Kein Fahrer kam fehlerfrei durch das Budapest-Wochenende. Mit
einem starken Schlussspurt schnappte sich Daniel Ricciardo am Ende
den größten Pokal. Wir haben die 22 Piloten in der Einzelkritik
...
Fernando Alonso: 9/10 - In seiner Qualifikationsrunde baute
Alonso einen kleinen Fehler ein. Im Rennen machte er alles richtig
und verteidigte sich grandios gegen Hamilton. Trotzdem sprach der
Spanier nur von einem sehr guten, aber nicht von einem seiner
besten Rennen.
Lewis Hamilton: 9/10 - Aus der Boxengasse auf das Podium. Trotz
eines Ausrutschers in der ersten Runde. Die Bitte, Rosberg
vorbeizulassen, hat Hamilton zu Recht ausgeschlagen. Vielleicht
hätte er Ricciardo auch so kompromisslos abwehren sollen wie später
Rosberg.
Felipe Massa: 7/10 - Massa hat sich mit 10 WM-Punkten
rehabilitiert. An seinem großen Trainingsrückstand auf Bottas war
teilweise die Rückkehr zum alten Unterboden schuld. Der Wechsel auf
harte Reifen raubte den Williams im Rennen den Speed.
Kimi Räikkönen: 8/10 - Der 16. Startplatz geht auf das Konto
seines Renningenieurs. Es war arrogant, mit der vorgelegten Zeit
Reifen sparen zu wollen, statt einen zweiten Versuch zu wagen.
Räikkönen machte im Rennen alles wieder gut und biss sich bis auf
Platz 6 durch.
Sebastian Vettel: 7/10 - Im Training hatte Vettel seinen
Teamkollegen im Griff. Dann warf ihn das Safety-Car hinter
Ricciardo. Ein Motorproblem kostete zwei weitere Positionen. Damit
war die Ricciardo-Taktik nicht möglich. Der Dreher machte aus einem
möglichen fünften Platz Rang 7.
Jenson Button: 6/10 - Button war im Training langsamer als
Magnussen, blieb aber auf der Strecke. Die Entscheidung des Teams,
in der Safety-Car-Phase ein zweites Mal Intermediates aufzuziehen,
warf Button weit zurück. Mit Mühe erkämpfte er einen WM-Punkt gegen
Sutil.
Adrian Sutil: 8/10 - Einen McLaren ließ Sutil hinter sich. Den
anderen scheuchte er vor sich her. Mit seinem Ferrari-Motor war der
Sauber-Pilot auf der Geraden zu schwach auf der Brust. Hätte er
beim Boxenstopp nicht auf Gutierrez warten müssen, wäre das der
erste WM-Punkt gewesen.
Kevin Magnussen: 4/10 - Magnussen flog im Training auf nasser
Piste in die Reifenstapel, was einen Chassiswechsel und einen Start
aus der Boxengasse bedingte. Der Poker, in der Safety-Car-Phase
nicht Reifen zu wechseln, ging nicht auf.
Esteban Gutierrez: 7/10 - Gutierrez schaffte den Sprung ins Q2
und verteidigte sich 15 Runden lang tapfer gegen Räikkönen. Ein
fehlerloser Grand Prix, der mit Punkten hätte enden können, wäre
der Elektromotor MGU-K nicht eingegangen.
Romain Grosjean: 4/10 - Schon der 14. Startplatz war keine
Großtat. Im Rennen flog Grosjean an der gleichen Stelle wie
Ericsson ab. Er traf die weiße Linie. Das verlängerte die
Safety-Car-Phase. Dabei hatte ihm Ericsson Anschauungsunterricht
gegeben, wie man es nicht macht.
Marcus Ericsson: 2/10 - Das war nicht Formel 1-würdig. Im
Training acht Zehntel langsamer als Chilton. Im Rennen ein wilder
Crash in Kurve 3. Der Caterham ist ein schwierig zu fahrendes Auto,
doch Kobayashi zeigt, dass man ihn auf der Straße halten kann.