
Woody Allen wird seit Anfang der 90er Jahre von seiner Adoptivtochter Dylan vorgeworfen, sie sexuell missbraucht zu haben. Im Zuge der #MeToo-Bewegung haben sich zahlreiche Stars von Woody Allen distanziert, unter anderem auch...
Woody Allen wird seit Anfang der 90er Jahre von seiner Adoptivtochter Dylan vorgeworfen, sie sexuell missbraucht zu haben. Im Zuge der #MeToo-Bewegung haben sich zahlreiche Stars von Woody Allen distanziert, unter anderem auch...
...Timothée Chalamet. In seiner Autobiografie schreibt der Regisseur: "Er hat aber meiner Schwester (Woody Allens Produzentin) gesagt, dass er das tun müsse, weil er mit 'Call Me By Your Name' für einen Oscar nominiert war. Er und sein Agent hätten gedacht, Timothée würde bessere Chancen haben, wenn er mich denunziert. Also hat er das gemacht." Es hat trotzdem nicht geklappt.
Als Melissa Leo für ihre Rolle in 'The Fighter' nominiert war, griff sie tief in die eigene Tasche, um sich - ohne Absprache mit dem Studio - für mehrere Magazin-Cover ablichten zu lassen und so bis zur Oscar-Verleihung in den Schlagzeilen zu stehen. Es funktionierte.
Etwas Ähnliches hatte auch Margaret Avery versucht, als sie für 'Die Farbe Lila' nominiert war. Sie ließ Anzeigen in Magazinen schalten und schrieb dort in einem altmodischen afro-amerikanischen Dialekt, wie stolz sie auf ihre Arbeit sei. Die Anzeigen kosteten sie ein Vermögen, die Reaktionen waren kritisch, der Oscar ging an Anjelica Huston.
Casey Affleck hält sich ansonsten eigentlich vom Rampenlicht fern, doch als sein Film 'Manchester by the Sea' Premiere feierte und Nominierungen einheimste, war es mit der Stille vorbei. Der Darsteller drehte gleich drei PETA-Clips in zehn Monaten, und für PR-Berater und die Presse in Hollywood war klar: Das war alles nur Publicity für die Oscar-Academy.
David Lynch warb nicht für sich, sondern für Laura Dern. Der Regisseur war von ihrer Leistung in seinem Film 'Inland Empire' so begeistert, dass er sie nominiert sehen wollte. Also setzte er sich mit einer Kuh an den Straßenrand. An die Kuh hatte er ein Plakat gehängt mit der Bitte, Laura doch bitte mit einer Nominierung zu bedenken.
Harvey Weinstein war der Meister der PR. Er schummelte und mogelte, wo es nur ging. Als er 'Gangs of New York' vertrieb, zitierte er auf Werbeplakaten Lob des legendären Regisseurs Robert Wise. Der hatte diese Hymnen aber gar nicht geschrieben, sondern Weinsteins PR-Berater. Die Oscar-Academy änderte daraufhin die Kampagnen-Regeln.
Manche Stars vertrauen darauf, in ihrer Performance alles zu geben, um einen Oscar zu bekommen. Daniel Day-Lewis spielte in 'Mein linker Fuß' einen behinderten Maler und blieb während der gesamten Drehzeit im Rollstuhl sitzen und verlangte, dass Mitarbeiter ihn mit einem Löffel füttern. Der Plan ging auf.
Hilary Swank übte monatelang für ihre Rolle als Transsexueller in 'Boys Don't Cry', band sich die Brüste ab und stellte sich privat als ihr Bruder James vor, um zu testen, ob man ihr den Mann abnimmt. Sie bekam den Oscar.
Leonardo DiCaprio bekam ihn auch endlich, nachdem er für 'The Revenant' in Tiergerippen geschlafen hatte und im Eiswasser geschwommen war. Was tut man nicht alles, um authentisch zu sein...?