Renault Twingo Z.E. 2020: Elektro-Twingo kommt noch in diesem Jahr

Renault Twingo Z.E.
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Renault Twingo Z.E.

© Renault

Renault zeigt den neuen Twingo Z.E. Der Elektro-Kleinwagen kommt Ende 2020. Premiere wird er in Genf feiern. Wir haben alle Daten und Infos im Überblick.

Noch vor der Eröffnung des Autosalon in Genf präsentiert Renault den rein elektrisch angetriebenen Twingo Z.E., der dort seine Weltpremiere feiern soll. Der Twingo Z.E. soll Renaults vergleichsweise erfolgreiche Elektroauto-Strategie eine Klasse nach unten ausweiten. Denn dort lauern mit den Drillingen VW E-Up, Skoda Citigo-E und Seat Mii neue Konkurrenten.

Bereits vor sieben Jahren, noch vor der Premiere der dritten Twingo-Generation, hatte Renault mit dem Twingo Z die E-Version des Kleinstwagens vorweggenommen, aber seitdem keine Taten folgen lassen. Stattdessen fuhren lediglich die Schwestermodelle von Smart seit 2017 als EQ-Modelle rein elektrisch vor – mit einem E-Antrieb von Renault.

Twingo Z.E. mit größerem Akku als Smart EQ

Daher ist es auch wenig verwunderlich, was nun über die Leistungsdaten des künftigen Elektro-Twingo bekannt gegeben wird, die Antriebsseite entspricht den elektrischen Smart-Modellen. Bedeutet: Fremderregter Drehstrom-Synchronmotor mit 60 kW Leistung und maximal 320 Newtonmeter Drehmoment, verbaut als Heckmotor.

Allerdings gibt es im neuen Twingo Z.E. mehr Saft als im Smart EQ. Mit einer Nennkapazität von 21,3 kWh liegt die Kapazität der Traktionsbatterie rund 25 Prozent über der des Smart-Akkus. Entsprechend verspricht Renault eine höhere Reichweite als bei den Elektro-Smarties: 180 Kilometer im gemischten WLTP-Modus und dank der größeren Rekuperationsanteile bis zu 250 Kilometer im WLTP-Stadtmodus. Die abgeregelte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 135 km/h und macht den Twingo damit auch für Autobahnfahrten im City-Umfeld fit. Binnen vier Sekunden spurtet der Renault Twingo Z.E. aus dem Stand auf Tempo 50, nach 12,6 Sekunden ist die 100er-Marke erreicht.

Bis zu 22 kW Ladestrom möglich

Relativ flexibel zeigt sich der Renault Twingo Z.E. bei den Lademöglichkeiten. Mit dem „Chameleon Charger“ getauften Ladesystem ist zwar die Gleichstrom-Aufladung an Schnellladesäulen nicht möglich, dafür erlaubt der Twingo Z.E. ab Werk bis zu 400V und dreiphasiges Laden. In der Praxis kann so von der heimischen Steckdose über Wallboxen bis hin zu den innerstädtisch üblichen AC-Ladesäulen mit maximal 22kW Leistung nachgetankt werden. An der 230-Volt-Steckdose dauert ein kompletter Ladezyklus von 0-100 per externem Ladegerät etwas über 13 Stunden, an einer einfachen 3,7 kW-Wallbox lediglich noch acht Stunden, bei einer 22kW-Ladesäule ist der Akku binnen einer Stunde von 0 auf 80 Prozent.

Der 3.615 Millimeter lange und 1.646 mm breite Twingo Z.E. wird mit dieser Auslegung als klassisches City- und Pendler-Auto eingestuft, weniger als vollwertiger Familienauto-Ersatz. Punkten kann er dagegen mit dem winzigen Wendekreis von 8,75 Meter und dem variablen Laderaum: Bei umgeklappten Rücksitzen gibt es einen ebenen Ladeboden mit 1,34 Meter nutzbarer Länge, die ebenfalls serienmäßig umklappbare Beifahrer-Sitzlehne verlängert die Ladefläche sogar auf bis zu 2,31 Meter.

Das Multimedia-System Easy Link liefert auch Infos über umliegende Ladestationen und unterstützt Android Auto sowie Apple Carplay. Serienmäßig an Bord ist die Vernetzung mit der Renault Smartphone-App „MY Renault“, die neben den üblichen Abfragen (Ladestatus, Fahrzeugstandort) auch die Fernsteuerung der Klimatisierung während des Ladens erlaubt.

Noch keine Infos gibt es zu den Preisen des neuen Renault Twingo Z.E., bei dem der Hersteller wohl ebenso wie bei den anderen E-Modellen zwei mögliche Kaufvarianten (inklusive Akku oder Fahrzeugkauf mit Akku-Miete) anbieten wird. In der Variante mit Miet-Akku dürfte der Preis deutlich unter 20.000 Euro liegen. Den Verkaufsstart des Renault Twingo Z.E. planen die Franzosen zum Jahreswechsel 2020/21.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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