
Es gibt wohl kaum einen Motorradfahrer, der nicht von einer Harley träumt. Die Kultmarke steht für Freiheit, Jugend, Abenteuer und den American Way of Life. Doch wie hat eigentlich alles begonnen? Wir blicken auf ein spannendes Jahrhundert zurück.
Es gibt wohl kaum einen Motorradfahrer, der nicht von einer Harley träumt. Die Kultmarke steht für Freiheit, Jugend, Abenteuer und den American Way of Life. Doch wie hat eigentlich alles begonnen? Wir blicken auf ein spannendes Jahrhundert zurück.
Das erste Motorrad von Harley-Davidson glich mehr einem Fahrrad. Die "Serial No. 1" mit 4 PS wurde lediglich in den beiden Jahren 1905/6 gefertigt. Insgesamt wurden 38 Stück hergestellt. Der Kaufpreis damals lag unfassbar hoch bei 200 US-Dollar.
Im Jahre 1921 stellte das Unternehmen zum ersten Mal den 74er-Motor vor. Beim 1921 J Modell leistete der V2 zunächst 18 PS. Später wurde dieser auf 29 PS gesteigert.
Das Harley-Davidson Servi-Car wurde von 1932 bis 1973 gebaut und ist damit das am längsten hergestellte Modell des Unternehmens. Am meisten wurde das Dreirad als Dienstfahrzeug der Polizei genutzt.
Heute zählen sie zu den begehrtesten Oldtimern von Harley-Davidson: die Knucklehead EL. Fans blättern oft weit über 30.000 Euro für diese Maschine hin. Der Knucklehead-Motor wurde zwischen 1936 und 1947 hergestellt.
Die WLA ist mit rund 88.000 Stück eines der meistgebauten Modelle bei Harley-Davidson. Die Maschinen, die zwischen 1940 und 1945 hergestellt worden sind, wurden vom US-Militär im 2. Weltkrieg genutzt.
Die ersten hydraulischen Teleskopgabeln bei Harley-Davidson erschienen 1949 auf den Hydra-Glide-Modellen.
Das erste Superbike von Harley-Davidson erschien 1957 unter dem Namen Sportster. Damit wollten die Amerikaner gegenüber der Konkurrenz von Triumph, Norton und BSA auftrumpfen.
Der Sportster-Motor mit einem Hubraum von 883 cm³ erreichte je nach Version zwischen 40 und 56 PS. Ab 1972 erhielt der Motor größeren Hubraum und konnte damit 68 PS erreichen.
Die ersten hinteren Bremsen und hydraulischen hinteren Aufhängungen erschienen 1958 auf der FL Duo-Glide.
Im Jahre 1965 wurde das erste Electra Glide Motorrad eingeführt. Damit kamen die Fahrer in den Genuss eines bequemen, elektrischen Anlassers.
Für den Straßensport entwickelte Harley-Davidson Anfang der 70er die XR-Modelle mit 750 cm³ und 90 PS. Die Maschinen fuhren meistens nur bei amerikanischen Rennen. International hatten sie gegen die japanischen Hersteller keine Chance.
Im Jahre 1971 wurde eine neue Klasse geboren: der Cruiser. Der FX Super Glide kombinierte dabei ein sportliches Frontend ähnlich jenem aus der XL-Serie mit dem Rahmen und dem Antrieb der FL-Serie.
Der FXS Low Rider kam 1977 auf den Markt. Das Aussehen mit Drag-Style-Lenkern, der abgesenkten Sitzposition sowie den einzigartigen Motor- und Lackbehandlungen war bis dahin einmalig.
Die vom Designer Willie G. Davidsons erstellte dynamische Version des Sportsters, der Cafe Racer, erschien im selben Jahr.
Als der FLSTF Fat Boy 1990 vorgestellt wurde, wurde er auf Anhieb eine Legende. Er spiegelt auch heute noch das moderne Design eines Harley-Davidson-Motorrads wider.
Die Harley-Davidson Ultra Classic Electra gilt als Flagschiff der Touring-Baureihe. Sie wurde im Jahr 1999 eingeführt. Seit damals erscheinen jedes Jahr mehrere Varianten auf den Markt.
Eines der aktuellen Modelle ist die XL1200X. Sie ist in Deutschland sehr gefragt und gehörte hierzulande in den vergangenen Jahren zu den absoluten Bestsellern.
Die aktuellen Dyna-Modelle in Deutschland haben einen Twin-Cam-103-Motor mit einem Hubraum von 1690 cm³ und einer Leistung von 84 PS. Damit sind Geschwindigkeiten bis zu 190 km/h möglich.
Für gemütliche Fahrten eignen sich Touring-Modelle wie die Road Glide hervorragend. Der 107-Kubikzoll-Motor bringt es auf rund 90 PS. Der Verbrauch liegt bei 5,7 Litern, was eine Strecke von 400 Kilometern ohne zu Tanken ermöglicht.
Die XL1200 Sportster ist der Verkaufsschlager bei Harley-Davidson. Aktuell gibt es acht Varianten davon, die seit 2014 auch alle mit ABS ausgestattet sind. Der Zweitakter erreicht 68 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h.