Audi baut 4.500 Ladepunkte

Bis Mitte 2022 sollen über 4.500 Ladepunkte an Audi Standorten
stehen (auf dem Foto: Audi e-tron Sportback 55 quattro).
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Bis Mitte 2022 sollen über 4.500 Ladepunkte an Audi Standorten stehen (auf dem Foto: Audi e-tron Sportback 55 quattro).

 © Audi

Audi investiert 100 Mio. Euro in Elektroauto-Ladeinfrastruktur an eigenen Standorten.

Bis Mitte 2022 will Audi jeden zehnten seiner Parkplätze mit einer Lademöglichkeit für Elektroautos ausstatten. Die meisten sollen nicht nur den Audi Mitarbeitern, sondern auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Bei den Audiwerken sollen 4.500 Ladepunkte mit je bis zu 22 kW Leistung entstehen und ca. 50 weitere Ladepunkte mit je bis zu 350 kW. Audi investiert 100 Millionen Euro in das Projekt.

Im Stammwerk von Audi in Ingolstadt sollen bis Mitte 2022 3.500 Ladepunkte zur Verfügung stehen, in Neckarsulm 1.000 und in Brüssel und Györ knapp 100. Außerdem soll im mexikanischen Werk in San José Chiapa eine Elektroauto-Ladeinfrastruktur entstehen. An den Audi Trainingszentren am Münchener Flughafen gibt es schon jetzt umfangreiche Lademöglichkeiten. Zur Energieversorgung der Ladepunkte wird bereits ab diesem Jahr ein intelligentes Lastmanagement zur standortübergreifenden Steuerung genutzt. Dies erspart einen Ausbau der Stromanbindung.

Komplexe Ladelösungen an Audi Standorten

„Es geht aber nicht nur um die reine Energieversorgung”, so Maximilian Huber. Er ist der Projektleiter, Bauherr der Ladepunkte und auch Energiemanager und Softwareanbieter für die umfassende Ladelösung an den Standorten des Automobilherstellers. Das Projektteam hat eine eigene Karte auf Basis von Google-Maps entwickelt, mit der sich Audi-Mitarbeiter in Echtzeit zu freien Ladesäulen navigieren lassen können. Die Abrechnung erfolgt über Online-Systeme und beinhaltet die Integration in ein internes Verrechnungssystem.

„Eine derart umfangreiche Ladeinfrastruktur aufzubauen ist eine vollkommen neue Herausforderung”, so Huber, der mit seinem Team schon seit eineinhalb Jahren die Umsetzung vorbereitet. „Solche Vorläufe sind notwendig, weil allein Planung und Ausbau der Energieversorgung in dieser Größenordnung mehrere Jahre dauern kann”, erklärt Huber. Audi hat die Hoffnung, sich durch das beim Aufbau und dem Betreiben der Ladeinfrastruktur gesammelte Know-how ein neues Geschäftsfeld der Mobilität zu erschließen.

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