Heute zählt Ben Stiller zu den gefragtesten Comedy-Schauspielern Hollywoods und hat sich auch als Regisseur sowie TV-Produzent einen Namen gemacht. Am 30. November feierte der Hollywood-Star seinen 60. Geburtstag.
Stand für Steven Spielberg vor der Kamera
Ben Stiller, mit vollständigem Namen Benjamin Edward Meara Stiller, wurde am 30. November 1965 in New York geboren. Schon als Jugendlicher wusste er, dass er Schauspieler werden wollte. Sein Talent zeigte sich früh: Gemeinsam mit seiner Schwester Amy inszenierte er zu Hause Theaterstücke - für die Shakespeare-Rollen schlüpfte Ben sogar in Amys Strumpfhosen. Bereits im Alter von zehn Jahren drehte er mit seiner Super‑8‑Kamera seine ersten eigenen Filme.
Er ging an die UCLA, um Film zu studieren. Doch nach einigen Monaten brach er das Studium ab. 1987 stand er in Steven Spielbergs gefeiertem Drama "Empire of the Sun" vor der Kamera. Doch die Comedy ließ ihn nicht los: Als "Saturday Night Live"-Produzent Lorne Michaels (81) auf Stillers Parodie von "Die Farbe des Geldes (1987)" aufmerksam wurde - geschrieben von Ben selbst, der darin die Rolle von Tom Cruise (63) übernahm - war Bens Weg vorgezeichnet. Der junge Schauspieler ergatterte die Gelegenheit, für die Kult-Comedyshow "Saturday Night Live" zu schreiben. Doch nach nur wenigen Folgen zog er weiter - das Format passte einfach nicht zu seinem Stil.
"Verrückt nach Mary" war ein Riesenerfolg
1990 bekam Ben schließlich seine eigene MTV-Show mit dem Titel "The Ben Stiller Show". Die Show wurde jedoch nach einer kurzen Zeit abgesetzt. Zwei Jahre später belebte Fox die Sendung wieder, doch der Erfolg blieb erneut aus aus. Trotz eines Emmy-Gewinns wurde die Show nach nur einem Jahr abgesetzt. Ohne Job, aber voller Ideen, schlug Ben daraufhin einen neuen Weg ein. Nach mehreren Gastauftritten in Filmen wie "Stella" (1990) und "Highway to Hell" (1992) gelang ihm mit "Reality Bites" (1994) der Durchbruch als Regisseur. Kurze Zeit später übernahm Stiller die Regie bei "Cable Guy" (1996) mit Jim Carrey (63) und Matthew Broderick (63) in den Hauptrollen. Obwohl der Film bei manchen Kritikern gut ankam, blieb der große Erfolg an den Kinokassen aus.
Doch gleich danach wartete die Rolle, die ihn endgültig in die erste Liga Hollywoods katapultieren sollte: "Verrückt nach Mary" (1998) wurde zur perfekten Bühne für Stillers komödiantisches Talent. Mit einem globalen Einspielergebnis von 369 Millionen Dollar begeisterte die Komödie auch das Publikum. Im Jahr 2000 war Stiller in mehreren Filmen zu sehen, darunter in eine seiner bekanntesten Rollen als männlicher Krankenpfleger Gaylord "Greg" Focker in "Meine Braut, ihr Vater und ich". Der Film mit Robert De Niro (82) wurde von Kritikern gut aufgenommen und spielte weltweit über 330 Millionen US-Dollar ein. Es folgten zwei Fortsetzungen, nächstes Jahr startet mit "Focker In-Law" der vierte Film der Reihe in den Kinos. Am 13. Mai 2000 heiratete er seine Schauspielkollegin Christine Taylor (54). Gemeinsam haben sie zwei Kinder.
Produzierte viele Serienhits
Ben Stiller pflegt enge Filmfreundschaften - besonders mit Owen Wilson (57). Gemeinsam übernahmen sie die Hauptrollen in der Kult-Komödie "Zoolander" (2001), die Stiller auch selbst inszenierte. Kurze Zeit später waren sie in "The Royal Tenenbaums" (2001) zu sehen. Sie spielten auch die Hauptrollen in der Filmadaption von "Starsky & Hutch" (2004), die auf die gleichnamige Serie basiert. Doch Stillers Hollywood-Karriere war ein stürmisches Auf und Ab: Nicht jeder Film war ein großer Erfolg, er musste auch Flops und schlechte Kritiken einstecken.
Zu seinen erfolgreichsten Filmen zählt "Tropic Thunder" (2008) mit Tom Cruise. Die Komödie spülte 195 Millionen Dollar in die Kinokassen ein und wurde zum Kultfilm. Stiller ist ein vielseitiger Künstler, der sich ständig neu erfindet. In den letzten Jahren war er häufiger hinter den Kulissen für Fernsehserien aktiv. Er inszenierte die gesamte preisgekrönte Miniserie "Escape at Dannemora" und war zudem als ausführender Produzent tätig. Außerdem gehört er zu den Regisseuren und Produzenten der Apple-TV+-Hitserie "Severance". Darüber hinaus hat Stiller die Dokumentation "Stiller & Meara: Nothing is Lost" produziert, die auf Apple TV+ zu sehen ist. Darin blickt er zurück auf das Leben seiner prominenten Eltern.
Obwohl Ben Stiller zwischendurch kürzertritt, ist seine kreative Energie ungebrochen - und Fans dürfen gespannt sein, was als Nächstes von diesem Ausnahmetalent kommt.